Buchhaltung
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Buchhaltung
Hätte ich aber den Wechsel vielleicht zu 99y 2 °/o verkauft und also nur 995 Thlr. dafür erhalten, sokönnte ich auch dem Cassaconto nur diese Summe debitiren, obgleich ich dem Bezogenen die vollen100V Thlr. gutschreiben muß, und dann muß ich das Wechselconto zu Hülfe nehmen; oder ich müßte ent-weder den Bezogenen in einem besondern Posten im Memorial für den Unterschied von 5 Thlr. creditiren,»der die vollen 1000 Thlr. ins Debet der Lasse schreiben und zugleich die verlorenen 5 Thlr. ins Creditderselben bringen. Ganz das Nämliche gilt auch für den Fall, wenn man einen Wechsel kauft, in derAbsicht, ihn Jemanden als Zahlung zu senden; wenn man den Letzteren für die nämliche Summe in dereigenen Währung debitirt, welche man für den Wechsel bezahlt, so kann man ihn unmittelbar im Cassa-buche debitiren, im entgegengesetzten Fall aber muß es durch das Wechselconto geschehen. Bei der ein-lachen Buchhaltung schreibt man den Einkauf des Wechsels ins Credit des Cassacontos und debitirt Den-jenigen, an den man ihn schickt, im Memorial dafür.
Wenn Jemand für unsere Rechnung an einen Dritten eine Zahlung leistet oder eine Waare aus-liefert rc., so notirt man dies ebenfalls, sowohl in der doppelten, als auch gewöhnlich in der einfachenBuchhaltung durch einen Memorialposten. Wenn daher z. B. Silbermann in Breslau für meineRechnung 1000 Thlr. an Gebr. Schirm er in Berlin gesandt hätte, so würde darüber folgender Memo-rialposten zu bilden sein:
Debent.
Gebr. Schirmer in Berlin
An W. Silbermann in Breslau,Letzterer sandte für m/Eechnung an Erstere .
^ 1000 . —
Wenn wir (in unserm Geschäftsbeispiele) von dem in Magdeburg liegenden Kaffee etwas an einenAuswärtigen verkauft hätten, so müßtey wir in dem Memorialposten nicht das Waarenconto, sondern dasLagerconto bei R. u. W. in Magdeburg als Creditor anführen. Bei der einfachen Buchhaltung würdeMan zwei Memorialposten bilden und durch den einen den Empfänger debitiren, durch den andern dasLagerconto creditiren.
Wenn man Speditionsgeschäfte macht, führt man gewöhnlich ein Speditionsbuch darüber,welches so eingerichtet sein kann, daß man daraus ersieht, welche Güter man noch im Hause hat, und auchwas man an der Spedition gewinnt. Das Buch erhalt zu dem Ende eine Debet- und eine Creditjeite;auf die erstere notirt man die Güter, die man erhält, sobald der Avis darüber eingeht, nebst den Bestim-mungen, welche dieser wegen der Weiterversendung rc. enthält, und wirft alle baaren Auslagen, die mandafür macht, in die Geldcolumne aus. Auf der Creditseite aber bemerkt man, dem Debetposten gegenüber,die geschehene Weiterversendung und die Rechnung, die man darüber gibt, deren Betrag man in die Geld-columne auswirft. Man kann dann beide Seiten das Jahr hindurch summiren und der Ueberschuß derCreditseite über die Debetseite wird den Gewinn am Speditionsgeschäft ergeben; diejenigen Güter aber,bei denen noch nichts im Credit steht, müssen noch im Hause sein. Folgendes Schema des Speditionsbuchswird dies deutlicher machen.