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Erster Band.
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Beaune 120

nach anderen Gegenden Frankreichs und nach dem >Auslande.

Beatme, eine der besten Gattungen rother undweißer Burgunderweine aus der Gegend der gleich-namigen Stadt im Departement Cote d'Or. Diebesten Sorten derselben sind: Chambertin, Clos deVougeot, Montrachet, Richebourg, Romans, St.George rc.

Beausvleil oder Beausol, schöne geistreiche,zum Theil süße Weine aus der ehemaligen Land-schaft Quercy im sranz. Departement Lot, vondenen viel über Montauban und Bordeaux nach demNorden und nach Südamerika geht.

Beavers oder Beaverteens, starke, langhaa-rige, den Velverets ähnliche baumwollene Zeuge zuWinterkleidern, welche früher in Manchester undNorwich, sowie auch in deutschen Fabriken verfertigtwurden.

Beveerin, ein Alkaloid von Myroxilum perni-ferum, auch von N-ectandra Rodici gewonnen, istein amorphes, farbloses, bitteres Pulver. Es findet,wie auch das schwefelsaure und salzsaure Bebeerin,in der Medizin Anwendung und ist öfters stattChinin gebraucht. Eine reine Darstellung desselbenist schwer; seine Reaktion ist durchaus alkalisch, esgibt daher mit Säuren Salze, die jedoch nicht kry-stallisiren. Aus der Rinde desselben Baumes ge-winnt man auch die Bebeerinfäure, eine weiße,an der Luft zerfkießliche Krystallmasse, die mit Kaliund Natron gleichfalls zerfließbare Salze bildet.

Bebi, baumwollene Tücher, meist blau gefärbt,die in Syrien verfertigt werden und zuweilen vonAleppo und Said nach Marseille kommen, von wosie nach Afrika gehen.

Becassinen, s. Schnepfen.

Becfigues, Beccafigues oder Feigen-f reff er, eine Art kleiner Singvögel, besondersMuscicapa atricapilla, welche in einigen GegendenFrankreichs, in der Grafschaft Nizza, auf der InselMalta, aus einigen griechischen Inseln rc. in großerMenge gefangen und theils in Essig und aromatischeKräuter eingelegt, theils mit Mehl umschüttet weitversendet werden, da sie besonders in Italien einesehr beliebte Leckerei sind.

Lsofts äs «isr, f. Trip an g.

Becher, Hohlmaß in Baden, s. d.

Becken, türkische, s. Cympeln und Bassin.

Beczka, ehemaliges Flüssigkeitsmaß in Polen.

Bedecken bedeutet im Wechselgeschäsr Anschaffungoder Deckung für Tratten machen; daher: bedeckteund unbedeckte Wechsel.

Bedegoar, s. Rosenschwämme.

Bedena, ein in Dalmatien und Jllyrien bekann-ter, grober Wollstoff.

■ Bedeor, ein Gewicht für Zinn in Malacka.

Bedienen, sich einer Summe auf Jeman-den, bedeutet, sie auf ihn abgeben oder trassiren.

Bedungen nennt man einen Preis, von demnichts mehr abgelassen wird.

Beederwand, Beierwand, Beedermann,Bedwand, Petermann, ein dichter, fester unddauerhafter geringer Zeug aus Schafwolle undLeinengarn, meist schwarz oder dunkel von Farbe,der früher und zum Theil noch jetzt in Hannover,Schanmburg, Westphalen, Thüringen rc. verfertigtund zu Kleidungsstücken der Landleute verwendetwird.

Beefwood, s. Botauybaiholz.

Beennüffe, s. Behenuüsse.

Begleitschiffen

Beenwurzel; 1) rothe oder rother Been,die außen braune, inwendig röthliche Wurzel vonStatice Limonium, welche in Scheiben geschnittenaus Syrien kommt und früher in der Medizin ge-braucht wurde, was jetzt nur noch selten geschieht;2) weiße, von Oviitauroa Behen, von der Größeeines kleinen Fingers, außen grau, innen weißlich,war früher ebenfalls offizinell.

Beerblau, ein zum Färben dienender Farbestoffder aus verschiedenen Beeren, wie Heidelbeeren,Fliederbeeren, Liguster und anderen gewonnen wird.In Verbindung mit Säuren wird er roth, mit Kaliund Natron grün und gelb. Er hat noch keinebedeutende Anwendung in der Technik gefun-den.

Beergekb, sranz. Stil do grain, eine gelbeSastfarbe, die besonders in Frankreich im Gebranchist und durch Auskochen der Gelb- oder Äreuzbeeren,mit Zusatz von Alaun, Weinstein, Gummi arabicumrc. gewonnen wird. Sie wird auch in deutschenFarbenfabriken in verschiedener Feinheit und Preisenverfertigt.

Beergrün, s Saftgrün.

Beermelde, s. Schminkbeere.

Begeben bedeutet so viel als verkaufen und wirdbesonders von Wechseln, zuweilen jedoch auch vonWaaren gesagt. Begebung, der Verkauf.

Beggars-Lace, eine Art Zwirnbänder und ge-webter ordinärer Kanten, die in den Niederlandenverfertigt werden und besonders nach England undAmerika gehen.

Beglaubigen, accreditiren, Jemanden, be-deutet f. v. a. ihn schriftlich, zuweilen auch mündlichbei einer dritten Person bevollmächtigen.

Begleitscheine sind Scheine, oder aintliche Aus-fertigungen , die laut' §. 40 der deutschen Zollord-nnng vom 23. Januar 1838 zum Zwecke haben,entweder

a) den richtigen Eingang im inländischen Bestim-mungsorte, oder die wirklich erfolgte Aus- undDurchfuhr solcher Waaren zu sichern, die sichnicht im freien Verkehr befinden, sondern auswelchen noch ein Zollanspruch haftet (Begleit-schein 1 ), oder

b) lediglich die Erhebung des durch vollständigeRevision ermittelten und festgestellten Eingangs-zolls für solche Waaren einem andern dazu be-fugten (dem Waarenempfänger bequemer ge-legenen) Amte gegen Sicherheitsleistung zuüberweisen (Begleitschein II).

Letzterer wird nur dann ertheilt, wenn der Ein-gangszoll von den Waaren, auf welche ein Begleit-schein begehrt wird, zehn Thaler oder mehr beträgt.Der Begleitschein Nr. I, welcher die Ladung bis 511111Bestimmungsorte begleiten muß, soll ein genauesVerzeichniß der Waaren, auf die er lautet, nach Maß-gabe ber vorhandenen Deklaration, die Zahl der Col-los, Fässer w. und deren Bezeichnung, ferner denNamen und Wohnort der Waarenempfänger, dasErledigungsamt, sowie den Zeitraum enthalten, fürwelchen es gütig ist, oder innerhalb dessen der Be-weis der erreichten Bestimmung gewährt werden muß.

Zur Ausfertigung und Erledigung von Begleit-scheinen I. und II. sind befugt: alle Hauptämter ander Grenze und alle Hauptämter im Innern m i tNiederlage. Aus Hauptämter im Innern ohneNiederlage, können der Regel nach nur Begleit-scheine II. ausgestellt werden, jedoch mit mehreren! Ausnahmen.