Die Wechselwirthschaft.
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Fehlt es diesem Boden an diesen Silikaten, oder enthälter nur begrenzte Mengen davon, enthält er hingegen einereichliche Menge Kalk- und phosphorsaure Salze, so werdenwir eine Anzahl von Jahren hindurch Klee, Tabak, Erbsen,Bohnen rc. und Wein davon ernten können.
Empfängt der Boden von allen diesen Stoffen, die eran die Pflanzen abgegeben hat, nichts zurück, so muß einZeitpunkt eintreten, wo er an eine neue Vegetation keinendieser Bestandtheile mehr abgeben kann, wo er völlig erschöpft,völlig unfruchtbar selbst für Unkrautpflanzen werden muß.
Je nach dem ungleichen Gehalte an diesen verschiedenenSubstanzen wird dieser Zustand der Unfruchtbarkeit für dieeine Pflanzcngattung früher eintreten als für die andere. Istder Boden reich an Silikaten, aber arm an phvsphvrsaurenSalzen, so wird er durch den Anbau von Weizen früher er-schöpft werden als durch Roggen, eben weil wir in einer Weizen-ernte mehr phosphorsaure Salze im Samen und im Strohbinwegnehmen als in einer Rvggenernie *). Fehlt es diesemBoden an Kalk, so wird die Gerste nur unvollkommen da-rauf gedeihen.
Es ist der Mangel an diesen zur Samenbildnng unent-behrlichen Salzen, welcher verursacht, daß wir, bei allemUeberflnsse an kieselsauren Salzen, in dem einen Jahre dasneunfache, in den darauf folgenden vielleicht nur das dreifacheoder doppelte Korn von Weizen auf demselben Boden erntenkönnen.
Cultiviren wir auf einem Felde Erbsen oder Bohnen,
Das Gewicht der Asche einer Ernte Weizenscnnen verhält sich zudem einer Ernte Roggen wie 20 : 16, die darin enthaltenen Phos-phorsauren Salze wie 18:13; die Phosphorsauren Salze im Strol'ungerechnet.