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Ueber Uferbefestigungen, Reinigung und Durchstechungen der Flüsse; Wiederbewässerung, Gräbenziehung; Teichnutzung und Verbesserungen; Einebnung und Aushebung über Seen, Mühlenbau, und Misbräuche der Müller, als wichtige Theile der landwirthschaftlichen Wasserbaukunst für Gutsbesitzer, Beamte etc : mit einer Kupfertafel in zwey Abtheilungen und zwanzig Figuren / von Jak. Christi. Wilh. von Scheurl
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85
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Ein Teichdamm soll eigentlich z mal so dickseyn, als solcher unten und oben an der Kappeist. Allzugrose alte Baustamme an Dämmen tau«gen nichts; der Windsturm stürzt solche öftersmit einer Menge Damm-Erdreichs im Weyher ,wodurch der Damm zerrissen wird, und der hin-eingeworfene Stamm, mit unendlicher Mühe undKosten wieder herausgeschaft werden, ja selbst oftdarinnen zusammengehaut werden muß.

Je mehr man im Winter sogenannte Wuhnenmacht,nemlich Eisschollen bey der Schlegelrinneaufhaut, wo am tiefsten die Fische ihr Winter-lager haben, desto sicherer verfahrt man; beysehr großer Kalte, wo der Weyher keine war-men Quellen hat, muß man 2 mal des Tages aufei-sen, Vormittag und Nachmittag; wenn man abernur einmal zu eisen nöthig hat, so kan es zu Mit-tag geschehen. Uebrigens geht es hier, wie mitallen landwirthschaftlichen Sachen, man muß Ar-beit und Kosten, nebst Sorgfalt auf Ungewißheitoft verrichten, und ist mit aller Sorge doch sei-nes Nutzens nicht versichert. Je geschwinverein Weyher beym Ziehen ablauft,^) desto wenigerF r werden

*) Beym Fischen sind stet» 2 Wcibengeflochtene Hü-te, mit eisernen Ringen innen nöthig; damit,wennder eine verstopft ist, oder eine Oefnung bekommt,mau gleich den andern bey der Hand hat, in;wi»scheu die Abjugsrinne Mit einem Hamen vorgehal-ten werven kan.