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Erster Band.
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Bornim

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Borax

SBoHe gemischter oder auch ganz wollener, theilsglatter ,^ theils gemusterter Zeuge, die zu Unterfutterlur Männerröcke und auch zu Frauenkleidern, be-nutzt wurden. Sie wurden in England, Frankreich,den Niederlanden und in mehreren GegendenDeutschlands verfertigt, sind aber jetzt durch andereähnliche Zeuge verdrängt. In Augsburg, Kempten,Memmingen rc. wurde auch ein Zeug aus Leinen-und Baumwollengarn, theils weiß gebleicht, theilsblau und weiß gedruckt, verfertigt, den man Bome-sine und Bombasin nannte; er ging besondersnach Italien, wo der Augsburger auch Oottoniä' LuAnsta genannt wurde. In Frankreich verstehtMan unter Bombasin einen geköperten Stoff mitKette von Organsinseide und Einschuß von weichemKammgarn, und auch einen feinen barchentartigenBaumwvllenzeug; unter Bombazet einen glatten,ziemlich locker gewebten Zeug von hartem, grobemenglischen Kammgarn.

Bombax, s. Wollbanm.

Bommes , ein weißer Bordeauxwein, aus derUmgegend der gleichnamigen Ortschaft im Departe-ment der Gironde, der zur 1. und 2. Klasse gerech-net wird.

Bon wird in Frankreich und zuweilen auch inDeutschland ein Schuldschein oder eine Anweisunggenannt, auf welche eine Zahlung für gelieferte Ge-genstände und dergl. gefordert werden kann. Bernsroyaux, hieß man früher in Belgien von der Regie-rung ausgegebene Schatzkammerscheine; Bons dutresor werden letztere jetzt in Frankreich und Belgiengeheißen. Bons h yue, Scheine auf Sicht.

Bonbonniere ein zierliches Behältniß zu Bon-bons in Dosen - oder anderer Form, meist von Pa-piermache oder Pappe, mit Vergoldung, Malerei,Folie und dergl. verziert, zuweilen jedoch auch vonMetall. Die ersteren werden in den Cartonnage-fabriken verfertigt, am schönsten in Paris, von'wosie auch oft mit feinen Confitüren gesüllt in den Han-del kommen.

Bonbons nennt man die viereckigen Zucker-plätzchen (s. d.s, sowie auch überhaupt alles Zucker-werk in kleinen Stücken und in den verschiedenstenSorten.

Bond heißt in England der Zollvorschuß, inbong also s. v. a. im Entrepot.

Bvnderfaar heißt in Jütland eine Art Schafe,die besonders im nordöstlichen Theile des Landesleben und eine gute Wolle geben.

Bondtwerk wird in den Niederlanden dasRauch - oder Pelzwerk genannt.

. Bonifikation heißt die Vergütung oder Ent-schädigung. Bonisiciren, vergüten, ersetzen,entschädigen.

Bonis cediren, s. Bankrott.

Bonns Isinins, eine früher gebräuchliche Artsranzösischer Tastet ohne Glanz und Appretur.

Bonns!» ds Turquie, s. Fez.

Bonnetterie nennt man in Frankreich alle ge-wirkten und gestrickten Bekleidungsgegenstände,Strümpfe, Handschuhe, Mützen, Jacken rc., von^«de, Wolle, Baumwolle und Leinen.

Bvnnettes, s. Segelleincn.

Bononisch s. v. a. Bologneser (Flor,^eide re.s, s. d.

Bononische Würste, s. Cervelatwürste.

^ Bontancs, weiß und roth gestreifte baumwolleneZeuge für den Handel nach der afrikanischen Küste,in Frankreich und England verfertigt werden.

Bonten, s. Matrosenleinen.

Bonts nn rooto Streep, eine Art streifigerBettleinen, die in Ostfriesland verfertigt werden undbesonders nach Amerika und Westindien gehen.

Bonns heißt in England s. v. a. Dividende, undim Stocksgeschäft die Prämie oder Coursdifferenz,welche einem Verkäufer auf Omnium (s. d.) ver-gütet wird.

Bookjes, s. Buchleinen.

Booklinons, s. Linon.

Books oder Buckmusseline sind englische feineBaumwollenzeuge, aus festgedrehtem Garne dichtgewebt und stark appretirt, aber demohngeachtetelastisch, eine Nachahmung der französischen flächsenenLinons. Sie sind in Stücken von 10 Uards Längeund °/j Breite von verschiedener Feinheit.

Boomside, s. Baumseide.

Boot (sranz. Bateau, engl. Boat), Kahn, wirdim Allgemeinen ein kleines, offenes Fahrzeug ge-nannt, welches hauptsächlich dazu.bestimmt ist,Mannschaft und Ladung an's Land zu bringen, wenndas Ankern unmöglich ist; bei Unglücksfällen aberwerden diese Fahrzeuge zur Aufnahme und Rettungder Schiffsmannschaft verwendet. Kriegsschiffe füh-ren oft vier solcher Boote mit sich; Kauffahrteischiffein der Regel zwei: die Schaluppe und das Schifss-boot oder große Boot.

Bootsmasten sind Tanneuholzstämme zu Mastenfür Böte und andere kleine Fahrzeuge. Beim Holz-handel in den Ostseehäfen theilt man sie iu einfache(enkelte) und doppelte; erstere sind 06—40, letztere48—50 Fuß lang.

Bor wird ein Element genannt, das nicht zu denMetallen gehört und mit Sauerstoff verbunden alsBorsäure'(s. d.) vorkommt. — Es geht mit demAluminium zwei merkwürdige Verbindungen ein.Wenn man Borsäure mit Aluminium stark erhitzt,so entstehen farblose Krystalle, die an Härte den Dia-mant noch übertreffen, dasselbe Lichtbrechungsver-mögen besitzen, eben so durchsichtig sind und alsB o r d i a m a n t e n in den Handel kommen. Behan-delt man das Boraluminium mit Salzsäure, so ent-steht eine schwarze glänzende Masse, die man vomGraphit kaum unterscheiden kann. Mit Kali endlichgibt das Bor ein schmutzig grünes Pulver, das beiErhitzung und Zutritt von Luft wieder in Borsäuresich umwandelt.

Boraals, s. Brawls.

Borago officinalis, s. Boretsch.

Borax, Natrum "boracicum, borsaures Na-tron, im rohen Zustande auch Tinkal, Pounxaoder C h r y s o c o l l genannt, ist ein in der Natur vor-kommendes, aus Natron, Boraxsäure und Wafferbestehendes Salz, das sich in Thibet, Persien, Japan,China, Südamerika und auch im südlichen Europa,namentlich in Toscana findet. Der Thibetauijchewird besonders in großer Quantität aus einem^lbTagereisen nördlich von Tischulumbu gelegenen Seegewonnen, welcher deshalb Tinkalsee heißt undauf dessen Grunde er sich in Krystallen .bildet. Essind undurchsichtige, zusammengedrückte6ecklgePrlS-meu von qrauqrünlicher oder schmuziggelber Aarve,ziemlich weich und wenig spröde, mit einer uuAehang-ten fettigen oder' wachsartigen Substanz , auch mitMergel vermengt. Der chinesische k°mmt n weißenoder weißqrauen Erdklumpen m Elephantenhauteingenäht. In Toscana quillt er m den sogenann-ten Boraxlagunen unweit des vulkanischell MonteCerboli mit heißem Wasser unter starker Bewegung