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Erster Band.
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Bromberg

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Groschirte Zeuge

ist an vielen Orten Handelsartikel, wird in Essigeingemacht und zu manchen Speisen benutzt.

Bromberg in der preußischen Provinz Posen,Hauptstadt des gleichnamigen Regierungsbezirks, ander Brase und am Anfange des bromberger oderNetzekanals, durch die große preußische Ostbahn mitKönigsberg, Elbing, Stettin, Danzig, Berlin, Po-sen, Breslau rc., ferner durch die Warschau-Brom-berger Eisenbahn (nach Lowicz) mitWarschau, Krakauund Oesterreich in Verbindung, hat 15,000 Einw.,bedeutenden Handel mit Getreide, Wein, Wolle,Leder rc., Flußschifffahrt und Dampfschifffahrt nachDanzig und Warschau, Tabaks-, Cigarren-, Oel-Essig- und Seifenfabriken, Branntwein- und Kalk-brennerei, Eisengießereien und Maschinenbauwerk-stätten in der Colonie Wilczack und an der BerlinerStraße und ein großartiges Dampfmühlenetablisse-ment der königlichen Seehandlungs - Societät inBerlin, welches Mehl bis nach Amerika versendet.

Rechnung, Münzen, Maße und Gewichtes. Preußen.

Bromeisen, s. Eisen, bromsaures.

Bromjod, s. Jodbromür und Jodbromid.

Bromkalium, s. Kali, hydrobromsaures.

Bromkalk, Calcaria bromata, wird bereitet durchMischung von gelöschtem Kalk und Brom. Durchdas Zufammenreiben entsteht ein zinnoberrothesPulver, das in der Medizin und Photographie ver-wendet wird.

Brommagnesia, s. Magnesia, bromwas-serstoffsaure.

Äromnatrium, s. Natron.

Bromoform ist ein Präparat, welches ganzähnlich wie das Chloroform dargestellt wird; durchDestillation von Bromkalk mit Aceton oder Alkoholgewinnt man eine ölartige, Wasserhelle Flüssigkeitvon 2,,3 specif. Gewicht, die äußerst angenehm undgewürzhaft riecht und süßlich schmeckt. Sie istweniger flüchtig als das Chloroform, bedarf einersehr umständlichen Reinigung durch Schütteln mitVitriolöl und Chlorcalcium. Man verwendet dasBromoform in der Medizin, auch bei der Photo-graphie.

Bromqueckstlber , s. Quecksilberbromidund Quecksilberbromür.

Bromsäure, Acidum bromicum, ist die Verbin-dung des Sauerstoffs <5 Atome) nud des Broms(1 Atom), eine Wasserhelle, Weinsäure Flüssigkeit, diebis zur Sirupskonsistenz eingedickt werden kann.Mit Basen stellt sie bromsaure Salze dar. Mit demWasserstoff verbunden gibt das Brom die Brom-w ass erstoffsäure, Acidum hydrobromicum, eineVerbindung, die schwer herzustellen ist. Sie ist einfarbloses, nach Salzsäure riechendes Gas, das an derLuft raucht, sehr sauer schmeckt und mit Metalloxydendie Brommetalle bildet. Mit Wasser verbindet essich zu der wässerigen Hydrobromsäure, einerfarblosen, sehr sauren, rauchenden Flüssigkeit.

Bromsia heißt eine Gattung seine levantischeSeide, die häufig nach Frankreich kommt.Bromspiroyl, s. Spiräaöl.

Brvmwasserstoffätster, Athylbromür, ausBrom, Alkohol und Bromphosphor durch Destilla-tion bereitet, ist eine wasferhelle, durchdringend nachAether riechende und schmeckende, sehr flüchtige Flüs-sigkeit, deren fpec. Gewicht I. ist.

Bromzink, s. Zink, bromwasserstoff-saures.

Bronze, eine schon in den ältesten Zeiten bekannte

Metallmischung von Kupfer und Zinn mit Zusatzvon Zink und zuweilen auch von etwas Blei, in sehrverschiedenen Verhältnissen, die zu mannichfaltigenArbeiten verwendet wird. Die Beimischung vonZinn zum Kupfer macht dieses härter und spröderund gibt eine hellere, mehr gelbe Farbe, nnd dieComposition erhält diese Eigenschaften in um so hö-herem Grade, je mehr Zinn zugesetzt wird. Diedaraus gefertigten gegossenen Gegenstände bestehenhauptsächlich in Statnen, Büsten, Figuren, Verzie-rungen, Kronleuchtern, Uhrgehäusen, allerhand Ge-räthen, Schmucksachen, von denen die meisten imFeuer vergoldet werden. Statuen und dergleichenGegenstände erhalten häufig eine schwarzgrüneFarbe, das sogenannte antike Grün (patinaanti-qua). Die meisten und schönsten Bronzewaarenwerden in Frankreich und daselbst fast ausschließlichin Paris verfertigt, wo die Fabrikation derselbenviele tausend Menschen beschäftigt und der Werth derjährlich erzeugten Waaren sich aus 25 — 30 Will.Franken belänft, wovon nur ohngefähr y s auf denWerth des Rohstoffs kommen. In neuerer Zeitwerden jedoch auch in mehreren deutschen Städtenviele und schöne Artikel dieser Art verfertigt, na-mentlich in Wien, Frankfurt a. M., Hannover,Hamburg, Leipzig rc., und besonders die Wiener-Fabriken stehen den Pariser nicht nach; auch inMoskau befindet sich eine Fabrik (Krummbiegel),welche Ausgezeichnetes liefert. Zu billigen Artikelnwird die Vergoldung auch durch Sieden in gewissenSäuren, Auftragen eines Goldfirnisses, Poliren rc.nachgeahmt. In Wien, Stuttgart, Schwäbisch-Gmünd, Pforzheim, Hanau rc. werden viel kalt ver-goldete Schmuck- und Gebrauchsgegenstände ver-fertigt. — Jrrthümlich nennt man auch die hölzernen,mit unächtem Blattgold vergoldeten GegenständeBronze (s. Holzbronze), ferner das Bronze-pulver (s. d.) und das gepreßte und vergoldeteMessing zu Gardinen- und Möbelverzierungen,Bilderrahmen, Schellenzügen rc. (s. Messing), diebesonders in Jserlohn und Birmingham verfertigtwerden.

Bronzegrün, s. Zinnober, grüner.

Bronzepulver, Bro nzirpulver, ist ein fein-geriebenes metallisches Pulver, das besonders ausden Abgängen bei der Verfertigung des unächtenBlattgoldes bereitet wird. Es findet jetzt sehr häu-fige Anwendung, namentlich zu den vielerlei schönenverzierten Druckarbeiten, welche die Buch- undSteindruckereien liefern, zu gepreßten Luxus-papieren, zu Tapeten rc., ferner zur Holzvergoldung,zum Bronziren der Oefen und verschiedener Verzie-rungen rc. Zu den zuerst erwähnten Arbeiten ver-fertigt man auch gefärbte Bronze in den verschieden-sten Farben, sowie auch Silberbronze sowohlvon ächtem als auch von unächtem Silber. DasBronzepulver wird hauptsächlich in Nürnberg undFürth fabrizirt.

Brvnzinv heißt eine Art venetianifcher M«morvon bronzegrüner Farbe, der besonders zu Basenverarbeitet wird. .

Broschirte Zeuge nennt man eigentlich alle die-jenigen seidenen, wollenen und baumwollenenStoffe, in denen Muster, namentlich Blumen unddgl. von anderer Farbe als der Grmid vermittelstEinschußfäden eingewebt werden, welche aber nurda, wo sie das Muster erzeugen, durch das Gewebegehen. Es werden daher mehrere Schußfaden zugleicher Zeit in vie Kette gebracht, die eigentlich nicht