Bchaar
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Beimvaare
Behaar, eine Art ostindischer Baumwollenzeuge,die früher nach Europa kamem
Behaupten, sich, von Waareupreiseu, heißt!• v. «. ihren Stand behalten, nicht zurückgehen.
Behennüfseoder Beennüs s e, Bai ani myri-sticae oder Nuccs Behen, die Fruchtkerne einesin Ostindien, Arabien, Oberägypten re. wachsendenBaumes, Moringa aptera oder pterygosperma, bereine lange, dreiklappige Schote mit weißem Fleischetrabt, in dem die Samenkerne liegen. Dies sinddreieckige oder rundliche Nüsse von der Größe einerHaselnuß, mit dünner, zerbrechlicher grauer Schale,welche einen öligen, bitter schmeckenden Kern enthal-ten, aus dem durch Auspressen das Behenöl (s. d.folg. Art ) gewonnen wird.
Behenöl oder Been öl, Oleum Behen, einfettes, mildes, süßliches, geruchloses, durchsichtigesDel von schöner, gelblicher Farbe, das man durchAuspressen aus den entschälten Behennüssen gewinnt.Es gerinnt bei der geringsten Kälte und wenn manes mit andern Oelen verfälscht, so wird es leicht ran-zig , was sonst nicht leicht geschieht. Es wird vonLondon, Amsterdam, Bordeaux, Hamburg und ausBelgien bezogen und besonders zur Verfertigung vonPomaden, Haarölen, Salben und dgl., sowie zumAusziehen feiner Wohlgerüche aus Blumen benutzt.Zu dem Ende tränkt man Baumwolle damit undlegt diese schichtweis mit den Blumen in steinerneoder blecherne Gefäße, die man dann der Sonne aus-setzt. _ Dies wiederholt man so lange, bis das Oelhinreichenden Wohlgeruch angenommen bat, woraufman es wieder aus der Baumwolle auspreßt, llebri-gens wird es auch häufig zur Verfälschung ätherischerOele verwendet. Wenn mau es stehen läßt, setzt sichein dicker, leicht gerinnbarer Theil davon ab, undder helle Theil, welcher flüssig bleibt, wird als Uhr-macheröl benutzt. Es enthält die Behensäure,auch die Moringasänre.
Äeibazar,: eine Art fettes Ziegenhaar zweiterQualität aus der Levante, das vor dem Verspinnenmit Seife ausgewaschen werden muß.
_ Beide für Einen und Einer für Beide, s.Solidaris ch.
Beidrehen, s. Beilegen.
Beierwand, s. B e e d e r w a n d.
Beifuß, bitterer, s. Wermuth.
Beifuß, gemeiner oder Johannisgürtel,Artemisia vulgaris, eine auf trocknen Hügeln,Feldern und an Wegen häufig wachsende Pflanze,von der besonders die von den Blättern befreitenStengel mit den Blüthenknospen als Gewürz in derKüche gebraucht werden. Die Blätter find fieder-spaltig, oben dunkelgrün und kahl, unterwärts filzigund weißlich, mit Einschnitten; die Pflanze hat einenschwachen Geruch, ist nicht bitter, 4' hoch. DasKraut und die Stengelspitzen, Herba et SummitatesArtemisiae rubrae et albae, werden in der Medizinohngefähr wie Wermuth angewendet, und die Wur-zelfasern, Radix Artemisiae vulgaris, welche einensüßlichen, ekelhaften Geschmack und einen nnangeneh-luen, pikanten Geruch haben und Oel, Eiweiß, Zu-cker, Fett, Ceriu Harz, Gerbestoff, Gummi, Kalk,Kali, Magnesia, Eisen und verschiedene Säure» undSalze enthalten, dienen gegen Epilepsie. — St ab-ooifnß, s. Eberraute. Außer dieser Art findetnoch in den Apotheken Anwendung: der Meerbei-fuß, Artemisia maritima, l?/?' hoch, wenig bitter;Dragnm oder Dragou-Beifuß, ArtemisiaDraeunculus, mit lanzettförmigen, glatten und ganz-
randigen Blättern, häufig zu Essig zugesetzt. Erwirkt säulnißwidrig; Felsen bei fuß, Artemisiarupestris , auf den Älpen wachsend, 3—4' hoch, mitfeinem, weißlichem, seidenartigem Gewebe bedeckt.Die Blätter find gefiedert, die Blüthen kegelför-mig; wird zum Schweißtreiben gebraucht; chine-sischer Beifuß, Artemisia chinensis. Aus teiltwolligen Gewebe derselben fertigen die ChinesenMoxen.
Beifuß, persischer, s. Zittwersamen.
Beige , eine wollene Serge von schwarzer, brau-ner oder grauer Farbe, die namentlich in der Gegendvon Poitiers und Landen verfertigt wird.
Beilast, Paceotille oder Pacco nennt mandie Waaren und Effekten, welche der Kapitaiu unddie Mannschaft eines Handelsschiffes mit sich führen.Zuweilen treiben sie Handel damit, welcher dannPaecotillehandel genannt wird; weil dies aberhäufig Veranlassung zu Schleichhandel gegeben hat,so wird er dem Kapitaiu auch oft von dem Rhederuntersagt oder doch nur bei geringen Quantitätenerlaubt. Consignation nennt man es, wenn Je-mand einem Kapitaiu Güter mitgibt, um sie zu ver-kaufen. Diejenigen Waaren, welche das Schiffsvolkmitnimmt, nennt man auch zuweilen Führungdes Schiffsvolks.
Beilbrief vderBielbrief nennt man ein obrig-keitliche? Attest über den nach den Vorschriften derLandesgesetze ausgeführten Ban eines Seeschiffes.Er wird in Folge der, gewöhnlich eidlichen Erklä-rung des Schiffsbaumeisters ausgestellt, daß undfür wen er das Schiff erbaut hat, von welcher Artund Größe es ist re. Der Schiffer muß ihn auf derReise stets bei sich führen und er gehört zu den noth-wendigen Schiffspapieren. Bei großer und umfas-sender Reparatur eines Schiffs wird meist ein neuerBeilbrief ausgefertigt, der auch zuweilen Recon-structionsbries genannt wird.
Beile, s. Axt.
Beilegen oder beidrehen heißt, den Laus desSchiffes durch Einziehen der Segel rc. aushalten.
Beileisen nennt man breitere oder schmälereEisenstücke, aus denen Aexte und Beile geschmiedetwerden.
Beilfertig oder bielfertig nennt man einSchiff, wenn der Ban desselben vollendet ist.
Beilik nennt man in der Türkei grobe Tücher zuSoldatenröcken, die von Salonichi aus versandtwerden.
Bcilstein, s. Nephrit.
Beilwand, s. B e e d erw a u d.
Bein, s. Knochen.
Beinasche, s. Knochenasche.
Beinbrech, Beinbruch, Beinwelle oderOsteo coll a, eine Art Tuffstein, in welchem Baum-wurzeln eingeschlossen gewesen und darin verwestsind und der die Gestalt derselben angenommen hat,weshalb man ihn auch für versteinerte Banmwurzelhielt. Früher legte man ihm besondere Kräfte inKnochenkrankheiteu bei und führte ihn deshalb inden Apotheken, was aber jetzt nicht mehr geschieht.Beinglas, s. Glas.
Beinholz, s. Heckenkirsche.
Beinschwarz, s. Knochen schwarz.
Beinstreu nennt man die Feil- und Drehspane,welche bei Verfertigung von Knochenarbeiten ent-stehen und die noch zu Knochenschwarz, Änochengal-lerte und dgl. benutzt werden.
Beinwaare oder Knochenwaare nennt man