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1 (1862) Der chemische Prozess der Ernährung der Vegetabilien / von Justus von Liebig
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311
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Die Quellen des Ammoniaks und der Salpetersäure. 3t 1

man weiß, daß es in destillirtem Wasser stets vorhanden ist,erklären sich diese und die anderen noch weit unbegreiflicherenVersuche Faraday's auf eine höchst einfache Weise.

Feiner, glänzender Eisendraht, in schmelzendes Kalihydratgebracht, veranlaßte die Entwickelung von Ammoniak, aber siehört bald auf, die Einführung einer zweiten Portion vonglänzendem Draht bewirkt eine neue Ammoniakentwickelung(Faraday).

Zink in schmelzendem Kalihydrat bewirkt sogleich eine Ent-wickelung vv>r Ammoniak und Wafferstoffgas, aber obwohl dieBedingungen der möglichen Bildung fortdauern (Zink, Luftund freiwerdendcr Wasserstoff), die erzeugte Menge Ammoniaknimmt nicht zu; durch Zusatz von frischem Zink vder Kali-hydrat wird aber eine neue Menge Ammoniak bemerkbar.

Etwas Kali und Zink wurden zusammen erhitzt, ein Theildavon in eine Flasche gethan, die mau sogleich verschloß, einanderer Theil wurde in Wasser gelöst, die klare Auflösung eiu-gelrocknet und 24 Stunden bei Seite gestellt. Nach Verlaufdieser Zeit gab die erste Portion nur zweifelhafte Spuren vonAmmoniak. Die andere gab sehr deutliche Beweise von seinerGegenwart, anscheinend als habe sie die Substanz, welche dieDuelle von Ammoniak war, während der Operation aus derLust aufgenommen (Faraday).

Weißer Thon von Cornwallis, welcher rothglühend gemachtund darauf eine Woche der Luft ausgesetzt ward, gab reichlichAmmoniak, wenn man ihn in einer Röhre erhitzte. In gutverstopften Flaschen nach dem Glühen aufbewahrt, ward dieserEffect nicht erzeugt.

Die unzweifelhaftesten Beobachtungen, daß das in allen^esen Fällen erhaltene Ammoniak aus der Atmosphäre stammt