Band 
Erster Band.
Seite
165
JPEG-Download
 

Bombai

i65

Bombai

unwett der Küste gelegen, mit einem großen, vortreffli-1 Werthe von 123,234,229 Rupien, Pferde fürMn Hasen, welcher durch die Inseln Kolab a und I 320,500 Rupien, Contanten zum Betrage vonM e ^ e ^bildet wird und indemdieenglisch-ostin- j 95,011,068 Rupien, mithin belief sich die Gesammt-vycheFlotte ihre Hauptstatiou hat. Auf der Südspitze j einfuhr auf 218,565,797 Rupien, Unter den Her-berJnsel Kolaba steht ein 150 Fuß hoher Leuchtthurm. kunftsländern und Plätzen der EinfuhrartikelDie Stadt hat enge, unregelmäßige Straßen, aber nehmen die bedeutendste Stelle ein: Großbri-

blsle schöne Gebäude, Moscheen, Pagoden, christliche 1 ' /OQ '."

Archen je., eine Universität, mehrere Schulanstalten,

Hospitäler (auch für Thiere), Docks, ein Seearsenal,oinen schönen Bazar und namhafte Fabriken, beson-ders von Baumwvllenzengen, Leder, Indigo, Tabak,

Zucker rc. Die Bevölkerung Bombais, welche bis-her auf ca, 600,000 angegeben wurde, soll nach«uem Census von 1862 800,000 bis 1,000,000Seelen betragen. Riesig ist der Aufschwung, welchender Handel dieser emporblühenden Metropole desDstens genommen hat. Bisher galt Bombai alszweiter Handelsplatz Ostindiens, allein im Jahre1861/(32 hat es seine Rivalin, Calentta, weit über-flügelt, Sie ist der wichtigste Stapelort aller Ein-und Ausfuhrartikel Ostindiens. Der Verkehr mitEngland ist in neuerer Zeit durch die Dampfschiffe

tannien (Baumwollen-und Wollenwaaren, roheMetalle, Kriegsvorräthe, Eisenbahnmaterial undMaschinen, Kohlen, Bier, Metallwaaren, Wein undSpirituosen), China (Seide und Seidenwaaren,Zucker, Thee und Gewürze), M a l a b a r und C a -nara (rohe Baumwolle, Früchte und Gewürze),Cutch (rohe Baumwolle und Wolle-, Calentta(Packtuch, Zucker, Getreide, Seide und Seidenzeug),Der Gesammtwerth der Ausfuhr betrug 186l bis1862: 212,999,605 Rupien, Unter den Bestim-mungsländern und Plätzen der wichtigsten Aus-fuhrartikel nehmen eine hervorragende Stelleein: Großbritannien (roheBaumwolle,Shawls,Wolle, Oelsaaten, Elfenbein, Seide, Salpeter, Häuteund Felle, Oele, Hörner), China (Opium undBaumwolle) Malabar und Canara (Baumwol-

fahrt durch das rothe Meer sehr gefördert worden ; lenwaaren, rohe und bearb, Metalle, Getreide, Salz,und wird durch die über die Meerenge von Suez Packtuch, Wollenwaaren, Saaten, Gewürze, Zucker,erbaute Eisenbahn, zu welcher am 1. Oktober 185(0 Cutch (Baumw,-Waaren, Zucker, Seide, Metalle,der erste Spatenstich geschah und die jetzt über^Cal- Getreide, Früchte, Farbestoffe,) Der persische Golf

cutta bis Benares geht, so wie durch die 245 Meilenlange Bahn von Bombai nordwärts längs der Küsteüber Surate nach Baroda, noch weit mehr belebt.Der Schifffahrtsverkehr des Hafens vonBombai ist im Jahre 1862 geringer gewesen, alsin früheren Jahren, sowohl der Zahl der Schiffe,als dem Tonnengehalt nach. Es liefen 1862 imHafen ein nur 7365 Schiffe mit 761,380 Tonnengegen 8007 Schiffe mit 770,067 Tonnen im Vor-jahre, und es verließen den Hafen 1862 : 5984Schiffe mit 679,232 Tonnen gegen 6035 Schiffe mit710,042 Tonnen im Jahre 1861. Im einwärti-gen, wie im auswärtigen Schifssahrtsverkehr präva-lirt natürlich bei Weitem die englische Flagge,Unter deutschen Flaggen liefen in jenein Zeitraumenur 5 Schisse mit 3211 Tonnen ein und 6 Schiffemit 3669 Tonnen aus. Im Jahre 1861 — 1862wurden in Bombai eingeführt: Waaren im

(Baumw.-Waaren, Zucker, Thee, Getreide, Metalle,Shawls, Farbestoffe). Der arabische Golf(Baumw.-Waaren, Zucker, Tabak, Gewürze, Metalle,Seidenwaaren, rohe Baumwolle, Getreide), Aden(Baumw.-Waaren, Tabak, Seide, Getreide, Zucker,Scidenzeug), Frankreich (Oel-Saaten, Kaffee,Shawls), Penang, Singapore und Str. v.M a l a c c a (Baumw.-Waaren, Opium,) K ü st e v o nAfrika (Baumw.-Waaren, rohe Metalle, Ge-treide, Glasperlen, Metallwaaren), Suez (Edel-steine, Shawls, Seide), Nordamerika (Oelsaaten,Rohbaumwolle und Wolle), Siam (Baumw.-Waaren), Mauritius (Getreide, Oel, Provisi-onen), GenuairoheBaumwolle) und Norwegen(rohe Baumwolle, Salpeter.) Eine vergleichendeUebersicht der im auswärtigen Handel Bombaisüberhaupt umgesetzten Waarenwerthe ergibt für dieJahre 1856/57 bis 1860/61 folgende Resultate:

Einfuhr

1856— 57 . 144,846,391 Rp.

1857— 58 . 163,160,036 „

1858— 59 . 183,815,410 „

1859— 60 ..198,749,906 „

1860— 61 . 186,263,013 „

Aus- und Wiedereinfuhr125,793,939 Rp.146,753,599 „159,508,825 „155,154,526 „194,880,399 „

876,834,756 Rp.

Durchschnittlicher Werth eines Jahres

Werth in 1861—62 .

Mithin Zunahme in 1861—62 . .

175,362,95t Rp.

218,565,797 „

782,091,288 Rp.

43,202,846 Rp.

156,418,257 Rp.

212,999,605 „

56,581,348 Rp.

, Die Menge der im Jahre 1861—62 in BombaiAngeführten Baumwolle beträgt 289,846,963 Pfd.;ber Werth derselben, berechnet zu 165 Rp. per CandyM 784Pfd., stellt sich auf 61,101,890 Rupien; im

vorausgegangenen Jahre wurden 345,927,971 Pfd.Baumwolle im Werthe von 47,474,323 Rupien im-portirt. Die in 1860—61 und 1861—62 ausge-führten Quantitäten waren:

1860-61.

1861—62.

Menge

Pfd.

nach Großbritannien 278,868,126„ China . . . 66,144,785

„ anderen Plätzen 10,380,983überhaupt .

Werth

Rp.

53,523,208

14,438,732

1,829,704

Menge

Pfd.

320,728,628

17,842,475

4,656,490

355,393,894 69,791,644 343,227,593

Rechnungs - und Münzverhältnisse s. O st indien.

WerthRp.

87,659,045

4,099,071

88,332

~9l/846,448