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Erster Band.
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Bautzen

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Beaiyolaiswrine

Bautzen, wendisch B udissin, Hauptstadt desgleichnamigen Kreises des Königreichs Sachsen ander Spree und der sächsisch-schlefischen Eisenbahn,mit 11,300 Einw., bedeutender Tuch-, Damast-,Leinwand- und Baumwollenweberei, Strumpswir-kerei, Kattundruckerei, Gerberei, 2 großen Papier-sabriken, 2 Pulverfabriken, Walkmühlen rc. DieStadt ist sehr lebhaft durch die Menge der starkbevölkerten umliegenden Dörfer, welche ihre Bedürf-nisse hier kaufen; auch wird ein nicht unbedeutenderWollmarkt gehalten, auf welchen die sämmtlicheWolle aus der Lausitz und auch aus weiterer Ent-fernung gebracht wird. Sie ist die erste der soge-nannten Bierstädte (früher Sechsstädte, als Görlitzund Lauban noch zu Sachsen gehörten): Bautzen,Kamen;, Löbau und Zittau.

Rechnung, Münzen, Maße und Gewichte,s> Sachsen, Königreich.

Bautzener Leder nannte man früher das inBautzen verfertigte weiße und farbige Schafleder,das aber jetzt nicht mehr unter diesem Namen vor-kommt, da sich die Gerberei daselbst sehr vermin-dert hat.

Bava nennt man in Italien das feinste ausge-suchte Weizenstroh zu den Strohhüten.

Bavel nennt man schlechte, nicht gangbare unddeshalb schwer verkäufliche Waare; Ausschuß.

Bavella, s. Seide.

Bay, Bayes, Bayettes oder Bagnettes,st Boy.

Bayern, s. Baiern.

Bayetas de PellvN, s. Larga afelpao.

Bayonne im französischen Departement der Nie-derpyrenäen, hübsche und stark befestigte Stadt amAdour und Mive, unweit der spanischen Grenze,Knotenpunkt von zwei Eisenbahnen, mit 26,200Einw. Bayonne ist V 2 Meile von der Mündungdes Adour in den Meerbusen von Biscaya entfernt,besitzt einen herrlichen Hasen, Schissswerfte, eineMarineschule, Citadelle, Börse, Münze, ein Arsenalund Handelsgericht, Entrepots rc., hat Fischerei,großen und kleinen Küsteuhandel, bedeutende Li-queurs- und Chocoladenfabriken. Ausgeführtwerden: Leinwand, Seidenwaaren, baumwolleneStoffe, Weine, Branntwein, Liqueur, renommirteSchinken rc. Unter den Einfuhrartikeln sindvor Allem englische Steinkohlen zu nennen; dieEinfuhr, noch vor wenigen Jahren kaum neunens-werth, beträgt jetzt 15,000 Tonnen und nimmtimmer mehr zu. Außerdem sendet England chemischeProdukte, theils zum hiesigen Consum, theils znrWiederausfuhr nach Spanien, dessen verschiedeneHäfen mit Bayonne durch regelmäßige Dampfschiff-fahrten in Verbindung stehen. Diese Verbindungverdankt Bayonne seinem durch die Nähe erleichter-ten Commissionshandel nach Spanien, welchen dieEisenbahnen noch mehr belebt haben. Während desJahres 1860 besuchten den hiesigen Hafen im Gan-zen 1082 Handelsschiffe mit 72,751 Tonnen Ladungs-raum, dagegen sind 1061 Schiffe von 71,462Tonnenabgesegelt. ' Sowohl beim Ein- als Auslauf war diefranzösische und spanische Flagge am stärksten ver-treten. 1861 sind 1161 Schiffe von 42,754 Tonnenein- und 1169 Schiffe ausgelaufen.

Rechnung, Münzen, Maße und GewichteI- Frankreich.

Bayutapauls heißt ein ordinairer blau undweiß oder roth und weiß gestreifter Baumwollenzeug

für den Handel nach den afrikanischen Küsten, der inFrankreich verfertigt wird.

Baza, Bazac oder Bazar, ein ftüher aus derLevante kommendes Baumwollengarn.

Bazadois, ein französischer Wein aus der Ge-gend von Bazas im Departement der Gironde.

Bazar nennt man im Orient einen Marktplatzoder eine geräumige Straße, wo vorzüglich Handelgetrieben wird, der daher auch von Kaufläden um-geben und in großen Städten meist ein bedecktesGebäude ist. Sehr schöne, zugleich große und be-deutende Bazare befinden sich in den persischenStädten Tanris und Jspahan, ferner in London,Konstantinopel rc.

Bazargewicht, s. Ostindien.

Bazin, s. Basin.

Bdellium, Bdelliumgummi, GummiBdcllii, ein Gummiharz, dessen Ursprung nichtgenau bekannt ist. Man unterscheidet ostindisches,das von einer in Arabien, Ost- und Westindienwachsenden Fächerpalme, Borassus flabellisormis,und ficilisches, das von einer Doldenpflanze, Daucusgummifer oder hispanicus, an den felsigen Uferndes mittelländischen und atlantischen Meeres, kom-men soll. Es sind unregelmäßige, zusammenklebende,halbdurchsichtige Stücke von röthlicher oder kastanien-brauner Farbe, schwachem Geruch und sehr bittremaromatischem Geschmack, die zwischen den Zähnenkleben, auf glühenden Kohlen nicht schmelzen, abereinen Rauch von angenehmem Geruch, wieMyrrhen, verbreiten und sich in Weingeist undWasser zum Theil auflösen; der Bruch ist matt undwachsartig. Die beste Sorte ist roth und weiß ge-fleckt und je frischer es ist, desto weniger hark unddesto durchsichtiger ist es. Es findet sich oft in den!weit theureren Myrrhengummi, von dem es schwerzu unterscheiden ist; dagegen wird es mit röthlichemKirschen-, Pflaumen- oder arabischem Gummi ver-fälscht. Es kommt von Trieft, Livorno oder Mar-seille, wird aber jetzt wenig mehr in der Medizin ge-

braucht.

Beak, Bihk, ein Gold- und Silbergewicht inMocka.

Bearnerweine, leichte rothe und weiße Tisch-weine aus dem ehemaligen Bearn, welches jetzt zumTheil die Departements der Ober- und Niederpyre-näen bildet; die beste Sorte ist der von Juranyon.Sie werden von Bayonne aus häufig versandt.

Beauforts heißt eine Gattung dichtgewebterhänfener Segelleinen, welche in der Gegend vonAngers und Beansort im franz. Departement Maineund Loire verfertigt und von letzterem Orte aus ver-sandt werden. Sie werden theils für die französi-schen Kausfahrer, theils zur Versendung nach Spa-nien gekauft; die feineren Sorten werden auch inLarochelle gebleicht und nach den Colonien ge-sandt.

Beaujolaisweine , eine Gattung guter, sehrnutzbarer französischer Tischweine aus der Umgegendvon Beaujeu im Rhonedepartement. Sie habeneine schöne lebhafte Farbe, angenehme jBlume undsehr guten Geschmack, sind sein und leicht, werdenbald trinkbar und halten sich lange gut; auch ver-tragen sie einen Zusatz von Wasser, ohne zuviel vonihrer Kraft und gutem Geschmackerntet jährlich gegen 40-50,000 Stück asser (Bottesä 216 pariser Pinien) und es g-htv'-l davon nachParis, wo sie unter dem Namen Macouweme undftiederburgunder verkauft werden, außerdem auch