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Anhang.
saure Salze, die man in anderen Pflanzen, welche auf demsel-ben Boden in ihrer nächsten Nähe wachsen, nicht findet. Wenndie Salpetersäure in dem Organismus dieser Pflanzen zur Bil-dung ihrer stickstoffhaltigen Bestandtheile verwendet würde, wennalso eine Ursache darin thätig wäre, welche die Salpetersäurezerstört, so steht die Anhäufung von salpetersauren Salzen inihrem Safte damit im Widerspruch. In dem Boden von Bächenund Flüssen, von Seen und Sümpfen ist die Salpetersäurcbil-dung so gut wie ausgeschlossen, und man kann nicht annehmen,daß die Pflanzen, die in einem solchen Boden wachsen, ihrenStickstoff von der Salpetersäure empfangen; bis jetzt ist auchin dem Meerwaffcr keine Salpetersäure aufgefunden worden.
Aber auch in den Fällen, in welchen die Salpetersäureeinen bestimmten Antheil am Pflanzenleben nimmt, der fürgewisse Pflanzcngattungen sicherlich nicht geleugnet werdenkann, bleibt das Ammoniak, durch dessen Orydation die Sal-petersäure entsteht, immer die erste Quelle des Stickstoffs die-ser Pflanzen.
Der Stickstoff galt bisher als ein Stoff von sehr geringenAffinitäten, und alle seine Eigenschaften schienen gegen dieMöglichkeit zu sprechen, daß der Stickstoff der Luft eine Ver-bindung einzugehen vermöge, durch welche er einen wesentlichenAntheil au dem Pflanzenleben nehmen kann; abgesehen vonder Salpetersäure, welche beim Durchschlagen elektrischer Fun-ken in der Atmosphäre entsteht.
Nachdem man ferner erfahren hatte, daß das Ammoniak,welches durch Fäulnißprocesse in die Lust gelangt, wenn esdurch den Regen der Erde zugeführt worden ist, mit der Erdeselbst eine Verbindung eingeht, wodurch es seine Flüchtigkeitverliert und durch Verdunstung nickt wieder in die Atmosphärezurückkehrt, so war die bis dahin angenommene Erklärung des