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Ueber Uferbefestigungen, Reinigung und Durchstechungen der Flüsse; Wiederbewässerung, Gräbenziehung; Teichnutzung und Verbesserungen; Einebnung und Aushebung über Seen, Mühlenbau, und Misbräuche der Müller, als wichtige Theile der landwirthschaftlichen Wasserbaukunst für Gutsbesitzer, Beamte etc : mit einer Kupfertafel in zwey Abtheilungen und zwanzig Figuren / von Jak. Christi. Wilh. von Scheurl
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nicht gute Kenntnisse hat, kan verhüttete, daS

heißt: schlecht gewachsene, oder alte kleine Fische be-kommen, die er für gute Setzlinge kauft, die aberschon dann viel alter sind, auch langsam im Wuchs,fortkommen.

Ich erhielt bey einem Guth, nicht weit vonNürnberg , im Jahre 1788 7 Weyher, z großeauf mehr als 4 oder H auch über 1 Morgen, dann

4 kleinere. Bis auf den einen Weyher , den

man oft mehr als gehöriges Wasser gab, weil erzur Wasserung der auf beiden Seiten gelegenenWiesen diente, und noch jetzt dazu gebraucht wer-den muß, waren die andern, die von vielen Jah-ren her im Pacht au einen Nürnbergischen Fischersonst für 30, auf die lezt nur für 20 fl. verlassenwurden, gänzlich so mit Sumpfgras rc. verwach-sen, daß man bey den 4 kleinern, ausser bey dersogenannten Schlegelrinne, und dort nur sehr we-nig, nichts mehr von Wasserspiegel sah, selbst wenndie Weyher etwas höheres als gewöhnliches Was-ser hatten. Des Fischers Dermögensumstandewaren nicht die beßten. In solchem Zustandekonnte und mochte die Weyher kein anderer, auchin guten Zahlungsumstanden stehender Fischer undnoch so fleißiger Mann, pachten; sie mußtenalso selbst besetzt und benutzt werden. Ich hieltealso dafür: es ist besser nur wenige Weyher oderVerkleinerung derselben, und die besetzt, gerei-nigt Wd hergestellt zu haben, als mehrere Wey­ her ,