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Erster Band.
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Bohnenbaumhol;

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Bolivia .

Schiffe in großen Quantitäten verbraucht werden. !Die meisten werden im nördlichen Deutschland, be-!sonders in Oldenburg, Friesland, sowie in den,Niederlanden, Ost- und Westpreußen rc. gebaut undüber die Ostseeplätze, Amsterdam, Hamburg rc. inden Handel gebracht; auch kommen sie aus Sicilien,dem südlichen Frankreich und Aegypten. Eine ganz jandere Pflanze ist die Saubohne oder Puff-bohne, auch Bohnenwicke genannt (Vicia'faba), deren Kerne sich von den eigentlichen Bohnen 1besonders dadurch unterscheiden, daß sie den Nabelnicht in der Mitte, sondern an dem einen dickeren 1Ende haben. Sie werden besonders in Westphalen ;und Niedersachsen häufig von Menschen genossen,auch als Schiffsproviant benutzt, sonst aber mehr alsViehsutter verwendet, da sie eine sehr grobe, schwer 'verdauliche Speise sind.

Bohnenbaumholz, auch deutsches oderAlpenebenho lz genannt, vom gemeinen;Bohnen- oder Kleebaume, Cytisus laburnum,!der besonders im südlichen Europa 15—20 Fußhoch bäum- oder strauchartig wächst. Es ist gelb,mit schwärzlichen Flecken und Adern, sehr fest unddauerhast und nimmt eine gute Politur an. Planverwendet es zu Gerärhschasten, Flöten, Mefferheften,hölzernen Nageln und eingelegten Tischlerarbeiten;auch das Holz mehrerer anderen Arten des Bohnen-baums wird aus dieselbe Art benutzt.

Bohnenkraut, s. Saturei.

Bohrer, das bekannte eiserne Werkzeug, umLöcher besonders in Holz, aber auch in Metall,Stein, Knochen, Glas rc. zu bohren, welches nachden verschiedenen Zwecken, zu denen es bestimmt ist,sehr verschiedene Einrichtung hat. Die Nagel-bohrer gehen in eine schraubenförmig gewundeneSpitze aus, hinter der die Stange auch vst halb-röhrenförmig und zweischneidig ausgehöhlt. ist.Schneckenboyrer mit kurzem Schraubengewindezum Ausbohren von Holzröhrcn zu Wasserlei-tungen. Hohlbohrer sind nur ausgehöhlt undendigen entweder löffelsörmig oder ebenfalls in einekurze Schraubenspitze. Englische, gewundeneBohrer haben ein kegelförmiges schraubenge-winde; Faßbohrer, mit denen die Zapfenlöcherin Fässer gebohrt werden, eine breite Krone;sie werden an die Brust angestemmt und ver-mittelst des in zwei rechten Winkeln gebogenenMittelstücks gedreht. Sie heißen deshalb auchBrustboh.rer, Trans - oder T r a u b e n -bohrer, und diese Einrichtung wird auch aufschwächere Bohrer angewendet, indem man in demeisernen Gestelle verschiedene Spitzen befestigen kann.Ferner gibt es Drillbohrer, die vermittelst derdarum geschlungenen Schnur eines Bogens gedrehtwerden; Windelbohrer, bei denen die Stangedurch die Mitte eines Querholzes geht, an dessenEnden eine Schnur oder ein dünner Riemen befestigtist, der um den Bohrer gewickelt wird, so daß dieserdurch Aufundabziehen des Querholzes sehr raschumgedreht wird. Dieser und der vorigen Art be-dient man sich besonders zum Bohren in Metall undandere harte Körper. Rabenbohrer sind großeHohlbohrer zum Durchbohren der Radnaben. Außerden genannten hat man noch verschiedene andereSorten, wie Löffelbobrer, Hakenbohrcr u. a.Größere Ausbohrungen in harten Körpern, z. B.der Geschützrohre, werden meist durch Bohr-maschinen bewerkstelligt, zu denen auch die Erd-bohrer zu rechnen sind, deren man sich bei der An-

legung von artesischen Brunnen und um Erdschich-ten unter der Oberfläche zu untersuchen, bedient. —Man bezieht die Bohrer aller Art aus den Eisen-waarenfabriken von Solingen, Remscheid, Altena,Schmalkalden rc.

Bvi, s. B o y.

Boiserie nennt man in Frankreich sowohl dasTäselwerk in Zimmern, als auch die hölzernen Ge-rüche für Landleute, wie Schaufeln, Mulden,Spinnrocken und dergl.

Boisseau, altes französisches Getreidemaß; s.Frankreich.

Bvja, s. Krapp.

Boje oderBoye, Ankerboje nennt man einStück Holz oder Kork, oder auch eine kleine Tonne,die vermittelst eines besonderen Seiles so an denAnker befestigt ist, daß sie immer über demselbenauf dem Wasser schwimmt und daher andeutet, woer liegt.

Bokas, eine Art ostindischer baumwollener Tü-cher, meist blau von Farbe, die früher nach Europakamen.

Bokhara, s. Buchara.

Bolbecs werden die in der Gegend der gleich-namigen Stadt im .französischen Departements derNiederseine verfertigten rohen und gebleichten Leinengenannt.

Bvldus heißt eine Art holländischer Bänder, diebesonders in und um Herzogenbusch verfertigtwerden.

Boletus, Löcherschwamm. — B. cervimis, s.Hirschbrunst. — B. edulis, s. Steinpilz.—B. igniarius, s. Feuerschwamm. — B. Laricis,s. Lerchenschwamm.

Bolivia , Freistaat in Südamerika, nördlich anPeru und Brasilien, östlich an Brasilien und Para-guay, südlich an die Laplatastaaten, westlich an Peruund auf einer Strecke von 60—70 Meilen an denstillen Ozean grenzend; 22,410 Meilen mit2,400,000 Einw. Die Küstenstrecke ist meist eineschmale Sandwüste; bald aber erhebt sie sich steil zudem Andesgebirge mit mehreren Vulkanen, das sichin zwei säst parallelen hohen Gebirgszügen nachNorden zieht, deren östlicher die höchsten, dem Hima-laya nahe kommenden Bergspitzen der Cordillerenin sich begreift. Zwischen beiden liegt ein sehr hoheöThal, das der Desaguadero der Länge nach durchstießt,welcher sich nördlich in den Titicacasee ergießt. Indiesem Thale liegen die meisten Städte und selbst dieHochebene vonTacora im westlichen Gebirge, 16,000Fuß über dem Meere, ist noch bewohnt, doch wirddaselbst kein Getreide mehr gebaut. Das erwähnteHochthal, das sich bis über 13,000 Fuß über deinMeere erhebt, liegt zwischen nackten, schneebedecktenGebirgen, ist aber fruchtbar und gut angebaut undhat Ueberfluß an Kartoffeln und Getreide, Haus-thieren, Lamas rc. Der Titicacasee, in den sichaußer dem Desaguadero noch 30 andere Flüsse undBäche ergießen, liegt in dem schönen Hochthal vonChucuito, und an seiner westlichen Seite befindet sichein rauhes, aber metallreiches Gebirgsland, dasauch Smaragdgruben enthält, aber außer einer AnKartoffeln wenig genießbare Pflanzen erzeugt. Dernordöstliche Theil des Landes ist eine große, reichbewaldete Hochebene, die sich bis zu dem brasilisch^Hochlande hinzieht; weiter gegen Süden sind nie-drigere Ausläufer der Cordilleren und Pampas M>tvielen Seen und Sümpfen. Die bedeutendste^Flüsse haben einen nördlichen Laus, dem Maranhou