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Ueber Uferbefestigungen, Reinigung und Durchstechungen der Flüsse; Wiederbewässerung, Gräbenziehung; Teichnutzung und Verbesserungen; Einebnung und Aushebung über Seen, Mühlenbau, und Misbräuche der Müller, als wichtige Theile der landwirthschaftlichen Wasserbaukunst für Gutsbesitzer, Beamte etc : mit einer Kupfertafel in zwey Abtheilungen und zwanzig Figuren / von Jak. Christi. Wilh. von Scheurl
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91
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Auch bey Dörfern an Abhänge»/ wo Brun-nen sind / kan durch Gräben und durch Dachrin-nen/ auf nahe Wiesen/ das überflüssige Wassergeleitet werden.

Man eile im Frühjahr ja nicht zu bald mit derBewässerung / denn es müssen schon etliche warmeund anhaltende fruchtbare Nächte gewesen seyn/wenn man mit der Wässerung/ zumal bey kal-tem Quellwasser/ trauen darf.

Von grofen Wassergräben aus / kan mit einenPflug/ oder bey feuchter Witterung die vielenNebengräben/ durch einen Landmann, bloß durchstarken Eindruck desselben, Wässerungsfurchen ge-macht werden. Hat man aber sehr viele Wiesen,so zu wässern sind, und will man zu Abschneidungder Jett, die erfordet wird, bey kleinen Neben-gräben, die durch einen Pflug ausgerissene StückeWafen wegzunehmen, kürzer gehen; so kan mansich ein kleines, den Pflugrad gleichendes, unbe-schlagene Rad machen lassen, wo dort, wo derFeig mit den eisernen Reis an einem gewöhnlichenRad sich befindet, solches scharf in der Mitte zu-geht, und also dadurch, wenn, wie kiZ. 142 zeigt,solches mit einem durch das Rad gehenden Holzdurch die Naab geht, herumdreht, und von einerPerson stark darauf gedruckt wird, das Gräblemin der Mitte tief spitzig macht, und so das Was-ser gus den Hauptgräben zertheilt, wenn nur dies

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