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Die niedrigsten Holzpreise sind gegenwärtig wol noch inOst- nnd Westpreußen, wo der Morgen Wald nur wenigeSgr. rcntirt.
Aus allen diesem geht hervor, daß das Steigen der Holz-preise in Deutschland überall auf ziemlich gleiche Weise fort-schreitet, und nach der Entwickelung der Landcscultur, der Fa-brikthätigkeit und dem Steigen der Bevölkerung ist anzunehmen,daß ungeachtet des steigenden Gebrauchs der Stein- und Braun-kohlen, doch die Holzpreise im Steigen bleiben werden, weilsich, wegen der steten Verminderung der Waldfläche, das Angebotau "Holz nicht vermehren wird, wenn auch der bleibende Waldmehr producirt. Wie also solche Zahlen die Nothwendigkeitdarthun, daß die Regierungen aufmerksam diese Verhältnissebeachten müssen, so beweisen sie auch, wie wenig selbst in klei-neren Ländern auf eine Ausgleichung der Preise von einemLandesthcil in den andern zu rechnen ist.
3) Niedel, Nationalökonomie II. B. S. 46. — Nau I.c. S. 501.
4) Man hat sich bemüht, das Bedürfniß an Wald derFläche nach auf die Einwohnerzahl zu ermitteln, wie solchesauch die lehte Spalte auf der Tab. K. >0 angibt. Danach istder Durchschnitt der Waldfläche für den Kopf in den deutschenBundesländern 1,60 Morgen preuß. — Nau I. c. S. 503spricht die Ansicht aus, daß l Morgen preuß. für den Kopsin Deutschland ein richtiges Verhältniß sein dürfte, allein dieseBerechnungen können, abgesehen von dem so verschiedenen Er-trag der Wälder, deshalb nicht maßgebend sein, weil es aufdie Verteilung der Wälder im Lande doch sehr ankommt.In der Durchschnittszahl hat z. B. die österreichische Eesammt-monarchie 0,303 der Gesammtfläche an Wald, aber Sieben-bürgen 0,64; die Militairgrenze 0,402; die Lombardei 0,21;Venedig sogar nur 0,14. Gewiß aber wird Siebenbürgen nieVenedig mit Holz aushelfen können. Ebenso Preußen, mitdem Totaldurchschnitt von 0,22, hat in den Rheinprovinzen0,3 l, in der Provinz Posen o,2I, in der Provinz Sachsen