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1 (1862) Der chemische Prozess der Ernährung der Vegetabilien / von Justus von Liebig
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200 Der Dünger.

der Luft an treibender Kraft einbüßt, und suchen ihn sorgfäl-tig vor Verdunstung zu schützen.

Nach dem Handel mit Getreide und Nahrungsmitteln istkein Handel so ausgedehnt wie der mit diesem Dünger. Inlangen, plumpen Fahrzeugen, welche die Straßencanäle durch-kreuzen, werden diese Stoffe täglich abgeholt, und in demLande verbreitet. Ein jeder Kuli, welcher des Morgens seineProducte auf den Markt gebracht hat, bringt am Abend zweiKübel voll von diesem Dünger an einer Bambusstange heim.

Die Schätzung dieses Düngers geht so weit, daß Jeder-mann weiß, was ein Tag, ein Monat, ein Jahr von einemMenschen abwirft, und der Chinese betrachtet es als mehr denneine Unhöflichkeit, wenn der Gastfrennd sein Haus verläßt undihm einen Vortheil verträgt, auf den er durch seine Bewir-thung einen gerechten Anspruch zu haben glaubt. Von fünfPersonen schätzt man den Werth der Ausleerungen auf zweiTeu für den Tag, was aufs Jahr 2000 Cash beträgt, un-gefähr 20 Hektoliter zu einem Preis von sieben Gulden.

In der Nähe großer Städte werden diese Ercremcnte inPoudrettc verwandelt, die in der Form von viereckigen Kuchenden Backsteinen ähnlich, in die weitesten Entfernungen hi»versendet werden; sie werden in Wasser eingeweicht und inflüssiger Form verbraucht. Der Chinese düngt, den Reis aus-genommen, nicht das Feld, sondern die Pflanze.

Eine jede Substanz, die von Pflanzen und Thierenstammt, wird von dem Chinesen sorgfältig gesammelt und inDünger verwandelt; die Oelkuche», Horn und Knochen sindhock geschätzt, ebenso Ruß, und besonders Asche; es reicht hmzu erwähnen, um den Begriff von dem Werth thierischer Ab-fälle vollständig zu machen, daß die Barbiere die Abfälle derBärte und Köpfe, welche bei Hunderten von Millionen Köpfe»,