Buch 
Die Staatsforstwirthschaftslehre : ein Handbuch für Staats- und Forstwirthe / von Karl Heinrich Edmund von Berg
Entstehung
Seite
315
JPEG-Download
 

315

Island hatte vor Alters Wald und Getreidebau, beides ist ver-schwunden. — Koppe klagt, daß nach der bedeutenden Ent-waldung zwischen Spree und Oder der Kleebau nicht mehr sogut lohne u. s. f. — Umgekehrt aber zeigen sich die Vor-theile der Wiederbewaldung in Schottland; in Frankreich undSpanien erkannte man schon längst deren Wichtigkeit. GeneralDuhamel in seinem Hissn ststistigue äs I'L^-pts en 1847sagt, daß der sonst in Egypten sehr selten eintretende Regenjetzt schon häufiger sei, weil die Baumpflanzungcn zuge-nommen haben. In Alexandrien regnete es während derfranzösischen Occupation im Jahre 1798 binnen >«', Monatennicht ein einziges Mal, jetzt sind die Monate November, Decem-ber und Januar „fort plnvienx 8»r tont Is litorsle." —

8 - 114 .

Die Wälder in ihrer Beziehung zur Schönheit derLandschaft.

Im Verfolg des einen Staatszweckes, die innere, gei-stige Vollkommenheit der Menschen zu befördern, ihn sittlichvollkommen zu machen, muß der Staat auch für verpflichteterachtet werden, alle, dasselbe fördernde Mittel zu benutzen.Dahin gehört auch im hohen Grade die Natur, denn dieErfahrung aller Zeiten und aller Völker hat es ergeben,daß die Eindrücke der Gegend, welche die Jugend des Men-schen sieht, und worin er lebt, wesentlich zu seiner Indivi-dualität, zu seiner sittlichen und geistigen Entwickelungbeitragen. Man vergleiche nur den muntern Sohn desGebirges mit dem moorrauchumgebenen Haidebewohner. Un-leugbar aber hat der Wald einen entschiedenen Einfluß aufden Charakter der Gegend und somit auf den der Be-wohner '). —