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Ueber Uferbefestigungen, Reinigung und Durchstechungen der Flüsse; Wiederbewässerung, Gräbenziehung; Teichnutzung und Verbesserungen; Einebnung und Aushebung über Seen, Mühlenbau, und Misbräuche der Müller, als wichtige Theile der landwirthschaftlichen Wasserbaukunst für Gutsbesitzer, Beamte etc : mit einer Kupfertafel in zwey Abtheilungen und zwanzig Figuren / von Jak. Christi. Wilh. von Scheurl
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97
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den. Morastige Wiesen/ wo das Wasser reichst«chen Zufluß hat, aber öurch kleine Niedrigungen,nicht leicht abfließen kan, und also natürlich sau-res schlechtes Gras hervorbringen muß, kan man,wo in der Nahe ein Bach oder Graben fließt, zudem man von dem Ort der Wiese, wo der stärksteSumpf ist, kommen kann, von dem Teich, Bach,Fluß oder tiefen Graben aus, Gräben dahin ma-chen, wo dann schnell die Ableitung dahin ge-schieht; denn entweder trift man daselbst ver-borgene Quellen an, oder es ist unten Thon, derdie dahin senkende Feuchte nicht durchlassen konnte,oder es ist ganz unterschöpfter Moorgrund, undin einem dieser drey Fälle wird man , zumal mitganz kleinen Nebengräben, seinen Lntzweck sichererreichen.

Wenn man aber keine Abzugsgraben machenkann, und überall das Land keine gute Senkunghat, oder man durch allzutiefe Anhöhen eingra-ben müste, um das Wasser nur in langsamer Sen-kung abzuziehen und fortzuschaffen; so müssen danntiefe Schachten, das heißt, Säugeschachtenerrichtet werden. Die allcrnässesten Stellen durch«gräbt man, in warmen Sommertagen, wennder Sumpfplatz am allerwenigsten Wasser enthalt,bis man auf reinen einsaugenden Sand kommt,den das Sumpfgras mit seinen filzigen Wurzelnund oft Thon verhindert, eben auch nur etwelcheAustrocknuttg auf diesen Sumpf und Moorplätzen,G dann