Der Dünger.
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Analyse von Jaquemars enthält die Pariser Poudrette nichtüber 1,8 Proc. Ammoniak.
In anderen Fabriken mengt man die weichen Ercrementemit Holzasche oder mit Erde, die eine reichliche Quantität vonätzendem Kalk enthält, und bewirkt damit eine völlige Aus-treibung alles Ammoniaks, wobei sie ihren Geruch aufs Voll-ständigste verlieren. Auch dieser Dünger kann nicht durchseinen Stickstoffgehalt wirken.
Es ist klar, daß wenn wir die festen und flüssigen Ercre-mente der Menschen und die flüssigen der Thiere in dem Ver-hältnisse zu dem Stickstoffe auf unsere Aecker bringen, denwir in der Form von Gewächsen darauf geerntet haben, sowird die Summe des Stickstoffs auf dem Gute jährlich wach-sen müssen. Denn zu dem, welchen wir in dem Dünger zuführen,ist aus der Atmosphäre eine gewisse Quantität hinzugekommen!
Ein eigentlicher Verlust an Stickstoff findet niemalsStatt, denn selbst die geringe Menge, welche die Menschenmit in ihre Gräber nehmen, geht den Gewächsen unverloren,denn durch Fäulniß und Verwesungsproceffe kehrt dieser Stick-stoff in der Form von Ammoniak in die Erde und in dieAtmosphäre zurück.
Eine gesteigerte Cultur erfordert eine gesteigerte Düngung,mit derselben muß das Prvdnctivnsvermögen unserer Felderwachsen, die Ausfuhr von Getreide und Vieh muß zunehmen,sie wird gehemmt durch Mangel an Dünger.
Je nach den Prvducten, die man erzielen will, richtenI>ch die Stoffe, die man als Dünger zu geben hat. DieAlkalien sind vorzugsweise zur Erzeugung der stickstofffreienBestandtheile des Zuckers, Amylons, Pectins, Gummis nöthig;
Phosphorsauren Salze wirken vorzüglich auf die Bildungder Blutbestandtheile. Ein mit thierischem Dünger und damit
iietig'z Agrikultur - Chemie. 7te Aufl. ^