248 8. Kapitel. Vom Auftreten Viet-a’s bis zur Erfindung der Logarithmen.
Die in demselben enthaltenen Tafeln der Funktionen sind übrigensmit besonderer Sorgfalt berechnet, indem z. B. zur Bestimmung derSekanten auf 5 Dezimalen die Sinusse auf 10 Dezimalen zugrundegelegt werden. Die Zahl it wird in dieser Schrift auf 38 Dezimalenrichtig angegeben.
Eine andere Schrift, welche die Logarithmen ignoriert, ist die1640 in Ingolstadt erschienene „Arithmetica vulgaris et Trigonometriarectilinearum prout universae geometriae practica“ von dem polnischenMathematiker Tonski, der die Tafeln des Regiomontan und Claviusverbesserte und auf den Radius 10 6 erweiterte. Eine zweite Schrift,welche 1645 erschien, ist eine verbesserte Auflage der ersten undenthält zu der ebenen Trigonometrie auch noch die sphärische.
Es kann nicht unsere Aufgabe sein, alle die verschiedenenSchriften und Lehrbücher aufzuzählen, welche in jener Zeit er-schienen, wir wollten nur in den angeführten Beispielen darthun,wie noch bis über die'Mitte des 17. Jahrhunderts hinaus, trotz derweiten Verbreitung der Logarithmen, von vielen Seiten mit grofserZähigkeit an der alten Methode, die sich direkt der trigonometrischenLinien bediente, festgehalten wurde.