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Erster Band.
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118
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B llirmwolleniv aaren

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Bauram

Diese Zahlen geben eine Idee von derGröße, welche der Banmwollmarkt vor demJahre 1862 erreicht hatte — denn im Vereinemit der bedeutenden Production Englands, dieder enorme Export anzeigt, hat auch dasübrige Europa bei seinem raschen Fortschreiten inden letzten Jahren nahezu S U der Größe der

englischen Production von Garnen und Gewebenerreicht.

Nachstehende Tabelle enthält Einzelnheiten desExports von Garn und Mauufakturwaaren wäh-rend der Jahre 1860 und 1861 und der ersten 9 Mo-nate von 1861 und 1862 mit dem totalen Versandtin allen Sorten reduzirt in Pfunden:

Garn U.

Nach dem Kontinent„ China„ Ostindien,, anderen Ländern

Zusammen tt.

ManufakturwaarenStückgüter: Nach dem Konti-nent, den Ver. Staaten undandern Welttheilen. Iards.Nach Ostindien „

Zusammen Iards

Strnmpfwaaren, Dtzd. Paar.Nähsaden tt.

Gesammtbetrag der Manufaktur-waaren und Garne in U.

Jahr

Erste neun Monate

1860

1861

1861

1862

136,280,840

8,784,036

30,723,214

21,576,848

126,938,526

6,733,914

24,650,748

19,453,061

103,132,357

5,903,250

19,621,906

10,689,117

59,643,515

3,211,835

15,071,763

5,709,070

197,364,047

177,776,249

139,346,630

83,636,183

1,950,365,668

825,085,237

1,780,465,663

779,438,103

1,365,960,247

607,419,024

976,817,023

439,777,798

2,775,450,905

2,559,903,766

1,973,379,271

1,416,594,821

1,056,793

697,313

586,575

714,974

6,266,722

5,129,348

3,946,164

3,664,385

758,722,000

694,886,000

537,969,000

370,000,000

In Frankreich ist die Baumwollenmanufakturebenfalls bedeutend; sie beschäftigt mit Einschluß derNebenarbeiten gegen 600,000 Menschen, welche fürca. 600 Millionen Franken Waare liefern, wovonjährlich für 80—100 Mill., der größte Theil nachSpanien, ausgeführt werden. Oesterreich besitzt über500 Fabriken von Baumwollenwaaren, wovon fastdie Hälfte auf Böhmen kommen, und der Werth ihrerErzeugnisse beträgt mindestens 50 Mill. Thlr. ImZollverein befinden sich ca. 150,000 Stühle für Baum-wollenweberei und Wirkerei, welche jährlich gegen600,000 Ctr. Waare liefern, wovon ca. 80,000 Ctr.ausgeführt werden; die gesammte Baumwvllenindn-strie beschäftigt daselbst 260,000 Menschen. Am be-deutendsten ist sie im Königr. Sachsen (Erzgebirge,Boigtland und Lausitz) und in Preußen (Regierungs-bezirk Breslau, Düsseldorf, Sachsen, Brandenburg,Westphalen). Das Gesammterzeugniß der Baum-wollenwaaren im Zollverein kann aus 80 Mill. Thlr.angeschlagen werden. In Belgien werden ca. 130Mill. Ellen Baumwollenzeuge verfertigt und davonfür 7 Mill. Fr. ausgeführt, wogegen es für ca. 5Mill. Fr. ausländische Gewebe für seinen Bedarfeinführt. Rußland erzeugt in 300 Fabriken gegen6 Mill. Stück Banmwollenzeuge; demohngeachtctaber wird noch ein bedeutendes Quantuni vom Aus-lande eingeführt. In den Vereinigten Staaten vonNordamerika hat sich die Baumwolleufabrikation inneuerer Zeit bedeutend vermehrt und zwar besondersin den südlichen Staaten, welche den Vortheil derProduction des Rohstoffs zu billigen Preisen haben;sie dürfte mit der Zeit selbst England, Frankreich unddie übrigen europäischen Länder auf dem Weltmärktebedeutend beeinträchtigen. Der Hauptsitz der Banm-wolleumanufaktur ist in den südlichen Staaten, welchedie meiste und beste Baumwolle erzeugen, und diesich auch mit fühlbarem Erfolg bemühen, die Manu-faktur der nördlichen zu beeinträchtigen. Aber auchin den westlichen Staaten Ohio, Kentnckh, Illinoisund Jndiana entwickelt sich jetzt eine gefährliche Con-

cnrrenz gegen Maine, New-Hampshire, Vermont,Massachussets, Rhode-Jsland, Connecticut rc. —Die Arten der Baumwollengewebe sind außerordent-lich zahlreich und vermehren sich fast täglich durch dieveränderten Anforderungen der Mode und die Er-findungen oder Launen der Fabrikanten. Eine Auf-zählung derselben ist daher kaum möglich. Indessenlassen sie sich nach der Art des Gewebes in folgendeHauptklassen theilen: 1) Glatte, dichte, leinwandartiggewebte, zu denen zunächst die große Masse der Kat-tune gehören, die wieder unter verschiedenen Namenvorkommen, z. B. gefärbte und gedruckte: Kaliko,Zitz, Perkal, Sarsenet rc., weiße: Musselin, Kambrik,Shirting rc., dann bunt gewebte, Giughams, undstärkere einfarbige, Nankins rc. 2) Lockere und offeneGewebe: Jakonnet, Gaze, Mull, Bobbinet rc.3) Schwerere, glatt, geköpert oder gemustert, meistungefärbt oder einfarbig: Drell, Zwillich, Dimity,Rips, Domestik, Pique, Wallis, Daniast rc. 4) Sam-metartige oder sogenannte geschnittene: Manchester,Velvets, Belveteens, Fustians rc. 5) Die großeMenge der mit Seide, Wolle und Leinen gemischtenZeuge, welche besonders in neuerer Zeit außerordent-lich mannichfaltig geworden sind und unter den ver-schiedensten Namen vorkommen; dazu gehört auchdie sehr häufig gewordene mit Baumwolle gemischteLeinwand. Wir müssen uns hier auf diese kurzenAndeutungen beschränken und verweisen auf die be-sonderen Artikel unseres Werks über die gangbarstenGewebe.

Bauram, ein größeres Gewicht in Travankore.

Bausch und Bogen oder Pansch und Bogensagt man von Preisen, welche sich für mehrere Ge-genstände verschiedener Art oder Qualität im Gan-zen und ohne Rücksicht auf das Einzelne verstehen;daher: eine Partie Waare in Bausch und Bogenkaufen rc. Die Summe, welche man dafür, oderauch für Leistungen und dergl. im Ganzen ohnenähere einzelne Bestimmung zahlt, wird oft Bausch-quantum oder Pauschquantnm genannt.