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Erster Band.
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BethiUes

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Bettpfojicn

den Speichel und alle Ausleerungen ziegelroth undgreift auch die Zähne an, gibt jedoch dem Athemeinen Wohlgcruch. Arme Leute kauen sie auch, umdrn Hunger zu stillen, und außerdem bedient mansich ihrer auch zur Heilung fauliger Geschwüre.

Wegen des starken Verbrauchs wird die Pflanzeüberall in Ostindien in großen Plantagen gebaut,und da sich die Blätter lange halten ohne zu verder-ben, so sind sie Gegenstand eines bedeutenden, auchvon Europäern häufig betriebenen Handels zwischenden verschiedenen Gegenden.

Bethilkes oder Betilles, eine Gattung weißerostindischer Musseline, die früher häufig nach Europakamen

Betonienkraut, Herba betonicae, das bit-terlich gewürzhaft schmeckende Kraut von Betonia offi-eiualis, einer in ganz Europa aus trockenen Waldwie-sen wachsenden und auch inGärten gezogenen Pflanzemit rothen Blülhenähren, rauhhaarigen, eirunden,gekerbten Blättern mit eigenthümlich gewürzhastemGeruch, das besonders in Brustthee und in derThierheilkunde gebraucht wird. Der ausgepreßteSaft wird gegen den kalten Brand und das darausbereitete Pflaster zur Heilung von Kopfwunden an-gewendet.

Bettbarchent, s. Barchent.

Bettdecken werden aus sehr verschiedenen Stoffenund in mancherlei Größe und Qualität verfertigt.

Die wichtigsten sind die L-chafwollenen, welche inEngland, Frankreich und Deutschland in großerMenge und in vielen Gattungen verfertigt werden.

Die Sorten der englischen sind folgende: Co ts oderCuts, die geringsten, aus ordinärer Gcrberwollegewebt, die meist nur als Hängematten auf denSchiffen benutzt werden. Dutsch - Blanketssind weiß, auf beiden Seiten geköpert, mit buntenStreifen am Rande und bunten Blumen in denEcken, 41/2—6 engt. Fuß lang und 4 Fuß breit; siegehen besonders nach Nordamerika. Rose-Blan-kets, ungetöpert, weiß mit einer Blume oder ande-ren Figur in jeder Ecke und mit bunten Wollfranseneingefaßt; sie werden besonders in Irland verfertigt.Parish-Mantels, dick, langhaarig, buntgefärbtund ungeköpert. Hykes, starke, dicht und fest ge-webte und filzig gewalkte Decken, ebenfalls ungeko-Pert, die besonders nach dem nördlichen Afrika gehen.

Torringtons , von der Größe der Dntfch-Blankets,aber geköpert, fiitb in Rollen von 15 Stück und ge-hen ebenfalls meist nach Nordamerika. Baumwollene,barchentartig gewebte, auf der einen Seite gerauht,werden in England unter dem Namen Countre-panes verfertigt. Außerdem sabrizirt man daselbstverschiedene Arten aus Piqns, Kattun und dergl.

Zum Bedecken der Betten. — Bon den verschiedenenSorten der französischen Wollendecken sind zu er-wähnen: Canadas, fest gewebt, dicht gewalkt, aussveißer spanischer Wolle, sowie auch geringere ausinländischer, 2— 2 1 / 2 Stab lang, gehen meist nachNordamerika. Castalognes oder Castelogneswurden ursprünglich in Katalonien in Spanien ver-sirtigt; sie sind von feiner weißer Wolle 2i/ 2 —3Stab lang und 2—2//* Stab breit. Eine leichtere,flanellartig gewebte und weniger gewalkte Sorte mit;6and eingefaßt, geht besonders nach den Colonien.

Thibaudes sind ordinaire Haardecken von Rinds-haaren , die besonders in Lisieux im DepartementGalvados verfertigt und als Pferdedecken und Em-ballage benutzt und häufig ausgeführt werden. — >

■ost Deutschland verfertigt man an sehr vielen Orten I Zoll ins Gevierte.

wollene Decken in verschiedenen Arten, namentlichin und um das Städtchen Burg im preußischen Re-gierungsbezirk Düsseldorf, in Neumünster in Hol-stein, in Lüneburg, Aschersleben, Augsburg, anmehreren Orten in Oesterreich, Böhmen, Mährenund Lichtesten rc. Die Bürger und ebenso auch dieNeumünsterschen werden meist aus Raufwolle derWeißgerber verfertigt; sie sind auf beiden Seitengeköpert, zuin Theil mit eingewirkten farbigenStreifen und Borden oder mit eingestickten Blumenund anderen Verzierungen, nach Art der englischenBlaukets, auch zuweilen mit rothem oder blanemseidenem Bande eingefaßt, namentlich die feinenSorten, die vorher meist geschwefelt werden, um dieWeiße zu erhöhen. Sie find von verschiedener Längeund Breite und werden nach Rollen verkauft, welcheum so weniger Stücke enthalten, je größer diese sind.So sind die Decken in den Rollen zu 8 Stück 3i/ 2Ellen lang und 21/2 Ellen breit, -zu 7 Stück 30/4 und2-/4 Ellen, zu 6 Stück 3'/» und 2'/» Ellen, zu 5Stück 4—41/4 und 3 Ellen, zu 4 Stück 4Y 2 und 31/4Ellen, zu 3 Stück, Kapuzinerdecken genannt,51/4 und 3 Ellen. Die ordinairen Sorten werdenam häufigsten zu Lagerdecken für das Militär unddie Hospitäler, sowie zu Pferdedecken für die Kaval-lerie gebraucht. Die in Oesterreich, Böhmen, undWien verfertigten starken, langhaarigen Wollendeckenwerden gewöhnlich Wiener Kotzen genannt. Der-gleichen werden auch in Ungarn viele verfertigt. InBurg sabrizirt man auch eine Art Baumwollendecken1 mit leinener Kette und baumwollenem Einschlag,welche auf der einen Seite aufgekratzt und ebensobordirt und eingefaßt sind wie die Schaswollenen.Aehnliche Sorten werden auch an mehreren Orten inSachsen verfertigt. Sehr häufig sind die weißenpiquöartigen Decken zum Bedecken der Betten, welchenamentlich im sächsischen Voigtlande und Erzgebirgeund überall wo Pique gewebt wird, verfertigt wer-den; ferner die Schlafdecken von Kattun, Seiden-zeug rc. mit Watte von Baumwolle oder Werg odermit Flockseide ausgefüllt und durchnäht, damit dieFüllung sich nicht verschiebt. Die letzteren verfertigtman fast in allen Städten, namentlich in großerMenge in Berlin, desgleichen in Frankreich, wo sieCourtepointes und Contrepointes genanntwerden, und im nördlichen Italien, wo man sie 0o-perte per letto nennt. Aus Deutschland gehenviele nach Italien und der Levante.

Bettfedern, f. Federn.

Bettgigerl nennt man in Oesterreich den Bett-zwillich.'

Bettleinwand wird eine dichtgewebte weiße Lein-wand mit blauen oder rothen Streifen oder Gattern,letztere in der Regel durch Baumwollengarn hervor-gebracht, genannt, die auf dem Lande und in kleinenStädten zu Bettüberzügen verwendet wird. Manverfertigt sie namentlich in der sächsischen Ober-lausitz, bei Bischofswerda, Neustadt bei Siolpen,Schnitz rc., %. und. V* breit in Stücken von 72Ellen. Auch breite starke weiße Leinwand zuBetttüchern und Ueberzügen wird häufig Beltlern-wand genannt. .

Beitlersammet, Velours de gueux, ist angeringer, dauerhafter Bamnwollensammet mit leine-ner Kette und baumwollenem Einschlag, der früherin Frankreich verfertigt wurde. . ,,,

Bettpfosten oder Bettstollen, viereckigeeichene, buchene oder kieferne astfreie Hoher von 3 4