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und Düngung nicht bedürfen, ebenso die weitere Pflegebis zur Ernte verhältnismäßig wenig Arbeit verlangt, oderdabei zugleich ein Gewinn erzielt wird °). Der Wuchs desHolzes ist langsam, so daß die Ernte der jetzt angebautenBestände oft erst nach mehren Menschenaltcrn erfolgt. Des-halb läßt die Holzwirthschaft weit weniger Speculation inBezug auf den Handel zu, als die Landwirthschaft, wennman, bei erhöhter Nachfrage nach einem Producte dasselbeerzielen will. Dagegen aber läßt die fast ganz gleichmäßigealljährliche Holzerzeugung niit größerer Sicherheit aus denErtrag rechnen, als bei dem Getreide- oder Obstbau u. dgl.
2. Die Gefahren, welchen der Wald in der langenReihe von Jahren unterworfen ist, als Sturm, Feuer,Jnsektenverheerung rc. und gegen welche die menschliche Kraftnur sehr bedingungsweise einzuwirken vermag.
3. Der Arbeitsaufwand umfaßt vorzüglich die Holz-ernte — Fällen, Aufarbeiten und Transport in den Schlei-gen — in geringem Maße den Anbau und die Forstver-besserungen ^).
4. Das Hauptproduct der Waldwirthschaft, das Holz,erträgt, mit wenig Ausnahmen und in seiner größten Masseals Brennholz keine hohen Verscndungskosten. Der Holz-handel ist daher durch die Lage der Forsten und gewisse,den Transport begünstigende Verhältnisse, bedingt und be-schränkt ').
5. Die Nebennutzungcn gewähren für die Volkswirth-schaft ein höchst beachtenswerthes Einkommen, wenn auch derWaldbesitzer selbst häufig ein solches nicht davon bezieht.Die Erträge der Nebennutzungcn können unter Umständen dieaus der Hauptnutzung, auch als reiner Ertrag übersteigen °).