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Die Staatsforstwirthschaftslehre : ein Handbuch für Staats- und Forstwirthe / von Karl Heinrich Edmund von Berg
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Ansprüche im Gefolge, welche für den Dienst nachteilig sind.Wenn ein Mann aus dem Arbeiterstande in den Forstschutz-dienst übertritt und dann den Titel „Förster" bekommt, so istdas gewiß nicht gut, denn, wenn er selbst auch weniger Werthdarauf legt, so werden doch Frau und Kinder leicht aus und überihre Verhältnisse gehoben. Deshalb ist der Titel Förster, wie eri» Preußen gegeben wird, nicht zu empfehlen, aber auch Unter-förster nicht, weil dabei das „Unter" sehr leicht vergessen wird.

2) Die schlechteste Ausbildung für den Schuhdienst sinddie s. g. gelernten Jäger, welche nach der alten Weise dieJägerei zunftmäßig erlernt haben. Sie werden leicht eingebil-dete Halbwisser, die weder für den Schutz, noch für die Ver-waltung passend sind, mit Ansprüchen auftretend, welche nichtzu befriedigen sind, unbrauchbar und unzufrieden mit ihremGeschick. Früher, wo die Jagd noch einen größern Werthhatte, hatte die Sache noch einen Sinn, jetzt aber fällt auchdieser Grund weg. Zweckmäßig ist die Wahl gut gedienterSoldaten, denn sie sind an Gehorsam, Pünktlichkeit und Ord-nung gewöhnt, drei für den Dienst sehr wichtige Eigenschaften.Unzweckmäßig aber ist es, wenn wie in Preußen, eine 2Njäh-rige Dienstzeit im Jägercorps erst zu einer Anstellung im Forst-schutzdienst befähigt, wo der Eintretende dann die besten Jahrefür denselben schon hinter sich hat. - Man hat die Trennungder Verwaltung von dem Schutzdienst mit Recht als ein Ver-langen der Zeit bezeichnet, und die meisten deutschen Staatenhaben auch der Zeit Rechnung getragen. Es ist gewiß unpas-send, denselben als durchlaufende Stelle für den Verwaltungs-dienst zu betrachten, in welcher der junge wissenschaftlich gebil-dete Forstmann oft 10 und mehre Jahre zubringen mußte,ehe er zu einem Verwaltungsamte gelangte. Eine so langeZeit sich mit meist mechanischen Dingen besassen, muß noth-wendig den Geist abstumpfen, läßt die Lust an wissenschaftlicherFortbi.dung vergehen, und der wissenschaftlich gebildete Mannsinkt dann zu einem Forsthandwerker herab. Auch das Un-würdige der Stellung macht damit unzufrieden, und daher