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Erster Band.
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166
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Bombai

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Bombast»

Wechselcourse. Man notirt hier:

aus London.in Schill. und Pence Sterl sür 1 Compagnie-

Rupie.

„ Calcutta und Madras.in Procenten Ausgeld oder Verlust, je nach der

Länge der Sicht.

„ China (Kanton).in Compagnie-Rupien sür 100 Doll.

Alle Wechsel auf fremde Plätze werden auf eine ge-wisse Zeit nach Sicht lauf London 1—6 Monate,aus Ostindien 30 und 60 Tage, auf China 60 Tage)

für englische Sovereigns.

„ „ Banknoten.

„ spanische Dollars.

„ deutsche Kronen, d. i. Conv. Thaler ....

Der Preis für chinesisches Siceesilber wird für100 Tvlas oder Taels, der für Goldstaub und Bar-rengold sür ein Tola angegeben. Auch enthält derhiesige Courszettel die Course der verschiedenenenglisch - vstindischen Staatspapiere, der Actien derostindischen Banken und Handelsgesellschaften.

Banken und Handelsanstalten. Die imJahre 1839 errichtete Bank besitzt ein Grundkapitalvon 5,225,000 Rupien in Actien von 1000 Rupien,auf welche der Gewinn nach Abzug eines Antheilszum Reservefonds, halbjährlich, anfangs Januarund Juli als Dividende vertheilt wird. Sie be-schäftigt sich mit Discont -, Wechsel-, Vorschuß- undCommissionsgeschäften; auch gibt sie Noten aus undnimmt unverzinsliche Depositen an. Für die Bank-geschäfte , welche sie vollzieh:, berechnet sie ihren Ge-schäftsfreunden keine Provision. Außerdem bestehtseit 1840 hier die Bank des westlichen Ostindiens(Bank of Western-India), welche die nämlichen Ge-schäfte betreibt, wie die vorstehende, auch Noten aus-gibt und auf Auszahlungen für Rechnung ihrer Ge-schäftsfreunde V2 7o Provision berechnet, dagegen dieihr übergebenen Gewdepositen verzinst. Ferner ha-ben die Commercialbank von Calcutta, die Bankenvon Agra und Madras und die Londoner orienta-lische Bank k. hier Commanditen. Unter den ver-schiedenen hiesigen Banketablissements befindet sichauch das Comptoir d’Eseompte de Paris und dieBank ok Hindostan, welche erst im Januar 1863ihren Betrieb erösincten. Sonstige Handelsanstaltensind: die Bombai-Dampfschifsfahrtsgesellschaft, dieEisenbahngesellschast, mehrere See-, Feuer- undLebensversicherungsgesellschaften, die Kolaba-Land-gesellschaft rc.; ferner eine Handelskammer und einHandelsgericht.

Platzgebräuche. Die Waarenverkäufe ge-schehen gewöhnlich aus 2 Monate Zeit oder mit172% Diöconto für baare Zahlung. Commissionbei Ein- und Verkäufen von Opium und Edelstei-nen 21/2 °/ 0 , ferner 1% für den Einzug von Erträ-gen solcher Verkäufe, von allen übrigen Waaren 5%,bei Retouren aber gegen schon mit 5% Commissionbelastete Waaren nur 2 1 / 2 °j 0 . Delcredere 272 %■

Matze und Gewichte. Die hier gebräuchlichenMaße und Gewichte sind folgende: Längenmaß.1 Hath, Covid oder Cubit = 16 Tussoos, — 0, i57Nieter. 1 Guz — 17s Haths oder 24 Tussoos, —0,680 Meter. Auch der englische Yard ---- 2 Haths,ist im Gebrauch. Baumwollene, leinene u. a. Ge-webe werden nach dem Corge von 20 Stück verkauft.— Getreid ematz. 1 Canry —8Parahs a16Pai-lies oder Adowlies ä, 4 Seers ä 2 Tipprees, = 162, 56 ,Kilogrammen, = 325,„5 deutsche Zollpfund =290,2g, Wiener Psund. Im Großhandel werden auch

oder auf Sicht gestellt. Bon fremden Geldsorteuwerden hier Course notirt:

a 11—1174 Comp. Rup. pr. Stück,a 117»—1172 Comp. Rup. Pr. £.ä 220-224 Comp. Rup. pr. 100 Stück,ä 212—215 Comp. Rup. sür 100 Stück.

zuweilen 17Pailies auf denParah gegeben. — Ge-treidemaß. 1 Murrah Reis — 4 Candys oder25 Parahs a 20 Adowlies ä 77 2 Seers ä 2 Tip-prees ; 1 Murrah — 381, 788 Kilogr., 1 Candy —97,947 Kilogr., und der Rauminhalt desselben ist ohn-gefähr 25 alte englische Winchesterbushels oder 881Liter. Auch wird der Reis oft nach dem Sack von6 Maunds, ----- 76,2 Kilogr. verkauft. Salz wirdnach dem Rash a 16 Annas ä 100 Parahs oderKörbe a BP/2 Adowlies verkauft; der Rash wieg!

40 engl. Tons und ist = 421, 48 Hektoliter, der Pa- 11:0(1 also 26, 3 42 g Liter. — Fliissigkeitsmatz sürinländischen Arack und andere Spirituosen ist derMaund k 50Seers, — 34, 707 Kilogr.; sonst ist jedochgewöhnlich das alte englische Weingallon im Gebrauch.

— Handelsgewicht. 1 Candy = 20 Maundsa 40 Seers ä 30 Pice ä 72 Tanks; 1 Maund= 12, 7() or, Kilogr., = 25,40 deutsche Zollpsund —22,079 Wiener Pfund; 1 engl. Centner ----- 4 Bombai-Maunds. Der hiesige Candy — V/i bengalischeFaktorei-Maunds, ----- 22% Madras - Maunds, --- j15 Surate-Maunds. Uebrigens sind hier auch nochviele andere Maunds zu 407s, 41, 437» und 44Seers, sowie auch der erwähnte bengal. Faktorei-Maund in Gebrauch und zuweilen bedient man sichauch des englischen Handelsgewichts. Perlengewicht

ist eigentlich der Tank a 24 Ruttees oder 330Tuckas,

— 4,0055 Grammen; der Ruttee wird auch in 4'Quarter ä 4 Annas getheilt. Der. Verkauf der Per-len geschieht jedoch nach einem eingebildeten Gewicht,das zugleich mit der Größe derselben im Verhältnißsteht und Chow genannt wird; dieser wird in 4Quarter a 25 Docras ä 16 Buddams getheilt unv330 Chows sind 1 Nominal-Tank. Um nun denWerth einer Partie Perlen zu berechnen, multiplicirtman ihr in wirklichen Tanks ausgedrücktes Gewichtmit sich selbst und dann mit 330, das Produkt divi-dirt man durch die Anzahl der Perlen und erhältdadurch die Anzahl der Chows , welche zu bezahlensind, indem der Preis sich immer für 1 Chow odersür (eine seiner Unterabtheilungen versteht. Es istalso natürlich, daß, je größer die Perlen find, destomehr Chows das nämliche wirkliche Gewicht beträgtund umgekehrt, und daß also bei gleichem Gewicht !für den Chow große Perlen dennoch theurer stud alskleine. Gold und Silber wird nach der Tola ä 40Walls oder 100 Goonze ä 6 Chows gewogen; dieTola wiegt so viel als eine ehemalige Bvmbairnpie,

— 11,59g Grammen, 24 Tolas — 1 Seer. , ;

Bombast», Bombazeen, Bombazet oder

Bo me sine war ursprünglich ein ungeköperterseidener Zeug zu Unterfuttern, der in Oberitalienversertigt wurde; später aber begriff man unter die-sen Namen eine Gattung verschiedenartiger mit