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Erster Band.
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Brüssel

Brüssel

geschiffte, wie alle anderen Operationen', welche denGeschäftsgang sichern und erleichtern können, sam-melt Ersparnisse der Handwerker und anderer Per-sonen der Mittelklasse, verwandelt Kapitalien inlebenslängliche und erlöschliche Renten, sowie gegen-wärtige in zukünftige Renten. Außerdem kann sieBanknoten zu 1000, 500, 100 und 40 Fr. (nacheiner spateren Bestimmung auch zu 20,10 und 5 Fr.)ausgeben, für deren Belauf sie wirkliche Werthe inihren Kassen haben muß, und die von allen Staats-kassen angenommen werden. Auch übernimmt siedie Gelder des öffentlichen Schatzes gegen eine con-ventionelle Verzinsung. Im Jahr 1838 mußte dieBank ihre Zahlungen einstellen, nahm sie jedoch imJanuar 1839 wieder auf und ihr durch jene Unter-brechung erschütterter Kredit stellte sich bald wiederher. Seit Errichtung der Nationalbank hat sie jedochaus das Recht der Notenausgabe verzichtet und ihreDiscontvcomptoirs in anderen Städten des Landeseingezogen, wofür ihr gewisse neue Vortheile einge-

räumt wurden. Zehn andere Gesellschaften (Kohlen-bergwerke, Hochöfen, Flachsspinnereien ic.) stehenunter ihrem Patronat. — 3) Die AllgemeineGesellschaft zur Beförderung der Natio-nalindustrie, Société générale pour favoriserl'industrie nationale, auch die Brüsseler Bank,Banque de .Bruxelles, genannt, wurde schon imJahre 1822 unter dem Namen Société générale desPays-Bas etc. gegründet, mit einem Kapital von50 Mill. Gulden nieder!, und vorläufig auf dieDauer von 27 Jahren. Das Kapital bestand in60,000 aus den Namen lautenden Actien à 500 Fl.(später 1000 Franken) und aus den vom Könige her-gegebenen Domänen im Werthe von 20 Mill. Fl.,mit 000,000 Fl. reinen Einkünften. Die Anstaltdiscontirt Wechsel und andere Handelseffecten, be-sorgt die Einziehung von Schulddoknmenten, nimmtZahlungen in Contocorrent und Depositen allerArt an, gibt Darlehen aus öffentliche und Privat-schuldpapiere, auf Waaren und Grundeigenthnm,sowie Vorschüsse auf die ihr zur Einziehung über-gebenen öffentlichen oder Privatschulddoknmente nndauf die ihr anvertrauten Depofiten, auch gibt siezinstragende Schuldscheine auf kurze oder lange Ver-fallzeiten gegen ihr übergebene Kapitalien aus. Fer-ner darf sie Banknoten ausgeben, welche sie jederzeitbaar wieder einlöst, nnd die anfangs auf holl. Gul-den , später aber auf Franken lauteten. Die Actienerhalten am 1. Januar und 1 Juni 6°/ 0 jährlicheZinsen und außerdem eine Dividende von dem Ge-winn, von dem jedoch r/z für den Reservefond zurück-behalten wird. Für den Staat kassirt fie die Gelderdes Schatzes gegen '/» % Provision ein und besorgtden zum öffentlichen Dienst nöthigen Umlauf desGeldes. Im I. 1825 nahm sie eine Anleihe vonIVs Will. Fl. gegen 3000 Obligationen à 500 Fl.mit 4*/* % Zinsen auf, welche binnen 10 Jahrenzurückgezahlt werden sollten, aber schon im Jahr1828 kaufte die Regierung die noch umlaufendenObligationen an sich. Im Jahre 1829 eröffnete sieeine Lvtterieanleihe auf 5 Mill. Fl. gegen Obligatio-nen von 250 Fl., welche jedenfalls 2 l / 2 % Zinsennnd außerdem auf je 2000 auf einmal gezogeneNummern 200 Gewinne erhielten. Die 8oieiétégénérale welche in Antwerpen ein Filial besitzt, hataußerordentlich viel zur Hebung der belgischen Indu-strie beigetragen; sie hat die reichsten Minen undEisenwerke und besetzt die wichtigsten Etablissementsmit Männern ihrer Wahl; sie hat Kanäle gegraben,

Spinnereien errichtet und sich stets das Vertrauenaller Kapitalisten erworben, von dem sie zu des Lan-des und ihrem eigenen Vortheil den weisesten Ge-brauch macht. Seit Errichtung der Nationalbank hatsie ebenfalls ihre Noten eingezogen, auch wurden imJahre 1850 29,000 Actien annullirt, die man an-gekauft hatte, so daß jetzt nur noch 31,000 Actienbestehen, die Anrecht auf eine Dividende haben. Einejede dieser Actien zerfällt in zwei Andere: 1) Lotionde Capital au porteur, von 500 Gulden holl.(1058,20 Fr.), die jährlich 5°/o Zinsen einbringt,2) Action de jouissance ou de réserve , nominative,ayant droit au surplus de l’actif social après les acti-ves de Capital remboursées, et un dividende excédantle 5% d’intérêt. Die Société générale hat außer-dem, um sich nicht zu zersplittern, die nachstehendenvon ihr abhängigen nützlichen Unternehmungen insLeben gerufen, die jedoch meist wieder eingegangensind: a) Die Brüsseler Handelsgesellschaft,

> Société de Commerce de Bruxelles. — b) Die| Grundbesitzbank, Banque foncière, deren Zweck| war: zu den Fortschritten nnd der Ausdehnung des1 belgischen Handels beizutragen und die Bankgeschäftezu erleichtern. — c) Die Nationalgesellschaftfür Industrie- nnd Handelsunterneh-mungen, Société nationale pour entreprises in-dustrielles et commerciales , deren Zweck war: znrBildung nützlicher Unternehmungen durch Betheili-gung beizutragen, die Erzeugnisse des Bodens undder Rationalindustrie auszuführen, Schiffe für über-seeische Unternehmungen zu bauen, zu armiren undzu befrachten, Waaren, Concessionen, Renten undandere Werthe zu kaufen und zu verkaufen. Sie istseit 1849 mit der Société générale verschmolzenworden. — !) Die Gesellschaft industriellerGegenseitigkeit, Société des capitalistes réunisdans un but de mutualité industrielle , gewöhnlichMutualité genannt, ebenfalls 1836 von der Sociétégénérale mit einem Kapitale von 50 Mill. Fr., vor-läufig auf 13 Jahre 2 Monate gegründet. Das Ka-pital ist durch 50,000 Actien aufgebracht, welche 4°/oZinsen und Dividende vom Gewinn tragen, von dem20 % für den Reservefond und 10 °/o zur Gründungzweier Hospitäler für arbeitsunfähige Minen - undMetallarbeiter zurückgelegt werden. Zweck: demAssociationsgeiste neue Elemente des Erfolgs zu bie-ten und die Kapitalien mehr zu nützlichen Unterneh-mungen heranzuziehen, den Kapitalisten durch An-legung des Gesellschaftskapitals in einer großenAnzahl Etablissements ein Sicherungsmittel gegendie Unfälle, welche einzelne dieser Etablissementstreffen können, zu gewähren, den Personen, welcheEinlagen in die Sparkasse Société générale gemachthaben, Gelegenheit zu geben, durch Anlegung eineskleinen Kapitals bei wichtigen industriellen Unter-nehmungen ihre Einkünfte zu vergrößern, und äußern-dem die Errichtung der oben erwähnten philanthropi-schen Anstalten. Sie kaust Actien zu Unternehmungen,welche Bürgschaften eines guten Erfolgs darbieten,um sie in ihrem Werthe zu ’erhalten, und deckt denetwaigen Verlust an einzelnen solcher Actien durchden Gewinn an anderen. — 5) Die Gesellschaftder vereinigten Actien, Société des actionsréunies, wurde 1837 von der Belgischen Bank ge-gründet, um den kleinen Kapitalisten die Möglich^zu verschaffen, sich bei großen industriellen Unie 'nehmungen und in vaterländischen Staatspapwrzu betheiligen und den Beschern industrieller Acneine Garantie gegen die Gefahren zu gewähren, weia?