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Erster Band.
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Brins

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Brody

jucljt ganz gleich und jedes verlangt daher ein beson-ters geschliffenes Glas. — Die Brillengläser werdenvon den Optikern in Nürnberg, Augsburg, Wien,Berlin, Leipzig, Paris, London rc. verfertigt; siemuffen von ganz reinem, farblosen Glase, ohneWolken, Streifen, Blasen rc., sowie auch sorgfältiggeschliffen und gut polirt sein, und die Erhabenheitoder Höhlung derselben muß den vollkommenen Ab-schnitt einer Kugel bilden. — Die Nummern, welchegewöhnlich am Rande der Gläser eingeschliffen sind,bedeuten entweder die Anzahl Zolle, welche dieseKugel im Durchmesser hat, oder auch die Brenn-weite des Glases; in beiden Fällen ist es um so fla-cher , je höher die Nummer ist. Die Brillengestellewerden von den Fabriken verfertigt, welche Arbeitenvon den betreffenden Stoffen liefern, und fertigeBrillen kauft man von den Mechanikern in den gro-ßen Städten.

Brins nennt man in Frankreich eine Gattungroher fester Hanfleinen, welche besonders in der Um-gegend von Dinan im Departement Jlle und Vi-laine in verschiedenen Sorten gewebt werden.

Brinser Käse oder Brinse sind weiche fetteKäse von gelber Farbe, welche in der Gegend vonBrins unweit Neusohl in Ungarn verfertigt und alseine Delikatesse, meist in zierlich bemalten, auch ver-goldeten oder versilberten kleinen Tönnchen versandtwerden.

Brion, Hautbrion, ein sehr guter rotherBordeauxwein von schöner, lebhafter Farbe, vor-trefflichem Bouqnet, viel Flüchtigkeit und Feuer.

Briquet nennt man in Frankreich den in ganzdünne Rollen gesponnenen Kautaback.

Bristol, an den Flüssen Avon und Farne in derGrafschaft Sommerset, l 1 / 2 Stunden vom Meer-busen Severn, eine der wichtigsten Handels- undFabrikstädte Englands, mit 155,000 Einw. DerAvon bildet einen Hasen, in den große Seeschiffeeinlaufen können, und mit dem Innern des Landes,mit den Hafenorten des Canals und der Nordseesteht die Stadt durch mehrere, nach Süden, Nordenund Osten führende Eisenbahnen in Verbindung.Sie hat bedeutende Fabriken von Zucker, Taback,Messing, Zinnwaaren, Fayence, Leder, Seife, Far-ben, Wollen- und Seidenwaaren rc., große Braue-reien und besonders zahlreiche Glashütten in derUmgegend. Der Ausfuhrhandel mit den eigenenErzeugnissen und mit denen anderer englischer Fa-briken, sowie auch mit Einfuhrartikeln ist bedeutend,obgleich er durch die Ueberlegenheit Liverpools inNeuerer Zeit beeinträchtigt worden ist. Besondersgeht viel Porter und Ale in den hier gefertigten Fla-schen nach Nordamerika und Westindien, und eingroßer Theil Irlands und des westlichen Englandswird von den hiesigen Fabriken mit Zucker versorgt.Die Stadt hat gegen 400 eigene Schiffe und es lau-sen jährlich ohngefähr 800 Schiffe in den hiesigenHafen ein und aus. Sie hat ferner eine Börse,Docks, mehrere Privatbanken und ein Filial derBank von England, große Kaufhäuser und Maga-zine und andere bedeutende öffentliche Gebäude,sowie viele Lehr- und Wohlthätigkeitsanstalten.Zwischen Bristol und Clifton am Avon befinden fichMehrere stark besuchte warme Mineralbäder. Bristolsist trefflich für den Handel geeignet. Sie"sachte die Stadt vor Zeiten zum.Hauptstapelplatz"üer Produkte und Waaren aus Wales und Irland,Und verschaffte ihr im westindischen Handel solcheBortheile, daß sie in diesem selbst mit der Hauptstadt

weiteifern konnte. Die Nähe der Kohlengruben be-günstigte die Anlegung und Unterhaltung jenergroßen Fabriken, in denen die rohen Produkte,welche Wales liefert, Blei, Eisen, Kupfer und Zinnzu billigen Preisen verarbeitet werden konnten, unddarauf ist wohl noch jetzt ganz vorzüglich der Wohl-stand der Stadt gegründet.

Rechnung, Münzen, Maße und Gewichtes. Großbritannien.

Bristolsteine oder Bristoldiamanten nenntman durchsichtige Bergkrystalle, theils farblos, theilsgelblich oder röthlich, welche in den Bergen bei Bri-stol gefunden und daselbst geschliffen werden.

Britanniametall, auch Argentin und in Eng-land Pewter genannt, eine weißeMetallcompositionvon silberähnlicher Farbe, deren HauptbestandtheilZinn ist und die außerdem noch Zink, Kupfer, Spieß-glanz, auch zuweilen Blei und Wismuth enthält. Eswird zu verschiedenen Gerüchen, namentlich zu Thee-kannen, Milchtöpfen, Löffeln, Gabeln u. dgl., undda es nicht leicht oxydirt, auch zu Badewannen, Gas-messern und ähnlichen der Nässe ausgesetzten Gegen-ständen verarbeitet.

Britannias sind dichtgewebte, gebleichte lausitzerund schlestsche Leinen in Stücken von 12 Ellen Längeund V-t Ellen Breite, welche steif appretirt und inBuchform gelegt find.

Britanniner, s. Bretagner.

Brixnergrün ist eine dem Braunschweigergrünähnliche, aus Kupferoxyd bestehende Farbe, die aberwenig gangbar ist.

Broad-Cloths heißt eine Gattung seine englischeTücher, die besonders in und um Bradford in derGrafschaft Wiltshire, in Stücken von 26—29 IardsLänge und 6 /i— 7 A Iards Breite verfertigt werden.

Broc, ein früheres Flüssigkeitsmaß im Schwei-zerkanton Waadt.

Broch nennt man in Ungarn den Krapp, beson-ders aus dem Banat.

Braches, s. Pfropfen.

Brechet, ehemaliges Flüsflgkeitsmaß im Schwei-zerkanton Neufchatel.

Brockenperlen werden zuweilen die unregelmäßiggeformten, eckigen Perlen genannt.

Brockenstahl, ein guter harter Stahl, der auskleinen Stücken oder Brocken besteht.

Brocoli, eine Art Blumenkohl, der aus Italienstammt.

Brod, die runde Form, in welche verschiedene, ge-läuterte Artikel, z. B. Melis, Borax, Kampher ge-bracht werden.

Broderien, f. v. a. Stickereien, s. d.

Brodwasser, ein starker weißer Wein aus derGegend von Stetteu im Remsthale in Württemberg,von der Farbe des weißen Brodes.

Brody, Stadt im Kreise Zloczow des KönigreichsGalizien, unweit der russische» Grenze, mit 22,000Einwohnern, darunter 18,000 Juden. Sie liegt, ob-gleich auf österreichischem Gebiet, doch außerhalb derZolllinie und es wurden daher früher von hierausbedeutende Schmuggelgeschäfte gemacht, die aber tnder neuern Zeit in Folge der Aufhebung des Prohi-bitivsystems Seitens Rußlands fast "pfgehört habemIndessen findet nochimnier ein lebhafter Verkehrmltjenem Lande, so wie auch mit der Moldau und Wal-lackei, mit Wien, Breslau, Leipzig, H-mbu^^undManchester statt. Die wichtigste» Artikel des Expor-tes sind Manufaktur-, Colomal- und Onmcaillene-waaren, Sensen und Maschinen; die wichtigsten