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Die Staatsforstwirthschaftslehre : ein Handbuch für Staats- und Forstwirthe / von Karl Heinrich Edmund von Berg
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bedeckt sei, daß die Waldfläche etwa '/« einnehmen müsse,um alle Vortheile des Waldes zu erlangen, daß sie zu großsei, wenn sie übersteige, und zu klein, wenn sie auf '/?herabsinke. Reuter sucht aus der Erfahrung nachzuweisen,daß '/s der Bedeckung mit Wald, „ein den menschlichenVerhältnissen allseits anpassendes Erdreich erhalte", unddaß sie mit der Volksmenge da im nützlichsten Verhältnissestehe, wo 13 bis 14000 Menschen auf die mit Holz bewachsenefranz. Quadratm. kommen, wie das z. B. in Frankreich derFall ist. Eine nähere Betrachtung dieser Sätze aber zeigtsogleich, als allgemeiner Maßstab, ihre Unzuträglichkeit, dennz. B. das Königr. Sachsen, bei einer Bewaldung von etwa'/> der Fläche gehört in seiner größten Ausdehnung zu denfruchtbarsten und agronomisch am besten angebauten Ländernvon Deutschland, und derartige Beispiele lassen sich vieleaufstellen, woraus die Nothwendigkeit folgt, die Erörterun-gen mehr auf das Specielle auszudehnen.

1) Moreau de Zonnes, Untersuchungen über die Verän-derungen, welche durch Ausrodung der Wälder im physischenZustand der Länder entstehen. Aus dem Französischen übersetztvon Wiedenmann. Tübingen > 828 . S. 208 . — Rau, Volks-wirthschast. S. 113 u. f.

2) Reuter, Ueber die Veränderung in dem physischenZustande der Länder durch Ausrottung der Wälder. Forst-und Jagd-Zeitung. 1832 . October-Hst. S. 14 .

§. iio.

Einwirkung des Waldes auf die Temperatur.

Große zusammenliegende Waldmassen geben kühlereSommer, weil

Berg, Staatsforstwirthfchaftslehre.

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