Der Ursprung des Schwefels. 8S
nock bemcrkenswerther ist, mit den schwefelhaltigen Bestand-theilen der Pflanzen selbst verbunden.
Das vegetabilische Casein in den Samenlappen der Legu-minosen ist für sich nicht im Wasser löslich, in dem Zustandeaber, in welchem es in den Pflanzen enthalten ist, löst es sichleicht im Wasser. Diese Löslichkeit verdankt es einem Gehaltevon Kali und Natron.
So findet sich denn das Albumin in den Pflanzensästenstets mit Natron oder Kali vereinigt, und wir müssen unsdenken, daß der im Wasser nicht lösliche Bestandtheil der Ce-realien, das Pflanzenfibrin ursprünglich ebenfalls löslich warund durch Vermittelung eines Alkalis in die Samen gelangte.
Das Natron und Kali der schwefelsauren Alkalien, welcheden schwefelhaltigen Bestandtheilen der Pflanzen den Schwefellieferten, bleiben also entweder in Verbindung mit diesen Stof-fen, oder sie gehen eine neue Verbindung ein, oder sie kehrenin den Boden zurück.
Das am meisten verbreitete schwefelsaure Salz ist aberGyps (schwefelsaurer Kalk), er kann seiner Löslichkeit wegenentweder direct in die Pflanze übergehen oder, durch das koh-lensaure Ammoniak des Regenwassers zersetzt, in der Form vonlchwefelsaurem Ammoniak.
Eine Auflösung von Gyps, welche Kochsalz oder Chlor-kalium enthält, so wie das Seewasser und die meisten Ouell-waffer, kann angesehen werden als eine Mischung eines schwe-felsauren Alkalis mit Chlorcalcium.
Es ist klar, daß wenn wir einer Pflanze Gyps und Kvch->alz gleichzeitig zuführen, so wird sie sich gegen diese Auflösunggenau so verhalten, wie wenn wir ihr schwefelsaures Natronund bblorcalcinm zugeführt hätten. Für die Bildung ihrerlchwefelbaltigen Bestandtheile wird der Schwefel und das Al-