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1 (1862) Der chemische Prozess der Ernährung der Vegetabilien / von Justus von Liebig
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130
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lZO Verhalten der Ackererde zu den Astbenbestandtheilen der Gewächse.

löst und durch Regen und Wind hiuweggefübrt, die edlen Me-talle widerstehen dieser Zerstörung und bleiben aus der Ober-fläche zurück. Es ist eine ganz bestimmte Thatsache, daß diemetallischen Silberadern über der Oberfläche des Felsens inscharfen Zacken und Kanten hervorragen *).

Das Verhalten der Ackererde zu den Aschenbeftand-theilen der Gewächse.

Es giebt in der Chemie keine wunderbarere Erscheinung,keine welche alle menscklicke Weisheit so sehr verstummen macht,wie die, welche das Verhalten eines für den Pflanzenwuchsgeeigneten Acker- oder Gartenbodens darbietet.

Durch die einfachsten Versuche kann sich jeder überzeugen,daß beim Turchfiltriren von Regenwasser durch Ackererde oderGartenerde dieses Wasser keine Spur von Kali, von Kiesel-säure, von Ammoniak, von Phosphorsäure auflöst, daßdie Erde von allen den Pflanzennahrungsstoffen, die sie ent-hält, kein Theilchen an das Wasser abgiebt, daß das Wassernichts davon hinwegnimmt. Der anhaltendste Regen vermag

*) Die Bergwerke zu Chanuncillo, aus denen Silber von vielen hun-derttausend Pfund Sterling an Werth in wenigen Jahren gewonnenwurden, entdeckte ein Mann. der einen Stein nach einem Manlthurewarf und ihn schwerer fand als einen gewöhnlichen Stein! er be-stand aus gediegenem Silber und war ei» Stuck einer hoch überden Felsen hervorragenden Ader von Silber (Darvin, S. 887).