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1 (1862) Der chemische Prozess der Ernährung der Vegetabilien / von Justus von Liebig
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314 Anhang.

welche durch Alkalien in Ammoniak und eine Ameisensäureübergeführt werden kann.

Der Stickstoff der Salpetersäure mit Wasserstoff im Ent-stehungsmomente in Berührung, bei Auflösung des Zinns oderbeim Schmelzen von salpetcrsanren Salzen mit Kalihydrat undorganischen Stoffen, verwandelt sich in die Wasserstoffvcrbindungdes Stickstoffs in Ammoniak.

In allen den Fällen, wo wir einen stickstoffhaltigen Kör-per mit Kalihydrat einer höheren Temperatur aussetzen, trittsein Stickstoff aus in der Form von Ammoniak.

Wenn der Stickstoff eines organischen Körpers, einesPflanzen- und ThierstoffeS oder ihrer Kohle von dem Ammo-niak stammt, was die Pflanze aus der Atmosphäre erhielt, sonimmt er in den erwähnten Zersetznngsprocefsen die ursprüng-liche Form wieder an, er kehrt wieder in den Zustand desAmmoniaks zurück.

Alles dies sind aber keine eigentlicheil Ammoniakerzeu-gungen, sie können bei der Frage, um die eS sich hier handelt,nicht in Betracht gezogen werden.

Mit dem Ammoniak im engsten Zusammenhange stehtdas Vorkommen und daS Verhalten der Salpetersäure.

Die gegen Ende des vorigen Jahrhunderts von der könig-lichen Akademie der Wissenschaften in Paris veranlaßten Unter-suchungen über die Salpetererzeugung in gewissen Erdmijchun-gen haben ergeben, daß nur in solchen Salpetersäurebildnngstatthat, welche animalische Substanzen, sowie Kalk, Kali,Bittererde rc., überhaupt starke alkalische Basen enthalten, unddaß ohne die Mitwirkung einer stickstoffhaltigen Materie insonst geeigneten Mischungen keine Salpeterbildnng vor sich gehlund der Stickstoff der Lust keinen Antheil daran hat.