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Hasel
Kohlenwasserstoffe, brennbare Gase, Kohlensäure und einen kohligen Rückstand liefern. IhrenVerwandtschaftsverhältnissen nach zerfallen die einfachen Harze in saure, welche in ätzendenAlkalien löslich sind, und in indifferente, welche von denselben nicht angegriffen werden. Dieerster» theilt man nach der Stärke ihrer Verwandtschaft zu Basen in entschiedene Harzsäuren,welche auch mit Ammoniak Verbindungen eingehen und aus kohlensauren Alkalien die Kohlen-säure austreiben, und in Halbharze, welche nur in kaustischem Kali oder Natron löslich sind.Die harzsauren Alkalien (Alkaliresinate) sind in Wasser löslich, schäumen mit demselben wieSeife und heißen deshalb fälschlich auch Harzseifen, die Resinate der alkalischen Erden sind schwer-löslich, die der Erden und schweren Metalloryde unlöslich; durch Säuren werden diese Resinatezersetzt, indem die Harzsäure, oft als Hydrat, sich ausscheidet. Auch in den meisten concentrirtenSäuren, z. B. in kalter Schwefelsäure, sind die Harze löslich und werden aus der Lösung durchWasserzusatz unverändert gefällt; nur concentrirte Salpetersäure greift sie heftig an und ver-wandelt sie in Oxalsäure; durch Kochen mit englischer Schwefelsäure werden sie ebenfalls zerstörtund unter Entwickelung verschiedener Gase in einen humusartigen Körper und sogenannten kunst-i lichen Gerbstoff, eine braune Materie, welche wie die Gerbsäuren Leim fällt, umgewandelt. Zuri Unterscheidung der in den natürlichen Harzen vorkommenden einfachen Verbindungen wählt manI die Buchstaben des griechischen Alphabets und braucht die ersten Buchstaben für die am meisteni sauer reagirenden Harze; so spricht man von einem Alpha-, Betaharze des Kopals u. s. w.
1 Die Anwendn u g der natürlichen Harze ist eine sehr vielseitige. Abgesehen von ihrer Heil-| Wirkung bei innerlichem und äußerlichem Gebrauch dienen sie in der Technik zur Bereitung von
1 Kitten und Firnissen, zur Leuchtgasfabrikation, als Zusatz zu Feuerwerkskörpern; lösliche Harz-seifen werden ordinären Fettseifen beigemengt, eine unlösliche Harzthoncrdeseife vertritt beimMaschinenpapier die Stelle des thierischen Leims. Da die wichtigsten Harze, das Fichtenharz(t. Kolophonium), Mastix, Saudarak, Tammarharz, Kopal, Elemi, Storax, Beuzoe, Guajak-harz, Gummilack, Drachenblut, in besondern Artikeln behandelt sind, welche auch auf ihreVerwendung specieller eingehen, so führen wir an dieser Stelle nur einige weniger wichtige Harzeauf. Das westindische Anime, welches wahrscheinlich von Jcica-Arten aus der Familie der Bur-feracecn hrrstammt , steht dem Kopal in seinen Eigenschaften und seiner Verwendung nahe.Takahämak wird zu Räucherungen und äußerlichen Arzneimitteln verwendet und theilsin Ostindien und Afrika von Calophyllumarteu, theils im tropischen Amerika von einer Bur-seracee, dem Elaplirium tomentosum Jacq., gesammelt. L ad a n um, ein dunkelbraunes, etwaskleberiges, wohlriechendes Harz, schwitzt aus Stengeln und Blättern südeuropäischer Cistusarten,wird besonders auf Kreta gesaiumelt und im Orient als Heilmittel geschätzt, während es beiuns obsolet gclvorden ist.
Hasel. Die Gattung Corylus L. gehört in die natürliche Familie der Cupuliferen unterden Monochlamyde». Sie besteht aus Sträuchern, selten aus Bäumen. Die Blätter stehen ander ersten Axe spiralig, später sind sie dagegen zweizeilig und alle haben abfällige Nebenblätter.Die ganze Tracht tritt mehr heran an die der Birken als an die der echten Cupuliferen, wie Eiche,Buche, eßbare Kastanie. Die Blattknospen stehen natürlich wie die Blätter. Sie sind rundlichund abgestumpft, gegen die Hauptaxe zu gedrückt und außen von acht rundlichen gelblichenSchuppen bedeckt. Man kann sie mit denen der Linde vergleichen, welche jedoch röthlich undaußen von drei großen Schuppen bedeckt sind. Die Blüten entwickeln sich im Spätsommer inder Anlage und öffnen sich zu Ende Winters. Die männlichen Kätzchen sind walzig. Auf halb-eiförmigen, vorn gestutzten und spitzen Schuppen finden sich acht halbe Staubgefäße und beider-seits je eine Schuppe. Die weiblichen Blütenstände haben das Ansehen von Blattknospen, sindaber sowol durch Stellung als besonders durch die vorragenden purpurnen Grisfelschenkel aus-. gezeichnet. Es finden sich in den Achseln von Deckblättern mehrere solche Blüten. Zwei bis dreij Monate nach der Blüte und lange also nach dem Auffangen des Blütenstaubes entwickeln sich inden Fruchtknoten erst zwei Sanlenknospen an einer Mittelsäule. Die eine schlägt fehl. DasDeckblatt und ein paar Vorblätter vergrößern sich später zu der lichtmanschettenartigen Hülle,ivelche die einsamige Nuß umgibt. Diese hat eine harte Schale mit einem großen Fruchtnabel.Die Samenhaut ist braun. Die Samenlappen sind sehr groß und ölreich. Die gemeine Hasel-nuß, 6. Avellana L., wird ein 10 — 20 Fuß hoher Strauch, von dem es auch eine baumartige! .Abart gibt, welche ab und zu in Parks gezogen wird. Die Rinde ist erst grau, später rothbraun,endlich silbergrau mit rostrothen Ouerstreifcn. Das Holz der Hasel hat blos kleine Gefäße unddabei zweierlei Markstrahlen, von denen jedoch die breiten sogenannte zusammengesetzte sind,d. h. sie sind aus vielen aneinander gelegten Strahlen gebildet. Es ist lederaelb -dem Holze der