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Erster Teil. Von den ältesten Zeiten bis zur Erfindung der Logarithmen / von Dr. A. von Braunmühl
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8. Kapitel.

wichtigsten in unserer Schreibweise zusammenstellen. In Propositio II.p. 41 gibt er den allgemeinen Wortlaut der Formel:

1 : sin y = 2 sin (90° a) : |jäin ~ sin yj= 2 sin (90° 2 a) : [jsin y- sin -yj

o /non \ r (2» + l)c . (2n l)al= 2 sin (90° na) : I sin -^ -sin --

Hieraus folgert er, dafs wenn man sin (90° a ), sin (90°2 a)

und sin y kennt, die Sinusse von y-, nur durch successive

Addition und Multiplikation des Schlufsresultates mit 2 sin y gefunden

werden können; dies ist in der That richtig, denn aus den obigenFormeln ergibt sich (Propositio III. p. 44) die wichtige Gleichung 1 * ):

sin ( ^ n - a) = 2 sin Jy + sin(90° a) -|- sin (90° 2«)-)-

sin (90° na) J-

Ähnlich erhält er in Prop. IV eine Regel, die durch die Gleichungsinw« = 2 sin {sin ^90° y^ + sin ^90° -J-

+ sin (90° - n ~~ 1 «))

dargestellt wird. Den eigentümlichen Gebrauch, den er von diesenbeiden Formeln zur Berechnung seiner Sinustafel machte, wollen wiran einem von ihm gegebenen Beispiele erläutern. Es sei bekannt:

- sin (90° y) = sin 82°30' = 0,9914449, sin (90° y j = sin 67°30'=0,9238795, sin(90°y) = sin52°30'=0,7933533, sin(90° y)= sin37° 30' = 0,6087614, sin (90°y) = sin 22°30' = 0,3826834

sin ^90° --y^ = sin 7° 30' = 0,1305262, dann folgt nach Prop. IV,indem man immer den nächsten dieser Sinusse zur Summe allervorhergehenden addiert, und 2 sin = li schreibt:

sin 15°=0,9914449 B [j= sin a =R sin ^90°,

sin30 0 =l,9153244-R[=sin2ß = R^sin(90 0) + sin(90° 3)) ,

1 ) Diese Formel ist wenig verschieden von jener Bramers. Vgl. Seite 211 ,

Anmerk. 1 ,