Buch 
Die Staatsforstwirthschaftslehre : ein Handbuch für Staats- und Forstwirthe / von Karl Heinrich Edmund von Berg
Entstehung
Seite
312
JPEG-Download
 

312

gehindert oder erschwert würde, nur Folgen der Entwal-dung. Montgomery Martin gibt über das Verhältniß folgendeZahlen:

Ackerland

».Gärten.

4.vres.

WiesenWeiden,u. dergl.

Berbefser-licher Bo-den.

Unland.

Zusam-

men.

England u. WalesSchottland. . .Irland.

IIl4337V24939505026360

17605630

2771050

6736240

3984000

5950000

4900000

4361400

8523930

2416664

37094400

19738930

19441944

Zusammen

18663680

27112920^14834000

15301994^6275274

Deshalb ist auch die Waldcultur in Schottland so be-deutend gefördert. Die Nordküste von Deutschland gibt eben-falls Belege dazu, wo sich die Baumvegetation nicht über dieDeiche oder Dünen erhebt. Die Ostküste von Holstein mitWald bedeckt ist fruchtbar, die Westküste ist waldleer, eineHaide u. s. f.

3) Brinken, I. v. d., Ansichten über die Bewaldung derSteppen des europäischen Rußlands, mit allgemeiner Beziehungauf die rationelle Begründung des Staatswaldwesens. Braun-schweig 1833. — „Das Klima der Steppen Rußlands zeich-net sich durch eine ungewöhnliche Unsichcrbeit und Ungleichheitaus. Ungeheure Hitze und ebenso große Kalte und Dürre, daßzuweilen in zwanzig Monaten kein Flocken Schnee herabfiel,dann aber auch wieder eine so anhaltend feuchte Witterung,daß die Erdschicht wochenlang zu einem Brei ward, in welchendas Vieh versank, das Wintergetreide verfaulte, kein Gras inHeu verwandelt werden konnte. Das größte Hinderniß, wel-ches die Steppen einer allgemeinen, sich über dieselben ausbrei-tenden Cultur entgegenstellen, ist meiner Meinung nach derMangel an Wäldern. Wären die Stepp-n im Großen be-waldet, so würde das Klima ein anderes sein, würden sich Quel-len und Seen bilden, der Boden hätte nachhaltige Feuchtigkeitund wäre der Bebauung und Bevölkerung fähig, wovon manjetzt kaum eine Ahnung hat. v. Haxthausen, Studien über