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Die Staatsforstwirthschaftslehre : ein Handbuch für Staats- und Forstwirthe / von Karl Heinrich Edmund von Berg
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1. Die dunkel gefärbten Blätter der Bäume die Son-nenstrahlen, ohne sie zu reflectiren, in sich aufnehmen').

2. Die Blätter der Bäume eine bedeutende MengeFeuchtigkeit aufnehmen, die Kraft des Regens brechen,ihn zertheilen, daß er nicht so tief in die Erde dringenkann und überhaupt leichter verdunstet.

3. Die Bäume allmälig durch die Blätter eineMäste Wasser verdunsten, welche nach und nach aus demBoden aufgenommen wird, und machen diesen dahertrockener ^).

4. Die Feuchtigkeit des Bodens sich unter dem Blatt-schirm der Bäume länger hält, weshalb hier die Verdun-stung noch fortdauert, wenn das unbewaldcte Land schonausgetrocknet ist').

Das Waldland hat kürzere Sommer und längereWinter, wegen der im Allgemeinen niedriger stehenden Tem-peratur. Der Schnee im Walde fällt eher und schmilztspäter, weil die Wirkung der Sonne auf den beschattetenBoden geringer ist, als auf den nicht bewaldeten. BeiNadelholz treten alle diese Erscheinungen schärfer hervorals bei Laubholz.

Im Allgemeinen drückt der Wald in einer gewissengrößeren Ausdehnung die mittlere Jahrestemperatur herab'),mäßigt die Hitze des Sommers, vermindert die Kälte desWinters, indem derselbe die rauhen Winde abhält und weildas Ausstrahlen der Bodenwärme in die Luft gehindertwird. Durch die Abhaltung der scharfen, trockenen Winde,oder durch deren Mäßigung, trägt der Wald zur örtlichenErhöhung der Temperatur und dadurch zur örtlichen grö-ßeren Fruchtbarkeit bei ^).