Rückblick.
265
zugeführt wird, in der Form von Holz und Heu, eine Quan-tität Kohlenstoff, welche gleich ist und in vielen Fällen mehrbeträgt als die Kohlenstoffmenge, welche das Culturland inder Form von Stroh, Korn und Wurzeln hervorbringt.
Es ist klar, daß dem Culturlande eben so viel Kohlen-säure durch die Atmosphäre zugeführt und zur Aufnahme dar-geboten wird, als einer gleichen Fläche Wiese oder Wald, daßder Kohlenstoff dieser Kohlensäure von unseren Culturpflanzenassimilirt wird oder asflmilirbar ist, wenn die Bedingungen zuseiner Aufnahme, zu seinem Uebcrgauge in einen Bestandtheildieser Gewächse sich auf unseren Steckern vereinigt vorfinden.
Der Ertrag einer Wiese, oder der gleichen Fläche Waldau Kohlenstoff, ist unabhängig von einer Zufuhr an kohlenstoff-reichem Dünger, er ist abhängig von dem Vorhandensein ge-wisser Bodenbestandtbeile, welche keinen Kohlenstoff enthalten,sowie von den Bedingungen, welche den Uebergang derselbeni» die Pflanzen vermitteln.
Wir sind nun häufig im Stande, den Ertrag unseres Cnl-tmlandes an Kohlenstoff durch Zufuhr von gebranntem Kalk,durch Asche und Mergel zu erhöhen, durch Materien also,welche den Pflanzen keinen Kohlenstoff abgeben können; undes ist nach diesen wohlbegründcten Erfahrungen vollkommen ge-wiß, daß wir in diesen Materien das Feld mit gewissen Be-itandtheilen versehen, die den darauf cultivirten Pflanzen einVermögen geben, was sie vorher nur in einem geringern Gradebesaßen, das Vermögen nämlich, an Masse und damit anKohlenstoff zuzunehmen.
Es kann hiernach nicht geleugnet werden, daß die Un-fruchtbarkeit des Feldes oder sein geringerer Ertrag an Kohlen-Itrss nicht abhängig war von einem Mangel an Kohlensäure