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Erster Band.
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Bergasche

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Bergmelisse

mit fettem Oele; letzteres erkennt man, wenn manes mit Weingeist schüttelt, wodurch es bei einer ge-ringen Beimischung trübe und milchig wird; beieiner größeren Quantität schwimmt das fette Oelobenauf, während das Bergamottöl sich vollständigauflöst. Die Verfälschurg durch Alkohol erkenntman wie beim Pomeranzenöl (s. d.)

Bergasche, f. Bergblau.

Bergbaldrian, s. Baldrian.

Bergbalsam oder Bergnaphta, eine Artwohlriechendes Bergöl, gelbltch-weiß, fast sarblosund durchsichtig, das besonders in der persischen Pro-vinz Khorassan, aber auch am Kaukasus u. a. Ortensparsam aus Bergklüften in der Nähe von Stein-kohlenlagern quillt oder als eine dünne, buntfarbigeHaut auf dem Wasser schwimmt. Es ist höchst ent-zündlich, nur in Aether auflöslich, löst aber andereHarze, sowie den Kautschuk auf und verbindet sichmit ätherischen Oelen. Im Orient steht es in hohemPreise.

Bergbaumwolle oder Escalemberg ist derName einer Art levantischer Baumwolle, die vonSmyrna kommt.

Bergblau oder Bergasche, eine hellblaueMalerfarbe, welche hauptsächlich aus einem blauenKupferoxyd besteht und auf verschiedene Art bereitetwird, meist indem man eine eisenfreie salpetersaureKupferauflösung durch Kalkmilch fällt, den Nieder-schlag auswäscht, trocknet und mit wenig Aetzkalk zu-sammenreibt. Früher bereitete man natürlichesBergblau durch Mahlen und Schlemmen derKu-pserlasur (s. d.) und es gab namentlich in Tiroldergleichen Fabriken; da man es aber auf künst-lichem Wege eben so schön und viel billiger als ausder seltenen und theuern Kupferlasnr darstellenkann, so ist jenes Verfahren schon seit längerer Zeitganz aufgegeben. Man verfertigt es jetzt durch Bei-mischung von weißer Erde in verschiedenen dunklerenund helleren Farbennuancen in den Farbenfabrikenin Gestalt eines feinen, erdigen Pulvers und erdi-ger Stücken, und verwendet es besonders zum An-streichen und Malen auf Kalkwände und bei derTapetensabrikation, aber auch als Oelfarbe. Eskommt selten ganz ächt in den Handel, indem es mitBerlinerblau und Zinkoryd verfälscht wird. Diehelleren Sorten, welche viel Kalk enthalten, werdengewöhnlich Kalkblau, das feinste Englischblaugenannt. In Frankreich verfertigt man es meist inForm eines feuchten Teiges (Cendres pleues enpäte).

Bergbutter oder Steinbutter, eine Artnatürlicher Alaun mit Eisenoxyd oder Eisenvitriolgemischt, eine meist strohgelbe, aber auch weiße undgraue Masse, die ursprünglich weich und buttcrartigist, sich aber auch härter ttt Form von Knollen undNieren findet, welche meist mit zarten Fasern undNadeln besetzt und inwendig oft hohl sind.

Bergeier nennt man rohe, eiförmigsgewachseneHalbedelsteine, z. B. Amethyste und dergl.

Bergelohn, Bergegeld, s. Bergung.

Bergen, Hauptstadt des gleichnamigen Stiftesin Norwegen, mit 26,000 Einw., nächst Christianiadie größte Stadt des Landes und die wichtigste Han-delsstadt desselben. .Es liegt an einem tiefen Meer-busen, Waagsiord genannt, der einen schönen,von hohen und steilen Felsen umgebenen, sicherenHasen bildet, dessen Eingang aber schwierig ist undnicht ohne Lootsen befahren werden kann. Die Stadthat mehrere Fabriken, besonders von Leder, Seife,

Fischangeln und dgl., und bedeutende Schiffswerfte;am wichtigsten aber ist die Fischerei auf Kabliau(Stockfisch) und Häringe. Bon ersterem werdenjährlich gegen 1 Million Bog (ä 36 Psd.) und vonletzteren gegen 500,000 Tonnen gewonnen, und derVertrieb derselben erzeugt eine bedeutende und leb-hafte Schifffahrt, so daß jährlich ca. 1400 Schiffe inden hiesigen Hafen ein- und auslaufen. Außerdemwird auch viel Thran und Fischrogen ausgeführt.Die wichtigsten Gegenstände der Einfuhr sind Salzund Getreide. —

Rechnung, Münzen, Maße und Gewichtes. Norwegen.

Bergen, s. Bergung.

Bergeppich, s. Grund heil.

Bergerac, ein angenehmer, theils weißer, theilsrother Wein, der in der Umgegend der gleichnamigenStadt im sranzöstschen Departement Dordogneund besonders an den Ufern dieses Flusses gewonnenund über Bordeaux ausgeführt wird. In Frankreichnennt man ihn auch Petit-Champagne.

Bergfahrt heißt auf einem Flusse die Fahrtstromaufwärts; die Fracht dafür wird auch zuweilenBergs rächt genannt.

Bergflachs, s. Asbest.

Berggelb wird eine Art gelber Eisenoker ge-nannt.

Berggrün oder Kupfergrün, eine hauptsäch-lich aus kohlensaurem Kupferoxyd bestehende grüneFarbe, welche theils natürlich als Malachit (s. d.)vorkommt, theils auf verschiedene Art künstlich bereitetwird. In Neusohl und Herrengrund in Ungarn ge-winnt man es aus den kupferhaltigen Gruben-wässern, in denen es sich, wenn sie der Lust ausge-setzt sind, als Niederschlag bildet; ebenso in Schwazin Tirol, welches jedoch viel geringer ist, als dasungarische. In Tirol sortirt nian es in Malachit-grün, Oelgrün und Grundfarbe. Häufigerals das natürliche wird das künstliche von denFarbenfabriken bereitet, meist aus Kupfervitriolund kohlensaurem Kali, mit verschiedenen Zusätzenvon Erden (Magnesia, Thonerde und dergl.) undSalzen, namentlich Weinstein, Kochsalz, Essig rc.,letztere besonders um die Farbe zu erhöhen. Eskommt im Handel theils durch verschiedene Binde-mittel gekörnt, theils als seines Pulver vor. Manbenutzt es als Anstrich- und Oelfarbe; zur Stuben-malerei sollte es nicht verwendet werden, da esein wahres Gift ist.

Bergguhr, s. Bergmehl.

Bergkrystall, s. Krystall.

Berglachter, s. Lachter.

Bergmehl, Bergmilch, Mondmilch oderBe rggufyrjLaeLunae, eine leichte, schwammige,lockere, leicht zerreibliche, magere und stark abfär-bende Masse, von weißer, ins Graue oder Gelblichefallender Farbe, aus kohlensaurem Kalk (Kreide) be-stehend, die sich zwischen Felsenritzen und in Berg-klüften an mehreren Orten in Deutschland, derSchweiz (besonders rm Mondmilchloche des Pilatus-berges), des nördlichen Italiens, Rußlands rc.findet. Man benutzte sie früher und auch zuweilennoch jetzt in der Medizin; außerdem mit Kalk ver-mischt als Tünche und als Diingnngsmittel znrVerbesserung nasser und kalter Felder; auch hatman leichte schwimmende Ziegel daraus verfertigt,die zugleich sehr schlechte Wärmeleiter sind.

Bergmelisse, Bergmünze oder Kala-minthe, Melissa Calamintha oder Cala-