Beisbeere
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Für diese Garantieleistung bezieht der Ga-ltst dem Verkäufer eine Provision von 1 bis
,/o- Für Commission bei Ein- und Verkäufenwird 3»/„ berechnet; bei Rohseide oft nur 2"/«. BeiKonsignationen werden vom Commissionair außerder obigen Commission noch 1% Lagergeld, 1%Courtage, Vs—VL'./a kleine Spesen und Briefportos,Jg°lo Wechselcommisston, V 2 % Wechsclgiro, 1%Wechselcourtage und 3% Delcredere berechnet. DieSpesen für den Bezug der Waare von der Mauthins Magazin betragen 3 ä 10 Piaster pr. Collo, je»ach dessen Größe. Der gewöhnliche Zinsfuß ist12 °/ 0 pr. Jahr, doch schwankt er oft zwischen 9 bis15 7o-
Banken und Handel saust alten. FürWech-wlgeschäfte besteht seit 1856 eine Filiale der engli-schen Ottoman-Bank. Für Handelsstreitigkeiten be-steht ein aus einheimischen und europäischen Kauf-leuten zusammengesetztes Handelstribunal.
Maaße und Gewichte. Längenmaß ist dertürkische Pik, Draah genannt (s. Türkei). — AlsHohlmaß besteht nur das Kilo für Getreide; alleFlüssigkeiten, Früchte, Holz rc. werden nach dem Ge-wichte verkauft. Das G e w i ch t ist die türkische Okkabon 400 Dramm. 2 Offen = 1 Rotte! und 100■Rottel — 1 Kantar. 1 Okka — 312 sranzös. Gram-inen und 78 Offen — 100 Kilogramm.
Beisbeere, s. Pfeffer, spanischer.
Beischläge, s. Münzverfälschnng.
Beizen nennt man verschiedene scharfe, saureFlüssigkeiten, durch welche man die Oberfläche ge-wisser Körper verändert, meist um ihnen ein anderesAnsehen oder eine andere Farbe zu geben; im letztenFalle wird oft schon durch die Beize die gewünschteFarbe hervorgebracht, häufig aber wird der Farbe-stoff damit vermischt und so das Beizen und dasFärben mit einander verbunden. Besonders häufigist das Beizen des Holzes, welches entweder geschieht,um ihm irgend eine willkürliche, wenn auch in derNatur an Hölzern nicht vorkommende Farbe zu ge-ben, oder um mit inländischen Hölzern theurere aus-ländische nachzuahmen, oder auch um einem Holzedvn schlichter Farbe ein geflammtes oder gemasertesAnsehen zugeben, wobei man die Beize gewöhnlichüur auf einen Theil der Oberfläche einwirken läßt.Das Beizen hat jedoch auch zuweilen noch andereZwecke; so beizen z. B. die Hntmacher die Hasen-baare auf den Fellen mit einer Auflösung von Queck-stlber in Scheidewasser, mit Zusatz von ätzendem^uecksilbersublimat und Arsenik, um sie zum Ver-blzen geschickter zu machen rc. Eine Beize zumlohnen der Fußböden, die man in Frankreich En-^■ustique nennt und die auch in Deutschland inchemischen Fabriken bereitet wird, erhält man durchKochen von gelbem Wachs mit einer Lösung von koh-len^urem Natron.
„ Belaayerinde oder Belache ist eine der ChinaÄnliche Rinde, außen schmutzig, mit weißlichen Fle-runzelig und rissig, innen blaßgelb und schwach-wserig, dick und gerollt, von rein bitterem Geschmackchinaartigem Geruch. Sie soll von einem auf-^iadagaskar wachsenden Baume kommen.
. Belasten, zur Last schreiben, bedeutet s. v. a.
15 e6 H mit.
■Belchette nennt man in Frankreich eine mittleGattung spanischer Schafwolle. ,
. Beledin, eine Art baumwollenes Garn aus Sy-;te *1 das früher nach Europa kam. j
Belelacs oder Belelais, eine Gattung tastet- I
artig gewebter ostindischer Seidenzeuge, die aber inEuropa nicht mehr vorkommen.
Belemniten, s. Luchsstein.
Belesmes oder Bellesmes heißt eine Art gro-ber Hanfleinwand zu Strohmatratzen und Embal-lage, die besonders in der gleichnamigen Stadt inFrankreich verfertigt wird.
Belfast, in Nord-Irland, Grafschaft Antrim, ander Mündung des Lagan, der einen Meerbusen bil-det, eine der blühendsten Handels- und Industrie-städte Irlands, mit 120,000 Einw., einem Hafen,dessen Wassertiefe für jedes Kaustahrteischiff ausrei-chend ist, sehenswerthen Docks, wichtigem Schiffbau,mehreren Banken, einer schönen Leinwandhalle, Börseund Handelskammer. Durch einen Kanal desLagan ist die Stadt mit dem Lough-Neagh unddurch Eisenbahnen mit Antrim, Londonderry, Ar-magh, Down, Dublin rc. verbunden. Aenßerst leb-haft ist der Schifsfahrtsvcrkehr, welcher in neuererZeit bedeutend zugenommen hat; die Zahl der jähr-lich einlaufenden Schiffe beträgt durchschnittlich 5500mit ca. 780,000 Tons Tragfähigkeit. Nach London,Liverpool, Dublin und Glasgow gehen regelmäßigDampfschiffe. Belfast ist der Hauptsitz der irischenBaumwollmanufaktur und Hauptdepöt des irischenLinnenhandels, womit große Leinen- und Baum-wollspinnereien, Färbereien und Bleichen in Verbin-dung stehen. Auch Glas- und Lreisenfabrikcn, Tang-schlägereien rc. finden sich hier. Ausgeführt werdenhauptsächlich Leinwand, Leinengarn, Flachs, Getreide,Baumwollwaaren, Butter, Mehl, Pökelfleisch rc.
Rechnung, Münzen, Maße und Gewichtes. Großbritannien.
Belgien, Königreich, zum größten Theil ausden ehemaligen spanischen oder österreichischen Nie-derlanden bestehend und zuletzt bis znr Losreißungim Jahre 1831 zu Holland gehörend, ist 536'/-fsjMeileu groß und zählte am 1. Januar 18624,782,256 Einwohner, ist also das am dichtesten be-völkerte Land Europas, da auf der sHAteile beinahe9000 Menschen leben. Es grenzt nördlich an dieNiederlande, östlich an Deutschland, südlich anFrankreich und westlich an die Nordsee, wo die ge-ringste Entfernung desselben von der englischen Küsteca. 11 Meilen beträgt. Die Hauptflüsfe sind dieMaas und die Scheide; in die erstere ergießensich die Sambre, Leffe und Ourte mit der Ambleve,in die letztere die Lys, Dender und Rüpel, welcheletztere aus der Bereinigung der Senne, Diel mitder Demer, und der Nethe entsteht. In die Nordseeergießt sich der Küsteufluß User oder Aperle. Imwestlichen Theile des Landes gibt es viele Kanäle,unter denen der, welcher die Senne bei Brüssel unddie Dyle bei Löwen mit der Rüpel verbindet, fernerder von Gent über Brügge nach Ostende und nachNieuwport gehende, die bemerkenswerthesten sind.Die Länge der sämmtlichen Kanäle des Landes be-trug 1840: 440,000 Meter. Der größte Theil desBodens ist Ebene, in den nördlichen Provinzen mitgroßen Heidestrecken, so daß fast Vs völlig unfrucht-bar ist, was namentlich von dem sandigen Landrückenzwischen Antwerpen und Limbnrg, die Camp in e
genannt, gilt, der indessen durch Kanäle zum Theil
dem Ackerbau zugänglich gemacht ist. Ueberhanpt istein großer Theil der sandigen Gegenden durch diesorgfältigste Kultur in fruchtbares Land umgewandeltworden. In den 4 südlichen Provinzen Hennegau,Namur, Luxemburg und Lüttich erhebt sich das Land,jemehr es sich den französischen Ardennen nähert, zu