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der Samenwolle einer nicht näher bekannten Pflanzegesponnen werden.
Benicarlv, ein starker, dunkelrother Wein, der inder Nähe des gleichnamigen Ortes in der spanischenProvinz Valencia erbaut und stark nach Bordeaux,Cette und dem nördlichen Europa versandt wird,hauptsächlich zum Verschneiden leichter Weine, wozuer sich gut eignet.
Benkentijnholz, ein gelbes oder braunes Holzaus Surinam, das zuweilen nach Holland kommtund zu Tischlerarbeiten benutzt wird.
Benzin, Benzol, Benzen, auch Phenyl-wasserstofs, ist ein Produkt der trocknen Destilla-tion von Steinkohlen, Fetten rc. entsteht auch beimDurchlecken derDämpse von Essigsäure, Weingeist rc.durch glühende Röhren. Es ist eine mehr demAether, als dem Oele ähnliche, farblose, aromatischeFlüssigkeit, von 0,»,, spec. Gewicht. SDiit Holzgeistoder Weingeist gemischt gibt es ein sehr hellleuchten-des Licht. Es bricht das Licht stark, löst Harze,Kampfer, Kautschuck mit großer Leichtigkeit, eben soJod, Schwefel, Phosphor, auch Chinin und Morphin.Es dient zur Bereitung von Firnissen, zur Darstel-lung des künstlichen Bittermandelöls, insbesonderedes Anilins, zu Fleckwasser rc. Mit rauchender Sal-petersäure gibt es das Nitrobenzol, das unter deinNamen künstliches Bittermandelöl zu Parsürmerieenverwendet wird. Dieses Oel riecht nach Zimmt undbittern Mandeln und schmeckt süß. Sein spec. Ge-wicht ist J , 2 o<) Das Benzin geht auch noch niitSchweselsäure, Brom und Chlor Verbindungen ein,die chemisch wichtig sind. Es ist ein sür den Handelinteressanter Gegenstand geworden, und wird auchbei der Photographie gebraucht.
Benzoe, Benzoegummi, Benzoin odersüßer As and, 0 um rai Ikon 20 08 oder Asa dul-cis, ein aus dem ächten Benzoeb aume, Styraxlienzoin, der besonders auf Java, Sumatra und inSiam wächst, durch Einschnittein die Rinde gewonne-nes, sehr angenehm riechendes Harz von braunröth-licher, gelblicher tind zum Theil weißer Farbe. JederBaum kaun etwa 3 Pfund liefern als Jahresertragund die Einschnitte können 10—12 Jahre lang ge-macht werden. Es fließt als ein weißer Milchsaft ausdem Baume und erhält erst an der Luft seine dunkleFarbe, enthält aber oft weiße, derbe mandelförmigeStücke, während die übrige Masse mehr bröcklich,spröde und leicht zerbrechlich ist. Die beste Sorte, dieMandelbenzoe oder Malacca Cambrania,O. B. amy g d aloide s, besieht fast ganz aus sol-chen znsammengekitteten Mandeln, so daß sie auf demBruche hellbraun mit großen weißen Flecken erscheint.Der geringeren Art, Benzoe in Sorten genannt,fehlen diese weißen Mandeln oder sie sind doch nurselten darin, auch ist sie unreiner und enthält Holz-stückchen, Bast und dgl., die jedoch auch in der erste-ren nicht ganz fehlen.' Es kommt auch eine schwarz-braune , fleckenlose Sorte mit vielen Unreinigkeitenvor, welche ganz verfälscht ist. Der Geruch ist sowohlan sich als auch beim Anzünden und Schmelzen sehrangenehm vanillenartig, der Geschmack süßlich, ge-würzhaft und etwas scharf stechend. Sie schmilzt amFeuer und der Rairch den sie entwickelt, verdichtet ankalten Körpern und setzt glänzende Krystalle an,welche die Benzoesäure bilden. Wird sie pnlverisirt,so erregt sie starkes Niesen. Sie ist in Acther undWeingeist völlig anflöslich,, mit Zurücklaffung derfremden Beimischungen; mit letzterein gibt sie dieBenzoetinctnr, welche mit Wasser verdünnt, in-
dem sich das Harz ausscheidet, eine milchige Flüssig-keit bildet, die unter dem Namen Jungfern milch,Lait virginal, alä Schönheitsmittel benutzt wird.Die zusammengesetzte Benzoetinctnr enthält nochAloe und Pernbalsam. Die Benzoe enthält eineeigene Säure, Benzoesäure, Benzoylsäureoder Benzoeblnmen, Aaidnin benzoionmoder Flores Iienzoes, die entweder durch Subli-mation oder durch Kochen derselben mit Natron,Fällung durch Schwefelsäure und Krystallisation ge-wonnen wird. Miau gewinnt sie auch durch Oxyda-tion des Bittermandelöls, durch Einwirkung vonSalpetersäure auf Fenchel-, Anis- undZimmtöl undbei Destillation von Fetten. Auch kommt sie inLeim, in Proteinkörpern und der Hypursäure vor,aus welcher sie besonders viel bereitet wird. Es sindsilberglänzende, feine nadelförmige Krystalle, die sichin vielem Wasser und in Weingeist auflösen, welcherdann mit röthlicher, funkensprühender, rußenderFlamme brennt, und die sich, auf einem Blech erhitzt,ohne einen Rückstand zu lassen, verflüchtigen; derGeschmack ist wenig sauer, süßlich, etwas scharf undkratzend. In ganz reinem Zustande besitzt sie keinenGeruch, allein gewöhnlich riecht sie nach Vanille.Ihre Dämpfe sind scharf und stechend, Husten undThränen hervorbringend. Im Handel hat sie meistvon etwas beigemischtem brenzlichem Oele eine gelb-liche Farbe. Sie findet sich außer in der Benzoeauch in der Vanille, aus welcher sie oft als äußer-licher Beschlag in seinen weißen Nadeln erscheint,ferner im Peru - und Tolubalsam und im Storax.Auch mit Chlor geht die Benzoesäure Verbindungenein und es entsteht durch Einwirkung des ersterenaus letztere das Chlornicin, ein Alkaloid, eineölartige Flüssigkeit bildend. Chlor über benzoesauresKali geleitet, bildet die Chlor nicelnsäure, wasser-helle Krystalle. Durch Destillation von Benzoe,Storax und Alkohol erhält man den Benzoebal-s a m. Destillation mit Alkohol und rauchender Salz-säure gibt den Benzoeäther, eine aromatisch nach Obstriechende, scharf stechende, farblose, ölartige Flüssig-keit von gewürzhaftem Geschmack. Der Benzoyl-wasserstoff wird aus bitterm Mandelöl bereitet,enthält Benzoesäure und Bepzoln, ist ein dünnflüssiges, das Licht stark brechendes, farbloses Oel,von 1,013 spec. Gewicht, der stark riecht und brennendschmeckt. Er erhält seine Wichtigkeit durch die großeReihe von Verbindungen, die er eingeht; mit Chlor-gas znBenzoylchlorid; farblose Flüssigkeit nachMeer-rcllig riechend, mit grüner Flamme brennend; mitBrom zu Brombenzoyl farblose, an der Luft braunwerdende Krystalle; auch mit Säuren verbindeter sich, mit Ameisensäure zu Fermobenzoylsäure;und andere; mit Metalloxyden gibt diese wieder eineReihe von Salzen, die sür die Chemie wichtig sind.— Plan erhält die Benzoe in Kisten, welche ein gro-ßes, in Bast gepacktes Stück von 100—200 Pfd.enthalten, meist von London und Hamburg, doch aberauch von Trieft und Livorno. Sie wird in der Me-dizin, aber jetzt weniger als sonst, gegen Brustkrank-heitcn und Verschleimungen benutzt; dagegen wirdsie zu Parfürmerien und wohlriechenden Substanzenaller Art in großer Menge verbraucht, und außerdemzu verschiedenen Zwecken in der analytischen Chemie.Die Säure wird ebenfalls in der Medizin und Che-mie angewendet. Für letztere ist sie von großer Wich-tigkeit geworden, durch die Menge von Verbindungen,welche aus ihr hervorgehen. Mit Basen gibt sie diebenzoesanren Salzes, durch Destillation der Benzoe-