Bleiasche
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Bleiglattc
n^?^ eT . re ' n u, ?b daher weniger geschätzt. Das spa-nn ch e ist ebenfalls gut, enthält aber etwas Eisen,«upser und Silber. Das französische, von demdas meiste aus den Minen von Poullaouent im De-partement Finisterre kommt, ist weich und biegsamund in Mulden von 100 Pfd. gegossen, welche ausden genannten Werken mit dem Buchstaben P. be-zeichnet sind. Außerdem ist das bedeutendste Werkdei Pontgibaut im Departement Puy de Dome. Diestieisten französischen Bleierze sind sehr silberhaltig,so daß der Werth des darin enthaltenen Silbers oftVz des Bleies beträgt. — Beim Abtreiben desBleies vom Silber wird namentlich am Harz einstark mit Spicßglas und Arsenik versetztes Blei ge-wonnen, welches Abstrichblei genannt wird. Es'st hart und spröde, kann aber zur Schrotsabrikation,Mm Letternguß und zum Festhalten eiserner Klam-mern bei Wasserbauten sehr gut angewendet werden.Ein ähnliches Produkt ist das Hartblei, welchesbesonders Eisen enthält. — Das Harzblei wird vonder Bergfaktorei in Goslar und von den NiederlagenM Osterode, Hannover, Zelle, Lüneburg, Braun-. ichweig, Magdeburg, Hamburg und Bremen bezogen;das Freiberger wird von der dasigen Bcrgprodnkten-Mederlage verkauft; das Villacher bleibt meist inOesterreich, etwas davon geht nach Baiern. —DasBlei wird im metallischen Zustande hauptsächlich zurVerfertigung von Schrott und Flintenkugcln, zuFensterblei, zu Gewichten und überhaupt zu verschie-denen Belastungen und schweren Unterlagen, zurBefestigung von Eisen in Stein, zum Lothen, zurVerfertigung gegossener Figuren rc. und als Zusatzzu verschiedenen gelben Metallcomposttioneu benutzt;ferner in mehr oder weniger dünnen Blechen zuPfannen, Kesseln, Röhren, zu Dachbedeckungen, zuAusfütterungen und Umhüllungen, namentlich desTabaks, des Thees rc. Es oxydirt sehr leicht. Inder Chemie hat man 4 Oxydatiousstuseu angenom-men; ein Suboxyd, die Bleiasche; das Blei-oxyd, welches aus einem Atome Blei und einemAtome Sauerstoff besteht. Dieses zerfällt in Maßi-wt, gelbes Oxyd, Bleiglätte, Bleiglas und Mennige.Das Bleisesquioxyd, enthält auf 2 AtomeBlei, 3 Atome Sauerstoff und bildet ein gelbrothesPulver. Bleifuperoxyd, ein dunkelbraunesPulver, welches auf ein Atom Blei 2 AtomeSauerstoff enthält. Das Blei verbindet sich mitBrom, Chlor, Jod, Schwefel, Phosphor, Natrum,Kalium u. a. und findet auch in der Medizin An-wendung. Obwohl der innere Gebrauch gefährlich'st, so wird es äußerlich mit gutem Erfolge ange-wendet. Es gibt eine große Menge von Bleipräpa-taten, die in den Apotheken vorräthig gehalten wer-ben; z. B Bleiwasser, Goulardsches Wasser, Blei-lalben, Bsieipstastcr, Bleicerate, Bleiöl (Bleizuckerwst Terpentinöl), Bleibalsam rc. Zahlreich undwichtig sind die Benutzungen der verschiedenen Blei-Mde,als: Bleiasche, Bleigelb oderMassikot,Bleiglas, Blei glätte, Mennige, Blei-weiß; ferner zu Bleizucker, Bleiessig und zuverschiedenen anderen Präparaten. (Man sehe darü-ber die besondern Artikel). — Gegen Bleivergiftun-gen dienen ölige Mittel, Abführungen von Rici-nusöl, Bittersalz; Brechmittel von Zinkvitriol,Milch, schwefelhaltige Mittel; bei Bleikolik: Opium,äußerlichen Einreibungen mit Oel u. a.
. söleiafdjc, Cinis Plumbi, etit Bleioxyd,^hentlich Suboxyd in Gestalt eines grauen Pulvers,das sich auf der Oberfläche des Bleies beim Schmel-,
zen an freier Luft bildet und in das sich nach undnach das ganze Blei verwandelt. Es wird zur Töpfer-glasur, zur Bereitung der Emaille und bergt, benutzt.
Bleicherte nennt man am Rhein und an der Aarhellrothe Weine, welche besonders am Niederrheinund in Holland verbraucht werden.
Bleichflüssigkeiten sind verschiedene Präparatezum Bleichen von baumwollenen und leiiienen Ge-weben, von denen die meisten mit Chlor bereitet wer-den. Die vorzüglichsten derselben sind: a) DieBertholletsche, ist reines, mit Chlorinsäure ge-schwängertes Wasser, b) Die Javellesche (Lauüo Javelle), wird aus Kali und Chlorinsänre bereitetund ist nur für Baumwolle brauchbar, v) DieT e n u a n t - D a l t o n s ch e, besteht aus _ Chlorinkalkund oxygenirtem salzsaurem Kalk in Wasser aufgelöst,ä) Die W i l s o n s ch e ist eine Auflösung von Chlo-rinalannerde. e) Die R a m s a y s ch e wird verfertigt,indem Chloringas in eine Mischung von Wasserund Bittererde geleitet wird; sie wirkt vorzüglich gut,aber langsam, f) Die Westrumbsche ist verdünnteSchwefelsäure, g ) Die Thenardsche ist eine Ver-bindung von Sauer- und Wasserstoff, h) Sehrverdünntes Chlorinkali und Chlorin-natron, zum Bleichen bunker Stoffe auf der unte-ren Seite, in Verbindung mit der Luftbleiche ange-wendet. — Die Bleichflüssigkeiten sind in der Regelkein Handelsartikel, sondern werden in den Bleiche-reien selbst verfertigt.
Bleichkalk oder Blenpulver, s. Chlorkalk.
Bleichtücher nennt man eine Sorte grober fläch-sener oder hänfener Leinwand aus Westphalen, halbgebleicht oder ganz roh, in Stücken von 60 brab.Ellen und % Breite, welche als Unterlagen beimBleichen dünner Schleier und des Wachses, sowieauch zu Säcken und Emballage gebraucht werden.Bleidraht, s. Draht.
Bleiessig , Tootum Plumbi, Laturnioderl-itüapgxrsiBleiextract, basisch essig-saures Blei, kleine Krystalle in Form von Blätt-chen bildend, ist eine Auflösung von Bleioxyd inEssigsäure und.wird bereitet, indem man Mennigeoder Bleiglätte in destillirtem Essig, oder letztere inBleizuckerlösung durch Einkoche» oder Digeriren auf-löst. Er wird auch in der Photographie benutzt; inder Medizin wendet man ihn nur äußerlich an. EineUnze davon bildet mit 2 Pfund Wasser das Bleiwas-ser, auch wird daraus das Goulardsche Wasser bereitet
Bleifedern, s. Bleistifte.
Bleigelb, Massikot oder Mastikot, Oxy-dumplumbicum citrinum oder Cerussa ci-trina, wird bereitet, indem man Bleiasche oder me-tallisches Blei anhaltend unter Luftzutritt schwachglüht. Es ist ein schweres, gelbes, geschmackloses,sein gemahlenes und geschlemmtes Pulver, das beimReiben roth wird und in der Malerei und zur Be-reitung der Glätte benutzt wird. Wenn es durchstarkes Rösteii eine röthliche Farbe erhalten hat, wirdes auch Sandix genannt. Man erhält es am bestenaus England und außerdem aus Holland in mehre-ren Feinheitsgraden. ,
Blei , g e r b s a u r e s, Plumbum taum-mm, em-steht durch Fällung einer Lösung von M'MuremBlei durch eine Gerbfäurelösung. ® “ f e ’?graugelbes Pulver, das in Wasser unlöslich ist undäußerlich in der Medizin verwendet wirv.
Bleialätte oder Glätte, U!tbar--xrnm, istein geschmolzenes, balb ^^lastes Bleioxyd , Welcheshauptsächlich beim Abtreiben des Silbers als Sieben-