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man auch zuweilen einen unbeschränkten Kredit, dersich rein aus persönliches Zutrauen gründet.
Blanquet, s. Blanket.
Blanquette heißen zwei verschiedene Sortenweißer französischer Weine, die eine aus der Pro-vence, die andere au« der ehemaligen Gascogne.
Blanquette heißt auch eine Art geringer Soda,welche im südlichen Frankreich, besonders in derGegend von Frontignac, gewonnen wird.
Blanquillo, eine Münze in Marokko, s. d.
Blaquets, s. Druckwalzentücher.
Blasenarün, s. Saftgrün.
Blaienharz, s. Fichten harz.
Blasrnftrauch, baumartiger, Ooluteaar-boreseens, ein 10 -16 Fuß Hoher, auch zuweilenbaumartig wachsender Strauch, der in Frankreich,Italien und Süddeutschland einbeiniisch ist und innördlicheren Gegenden oft in Gartenanlagen gezogenwird. Er hat seinen Namen von den röthlichenblafenförmigen Samcnschoten. Die eirunden Fie-derblätter haben eine purgirende Krast und werdendaher auch falsche Sennesblätter genannt(s. SenneSblätter). Der Strauch hat ein dichtes,barte«, gelblichweiße« Hol;, das zu Drechsler - undausgelegten Arbeiten benutzt wird.
Blasinstrumente, s. Instrumente, musi-kalische.
Blaslampen, s. Lampen.
Blattgold oder geschlagenes Gold, Aurumfoliatum, zu ganz dünnen Blättern geschlagenesächtes oder unächte« Gold» Das ächte Blattgoldwird theils aus feinem Cremen), theils aus legirtemGolde von den Goldschlägern durch wiederholtesHämmern und Schlagen zwischen Pergament undGoldschlägerhäutchc» in so dünne Blättchen verwan-delt, daß von der seinsten Sorte 200,000 Stück auf-einander gelegt werden müssen, um die Dicke eine«Zolle« auszumachen. Die Größe der Blätter ist ver-schieden, von 2>/r bis 4 Zoll, zuweilen sind sie qua-dratisch, meist aber etwa« länglich viereckig. Siewerden zwischen die Blätter kleiner Bücher von fei-nem Seidenpapier gelegt, das mit fein gepulvertemBolus eingerieben ist; jedes Büchelchen enthält 25Blätter und 12 Büchelchen heißen ein Buch oderPack. Der Goldschläger versiebt entweder die ein-zelnen Büchelchen oder das ganze Buch außen miteinem Stempel, welcher die Sorte bezeichnet und fürdie Aechtheil Garantie leistet, Man verfertigt davonmehrere Sorten, je nach dem Zwecke zu deni es be-stimnit ist; auch sind die Sorten in den einzelnenFabriken einander nicht überall gleich. E« sind vor-züglich folgende: a) Doppelgold, auch Fabrik-gold genannt, das stärkste, von ganz reinem Gold,besonder« für Goldarbciter zum vergolden im Feuer;i>) Feingold, welches nach der Größe der Blätterwieder in mehrere Sorten zerfällt; c) Draht-ziehergold, ohngefähr von der Feinheit des Duka-tengoldes, wird zuin Vergolden des Silberdrahtesgebraucht, aus welchem die ächten Goldtressen ver-fertigt werden; ä) Franzgold, bleicher von Farbe,zum Vergolden der Buchbinderarbciten; e) süß-halbgeschlagenes; f) Hochhalbgeschlagenes,mit Kupfcrzusatz und von röthlicher Farbe; g) mit-telhalbgeschlagenes, Mit weniger Kupser undblässer von Farbe; h) Zwischgold, auf der einenSeile Gold, auf der andern Silber, für Buchbin-der rc. Es gibt fast in allen großen Städten Gold-schläger, von denen man das Blattgold beziehenkann, namentlich in Wien, Berlin, Dresden, Leipzig,
Frankfurt a. M., München, Augsburg, Nürnberg rc.— Ueber unächteS Blattgold s. Goldschaum.
Blattgrün, Chlorophyll, ist das nicht bloßin den Blättern, sondern auch in andern Pflanzen-theilen vorkommende grüne Pigment, das sich indenselben durch den Einfluß des Lichts entwickelt, inden Pflanzen aber nicht vorkommt, welche völligvom Lichte abgeschlossen werden. Dieses Pigmentist mit Amylüm, Wachs unb andern Protelnstofsenverbunden und bildet daher eine harzartige Materie,die auch Eisen enthält und für die Pflanzen das zusein scheint, was das Blut für die Thiere ist. DieScheidung von den Protelnstoffcn ist ziemlich um-ständlich ; nach Vollendung derselben erhält man dasreine Blattgrün, eine amorphe, dunkelgrüne, nichtkrystallisatiousfähige Masse. Die Lösungen sindsehr schon grün, werden aber durch Sonnenlichtgelblich gefärbt. Mit concentrirtcr Schwefel- oderSalzsäure löst es sich in eine sehr schöne grüne Farbe,durch Salpetersäure gelb auf; doch wird es wegenseiner Unächtheit noch wenig zum Färben benutzt.Werden ini Herbst die Blätter gelb, roth oder braun,so nimmt das in ihnen enthaltene Chlorophyll einegelbe Farbe an, die man Tanthophyll genannthat; dies ist gleichfalls barzartigcr Natur. Auch einrother Farbcstosi Erythrophyll bildet sich imHerbst meist bei den Pflanzen, welche rothe Früchtehabe». Die reine Darstellung dieser Farbestofie istsehr schwierig und bietet nur eine äußerst geringeAusbeute, so daß sie bis jetzt noch für die Technik fastwertblos sind.
Blattsilber, Argsutum koliatum, ächtesSilber, das ebenso wie das Blattgold von den Gold-schlägern zu dünnen Blättchen geschlagen ist und zumVersilbern gebraucht wird; auch ist es ebenso wiedieses in Büchelchen und Buche gelegt, doch kann e«nicht ganz so dünn geschlagen werden, wie das GoldDie Hauptsorten, die man davon hat, sind Schwert-fegersilber, 4 Zoll im Quadrat, ordinairSilber, 6 Zoll, und Kleinsilber 2 Zoll groß.Eine Art starke« Blattsilber, sranz. Argent plaqud,dient zum Belegen des Kupfers, aus welchem danndie silberplattirten Gegenstände verfertigt werden. —Unächtes Blattsilber s. Silberschaum.
Blaubeeren, s. Heidelbeeren.
Blaueisencrde findet sich in der Natur, meist alsUeberzug über alluvialem Thon und Lehm, undkommt in Württeniberg, Thüringen, Schweden,Norwegen und andern Orten vor. Sie bestehtgrößtentheils aus phoSphorsaurem Eisenoxydul undwird als Malerfarbe, sowohl mit Wasser, wie Oel,gebraucht. Die Farbe ist hellblau bis zum Indigo-blau übergehend.
Blaue Farbe, s. Smalte.
Blauer Vitriol oder Kupfervitriol, s.Vitriol.
Blaues Ebenholz, s. Purpurholz.
Blaues Sandelholz, f. Griesholz.
Blaugallussäure, ein chemisches Produkt, ausder Gallussäure durch kohlensaure, alkalische Erde,unter Einwirkung derselben aus Gallussäure erzeugt.Sie liefert blaue Salze, während die wäsicrige Lö-sung roth ist, und hat nur chemisches Interesse.
Blauholz oder Campecheholz, engl. Log-wood, da« zum Färben häusig gebrauchte Stamm-holz des westindischen BlutholzbaumeS,llaematoxylon campcchianum, eines 20—50 Fußhohen Baumes, welcher ursprünglich nur in Mittel-amerika an den Küsten der Baien von Campeche