Die Cultur.
137
man in neutraler blauer Lackmustinctur vegetiren läßt, dieseFlüssigkeit roth färben; die Wurzeln scheiden hiernach eineSäure aus; beim Kochen wird die gervthete Tinctur wiederblau, diese Säure ist demnach Kohlensäure.
Die Cultur.
In dem Vorhergehenden sind die Bedingungen des Le-bens aller Vegetabilicn betrachtet worden. Kohlensäure, Am-moniak, Schwefelsäure und Wasser liefern die Elemente allerOrgane: Salze, Metalloxyde, gewisse anorganische Materiendienen zu besonderen Verrichtungen in dem Organismus derPflanze, manche davon müssen als Bestandtheile einzelnerPflanzentheile angesehen werden.
Die atmosphärische Luft und der Boden bietet den Blät-tern und Wurzeln einerlei Nahrung dar.
Die erstere enthält eine verbältnißmäßig unerschöpflicheMenge Kohlensäure und Ammoniak, in dem Boden habenwir in dem Humus eine sich stets erneuernde Quelle vonKohlensäure; den Winter hindurch häuft sich in*dem Regen-und Schneewasser, womit er durchdrungen wird, eine für dieEntwickelung der Blüthen und Blätter ausreichende MengeAmmoniak an.
Die völlige, ja man kann sagen, die absolute Unlöslich-st in kaltem Wasser der in Verwesung begriffenen Pflanzen-