Die Brache.
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Kalk beinahe völlig ab- Der Thon wird, indem der Kalk eineVerbindung mit seinen Bestandtheilen eingeht, aufgeschlossen,und was noch merkwürdiger ist, der größte Theil der darinenthaltenen Alkalien wird in Freiheit gesetzt. Diese schönenBeobachtungen sind zuerst von Fuchs in München gemachtworden, sie haben nicht allein zu Ausschlüssen über die Naturund Eigenschaften der hydraulischen Kalke geführt, sondern,was für weit wichtiger gehalten werden muß, sie haben dieWirkungen des ätzenden gelöschten Kalkes auf die Ackerkrumeerklärt und der Agricultnr ein unschätzbares Mittel geliefert,um den Boden auszuschließen und die den Pflanzen unent-behrlichen Alkalien in Freiheit zu setzen.
Im Oktober haben die Felder in Uvrkshire und Lan-casshire das Ansehen, wie wenn sie mit Schnee bedeckt wären.Ganze Ouadratmeilen fleht man mit gelöschtem oder an derLust zerfallenem Kalke bedeckt, der in den feuchten Winter-monaten seinen wohlthätigen Einfluß auf den steifen Thon-boden ausübt.
Im Sinne der jetzt verlassenen Humustheorie sollte mandenken, daß der gebrannte Kalk eine sehr »achtstellige Wirkungauf den Boden ausüben müßte, weil die darin enthaltenenorganischen Materien durch den Kalk zerstört, weil sie unfähigdadurch gemacht werden, einer neuen Vegetation Humus abzu-geben, allein es tritt ganz das Gegentheil ein, die Fruchtbarkeitdes Bodens findet sich durch den Kalk erhöht. Die Cerealienbedürfen der Alkalien, der löslichen kieselsauren Salze, welchedurch die Wirkung des Kalkes für die Pflanze assimilirbargemacht werden. Ist nebenbei noch eine verwesende Materievorhanden, welche der Pflanze Kohlensäure liefert, so wird dieEntwickelung befördert, allein nothwendig ist sie nicht. Gebenwir dem Boden Ammoniak und die den Getreidepflanzen un-