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Erster Band.
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Bahnen

Böhmische Steine

weiß oder roth und weiß gestreifte Leinen bis 7 /iwelche besonders die Gegenden von Rumburg,Achluckenau, Hansbach lt. a. Orte an der sächsischenGrenze, Friedland re. liefern. Beide Arten sind nurgemangelt, in der halben Breite gelegt und rundgebunden.

Böhmische Steine pflegt man im Allgemeinenalle unächten Edelsteine, sowohl geschliffene Berg-krystalle, als auch Glasflüsse zu nennen, weil vonletzteren viele in Bohmen verfertigt werden. (SieheGlasflüsse.)

Böhmische Weine sind mittelgute Tischweine,wwohl weiße als rothe, die meist an der Elbe erbautwerden und im Durchschnitt besser sind als dieMeißner. Der beste ist der aus der Gegend vonMelnik an der Elbe. Sie werden meist im Landelolbst verbraucht.

Bönhase nennt man zuweilen einen nicht auto-risirten Mäkler.

Börse, Börsenhalle, Lloyd, Bourso äsovmmsrss, nennt man das Gebäude oder den Ort,wo sich Kaufleute, Bankiers, Rheder, L-chiffer, Asse-curadeurs, Sensale, Mäkler rc. aus den großenHandelsplätzen zu gewissen Stunden, meist täglich,mit Ausnahme der Sonn- und Festtage, zuweilenaber auch nur an einzelnen Wochentagen, versam-meln, um ihre Geschäfte abzuschließen, sich überHandelsangelegenheiten zu besprechen; auch werdenauf denselben gewöhnlich die öffentlich auszugebendenPreiscourante, Courszettel, Handelsberichte (daherauch Börsenberichte genannt) ausgefertigt. Essind meist große, schöne Gebäude und in dieser Be-ziehung zeichnen sich besonders die Börsen von Lon-don, Paris, Amsterdam, Hamburg, Antwerpen,New-Uork rc. aus. Aber nicht blos das Gebäude,sondern mehr noch die dort stattfindende Versamm-lung führt den Namen Börse. Die BehauptungVieler, die erste Börse sei 1530 in der flandrischenStadt Brügge entstanden, woselbst die Kaufleute indem Hause der Herren Van cler Beurse sich zusam-menfanden, beruht auf einem Irrthum. Die Börsensind viel älter; um mehrere Jahrhunderte früherwerden der Bursas als Versammlungen und Ver-sammlungslokale von Handels-, Geld- und Ge-schäftsleuten gedacht, und man findet auch beinäherer Prüfung der Geschichte des Großhandelsund des Geldwesens die Grundlagen der Börsenm Florenz, Venedig und Mailand. Die bedeuten-den Kosten der Einrichtung und Erhaltung solcherInstitute werden ausschließlich von den Theilneh-mern durch Beiträge oder Eintrittsgelder der Be-suchenden ausgebracht. Die Theilnehmer, welchedas Vertrauen ihrer Genossen zu Vorstehern undAltern beruft, die Börsencommissarien oder?oörsenältesten, vertreten die Korporation nachden Normen und mit den Befugnissen, die ihnendw Börsenordnung oder das Statut einräumt.Die innere Ordnung anlangend, so pflegen die ver-schiedenen Handelszweige, um sich gegenseitig leichtersillszufinden, bestimmte Räume im BörsengebäudeMzunehmen; alle den Verkehr interessirende Gegen-sMude werden dort durch Anschlag oder aus sonstige'wwise zur Lfientlichen Kenntniß der Börseumitglieder»sbracht. Nach geendigter Börsenzeit, d. h. nach?,^^s e.n schlnß begeben sich die angestellten Makler»um Börsenältestcn und theilen ihm die Preise mit,M welchen sie Abschlüsse gemacht haben, woraus der^.siochschnittspreis ermittelt und auf der Börse an-schlagen, häufig auch von den Maklern und Sen-

0- Fort s Unw.-Lexikon.

falen gedruckt ausgegeben wird, woraus die B L r s e n -Courszettel beeidigter Makler entstehen. Nachdem Vorwiegen oder der Handelsweise eines Ortesgibt es besondere Börsen, z. B. Industrie-,Produkten-, Korn-, Stocks-, Effecten-Börsen. Der Handel mit Werthpapieren (Wech-seln, Staatspapieren, Actien rc.) ist der wichtigsteund bedeutendste Theil des Börfengeschäfts und essind zur Sicherung seines soliden Ganges in man-chen Staaten besondere Verordnungen vorhanden,

die aber leider sehr häufig übertreten werden._So

nützlich die Börsen, welche der Handels- und Jndu-striegeist so zahlreich in's Leben rief, in ihrer heutigenvortrefflichen Ausbildung sind, so groß ist das Un-heil, welches die Unredlichkeit der Spekulanten überdas Geschäftsleben bringt, da das Interesse desPublikums von Jenen sehr oft durch die gemeinstenKunstgriffe zu ihrem Vortheil benützt wird, daherauch vielfach gewisse Personen, namentlich Staats-kassenbeamte, der Gefährlichkeit des Börsenspiels inEffecten wegen, von der Befugnis), Staatspapier-handel zu treiben, ausgeschlossen sind. Besondersaber den Mäklern ist von den meisten Gesetzen dasRecht entzogen, für eigene Rechnung in EffectenGeschäfte zu machen. — An der Börse gefehlthaben, bedeutet in Hamburg so viel als: seineZahlungen eingestellt haben.

Börsen, s. Geldbörsen.

Börsenberichte nennt man Mittheilungen überden Stand der Geschäfte eines Handelsplatzes,welche von den Mäklern an gewissen Tagen derWoche auf der Börse ausgefertigt, dann gedrucktund an die Kaufleute vertheilt, auch auswärts ver-sandt werden. Besonders versteht man darunter dieBerichte über das Wechsel-, Staatspapier- undActiengeschäst, die auch oft sogleich den Courszettelnbeigefügt werden. (S. auch Handelsberichte.)

Börsenhalle war früher in Hamburg ein beson-deres öffentliches Lokal, in welchem die Kaufleuteaußer deu Börsenstnnden, auch an Sonn- und Fest-tagen zusammenkamen, ihre Geschäfte besprachennnd abschlössen und das zugleich Kaffeehaus undLesekabinet war. Es verdankte seine Entstehung imJahre 1804 dem außerordentlich beschränkten Raumeder damaligen eigentlichen Börse; jetzt befindet essich mit der neuen Börse in dem nämlichen Gebäude.Es kann nur gegen ein Abonnement nnd von Frem-den gegen Billets, die auf eine bestimmte AnzahlTage ausgestellt sind, benutzt werden. Auch auf vie-len anderen Handelsplätzen gibt es ähnliche Reben-börsen.

Bös, s. Bias.

Bofist, s. Bovist.

Boggy, s. Sunnhanf.

Bohlen, s. Breter.

Bohnen, die bekannten Samenkerne mehrererArten der Pflanzengattung Btmssolus, die sich haupt-sächlich in Lausbohnen, welche sich an Stangenund dergl. emporranken, und in Zwergbohnen,die nur etwa 2 Fuß hoch werden, unterscheiden. Dieersteren tragen meist reichlicher, die letzteren aber sindleichter, auch auf Feldern zu erbauen. Die meistenSorten der Bohnen werden nur erbaut, um unreifmit den grünen Schoten genossen zu werden, unddie Samenkerne daher nur von Gärtnern und Gar-tenbesitzern zum Aussäen gekauft; die kleinen weißenErbsbohnen aber werden reif gegessen und sind daherein nicht unbedeutender Handelsartikel, hesondersauf den Seeplätzen, da sie zur Berproviautirung der

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