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Erster Band.
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Btrisuperoxyd

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Blirourts

©orten wird Lindenholz, zu den feineren Ahorn-,Zedernholz, Wachholderbaumholz von einem nord-amerikanischen Baume, Juniperus yirginiana oberanbete feine und weiche Holzarten genommen, undZuweilen werden sie auch schwarz oder braun lackirt;Namentlich die Faber'sche Fabrik verfertigt solche©orten. Auch hat man sie viereckig oder sechseckigund überhauptvon verschiedener Dicke, auch zuweilenanstatt in Holz in Schilfrohr gefaßt. Besondersunterscheidet man sie aber nach der Härte und ver-fertigt jede Sorte gewöhnlich in 3 oder 4 verschiede-nen Härtegraden: weich, mittelhart, ganz hart rc.Unter den aus der Londoner Ausstellung 1862 aus-gestellten Bleististen zeichneten sich die aus der schön-genannten Faber'schen Fabrik vor den übrigen aus.Besonders nahmen die aus sibirischem Graphit, demsogenannten „Graphit-Alibert" angefertigten, wo-von das Gros 9 Thlr. kostet, das Interesse in An-spruch. Dieser Graphit ist feinkörnig, aber derb unddie daraus verfertigten Stifte vereinigen alle dieguten Eigenschaften in sich, welche sonst in den besten©orten feinster Compositionen und in den ächtenenglischen Cumberlandstisten nur getrennt vorkom-men. — Zum Spitzen der Bleistifte dient jetzt einkleines, cylindrisches Instrument, welches an einer©eile ein hobelartiges Messer hat, wodurch beim Um-drehen des Instrumentes die Spitze hervorgebrachtwird.

Bleisuperoxyd , Plumbum superoxydatum , istein geschmackloses, dunkelbraunes, schweres Pulver,das im Wasser und in Salpetersäure unlöslich, inSalzsäure sich löst. Es wird durch Behandeln vonMennig in Salpetersäure dargestellt, zersetzt sich durchSonnenlicht, Schwefel, Weinsäure, Zucker re. zumTheil unter Feuererscheinuug, weshalb man es stattdes Phosphors zu Zündhölzchen re. vorgeschlagen hat.

Bleiverschluß, s. Plombiren.

Bleiweiß, Cerussa, ist kohlensaures Bleioxyd,welches gewöhnlich gewonnen wird, indem man Bleidurch Essigdämpse langsam zerfressen oder in Oxydverwandeln läßt. Es werden zu dem Ende dünnezusammengerollte Bleiplatten in irdene Töpfe ausdarin befindliche Vorspränge gesetzt, so daß siedenEssig, mit welchem die untere Hälfte der Töpfe an-gefüllt wird, nicht berühren; die Töpfe werden dannMit bleiernen Deckeln verschlossen und in Pferdemistoder Gerberlohe vergraben. Läßt man sie so langedarin, bis die Tafeln völlig in Oxyd verwandelt sind,io enthält man das feinste Bleiweiß, Schieferweiß

d.) genannt, welches noch die Form der zerbroche-Nen Bleiplatten hat und daher ganz rein ist. Ge-wöhnlich werden diePlatten jedoch schon früher, nach

-4 Wochen, herausgenommen und das Bleiweißßdgeschabt und gemahlen. In neuerer Zeit hat manledoch eine Maschine erfunden, durch welche das denArbeitern schädliche Berstäuben des Bleiweißes ver-stürben wird, indem die Bleitaseln durch 2 in Was-ier stehende Messingeylinder getrieben werden, welchedas Bleiweiß davon losdrücken und zerreiben. Dasreute Bleiweiß wird mit Gummi - oder StärkewasserM Kuchen und in länglich viereckige Stücken geformt,welche in blaues Papier eingeschlagen und unter demHainen Kremserweiß (s. d.) verkauft werden; diegewöhnlichen Sorten formt man in kleine kegelförmigeHütchen, die ebensalls in blaues oder graues Papiergdschlagen werden, oder man verpackt sie auch un-mittelbar in Fässer. Nach einem neueren Verfahren'Met man einen Strom von Kohlensäure durch Blei-sisig, eine Auflösung von basisch essigsaurem Blei-

oxyd, wobei sich ein sehr weißes, feines Bleiweiß nie-derschlägt, das aber weniger gut deckt, als das aufdie gewöhnliche Art bereitete. — Das in den Handelkommende Bleiweiß ist fast immer mit.geglühtemAlabaster, Kreide, Gips oder mit Schwerspath ge-mischt , und die verschiedenen Sorten werden in derRegel nur durch Die größere oder geringere Quan-tität dieser fremden Beimischungen erzeugt. GutesBleiweiß muß möglichst schwer, ganz weiß und ganzweich und zart zwischen den Fingern anzufühlensein; zugleich muß es ganz trocken sein und sich miteiniger Kraft, aber nicht zu leicht, zerdrücken lassen.Zuweilen gibt man ihm einen kleinen Zusatz vonBerlinerblau oder Beinschwarz und nennt es dannPerlenweiß, oder man gibt ihm durch Grünspaneinen Stich ins Grüne. — Sonst galt das venetiani-sche und das holländische Bleiweiß für das beste; jetztaber liefern die englischen, deutschen und französischenFabriken eben so gute Waare. In Deutschland gibtes namentlich Fabriken in Wien, Klagenfurt undVillach in Oesterreich, in Osterode am Harz, inSchweinfurt, Heilbronn, Eisenach, Dresden u. a. —Man benutzt es außer als Anstrichfarbe mit Firnißauch zur Oelmalerei, zur Verfertigung von Emaille,Flintglas, Pergament, in der Medizin zu Blei-salben re.

Das Pattison'sche Bleiweiß wird aus Blei-glanz verfertigt, der sich an mehreren Orten in Eng-land findet, und dabei sowohl der 'darin enthalteneSchwefel, als das Silber gewonnen. Es ist nichtganz schneeweiß, sondern hat einen etwas bräunlichenSchein, der aber, wenn es mit ein wenig Schwarzoder Blau versetzt werden kann, nicht zu bemerkenist. Dagegen besitzt es eine ausgezeichnete Deckkrast,wird aber wahrscheinlich viel Oel verschlucken.

Bleiwurzel, s. Zahnwurzel.

Bleizinnober, s. Mennige.

Bleizucker, Blei salz oder essigsaures Blei,

Laoüarum Laturni ober Flutnbum aceti-cum, neutrales, essigsaures Bleioxydsalz, welchesbereitet wird, indem man Bleioxyde, wie Mennigeoder Bleiglätte, in Essig auflöst und die Auflösungeindunsten und krystallisiren läßt. Es sind im rei-nen Zustande farblose, vierseitige, mit 2 Flächen zu-gespitzte, nadelförmige Krystalle von süßlichem,metallisch zusammenziehendem Geschmack, die sichleicht in Wasser und Alkohol ausiösen, an der Lustsich nicht leicht verändern und in großer Hitze schmel-zen; wenn sie lange der Luft ausgesetzt sind, ver-wandeln sie sich jedoch nach und nach in ein weißesPulver, weshalb man den Bleizncker in möglichst festverschlossenen Gefäßen aufbewahren muß. Gewöhn-lich ist er jedoch etwas gelblich oder grünlich gefärbt,letzteres durch den in der Bleiglätte enthaltenen klei-nen Antheil von Kupfer. Man bereitet ihn in denmeisten chemischen und auch häufig in den Bleiweiß-fabriken. Besonders in England und Holland wirdviel davon verfertigt und früher bezog man ihn auchin Deutschland meist von den Fabriken dieser Län-der, was aber jetzt selten mehr geschieht, da die deut-schen Fabriken ihn eben so gut liefern. Er wird be-sonders zu Beizen in den Äattunbruckereieu, bei oeFärberei, zur Firnißbereitung, bei der Photographund auch zu äußerlichem Gebrauch >n der 4-cedlz,benutzt. Hierzu wird er durch klmkrystalliftren g -reinigt und als gereinigtes, essigsaures Blei, Plum-bum aceticum depuratum, , .

Blicourts heißt eine Art Serge, die besonders INBeauvais in Frankreich verfertigt wird.