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Erster Band.
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(Kalifornien

Calmande

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fcttß der Mineralreichthum dieses Landes unerschöpf-stsh ist. Ganz bedeutend ist die Quecksilberausbeute.Sie erhob sich im Jahr 1860 in den 4 HauptminenZu New-Almaden, New-Jdria, Enriqnete und Qua-deloupe aus 46,000 Flaschen. Die Goldprodnktiondes Landes war 1861 geringer als in den letztenVorjahren. Die Miner wenden sich jetzt mit Vor-liebe dem Ackerbau und der Industrie zu und ziehendie ruhige, sicher und gut lohnende Gewerbsarbeitder aufreibenden Thätigkeit des Goldsuchens mehrUnd mehr vor. Die Verschisiungen von Geld, GoldUnd Silber betrugen im Jahr 1860 $ 42,025,916,während die Zufuhren von Gold und Silber sichWie folgt stellten:

Zufuhren aus dem Jnlande . K 45,211,693.do. seewärts.„ 1,809,061.

K 47,020,754.

Der Werth der Exporte ausschließlich Gold undEoi,tauten wird geschätzt:

auf $ 5,533,411 im Jahre 1859„ 8,532,439 „ „ 1860

„ 9,888,072 „ „ 1861.

Ein sehr wichtiger Artikel unter den ErzeugnissenEaliforniens ist die Wolle, deren Bedeutung sich mitjedem Jahre steigert. Die Aussuhr in 1862 erreichteein Quantum von ca. 6 Will. Pfund im Werthe von$ 1,068,487. Auch die Steinkohlengewiuuungnimmt von Jahr zu Jahr zu. Im vorigen Jahrefand man neue Flöhe am Sau Joaquin-Flusse undin Eapell Valley im District Napa, aus denen täg-lich ca. 30 Tonnen gewonnen werden. Geradedieses Mineral wird treffliche Dienste leisten, nichtnur als Hülssstosf für die Fabrikation, sondern viel-leicht auch als Handelsartikel. Der AckerbauCaliforniens hat im vorigen Jahre bewunderns-würdige Fortschritte gemacht; überhaupt stellt es sichmit immer größerer Evidenz heraus, daß die Naturdieses Land, so reich seine sonstigen Hülssquellenauch sein mögen, vorzüglich für den Ackerbau be-stimmt zu haben scheint. Fast Alles wächst hier, undaußer Südfrüchten, Wein und Getreide will mankünstig noch besonders aus die Kultur der Baum-wolle, des Hopfens, Tabaks und Flachses besondereSorgfalt verwenden. Es ist bekannt, daß SänFrancisco bereits die Kornkammer für viele Ländergeworren ist; so gehen nach Australien, den Süd-jeeinseln, Br. Columbien, England rc. jährlich großeMassen Getreide. Ein anderer, höchst wichtiger,vielversprechender Zweig der calisornischen Land-bauer ist die Kultur des Weinstocks. StatistischenZugaben nach belief sich die Anzahl der Weiustöcke»M Ende 1862 auf 20,000.000, gegen 17,500,000Ende 1861. Dieselben lieferten in diesem Jahre146 Mill. Psd. Trauben, aus denen abzüglich desbedeutenden Consums an Trauben 8,000,000 Gal-ionen Wein, 500,000 Gallonen Branntwein und300,000 Gall. Essig gekeltert wurden. Auch derObstbau wird immer rationeller und erfolgreicherbetrieben. Em Gewerbe, welches einen ganz beson-bers bedeutenden Ausschwung genommen hat, ist dieSchlächterei für den Export und die Verpackung undPreservirung von Fleischprovisionen. In SänArancisco wurden im Jahre 1861: 5,221,250 Psd.,w Sacramento City 2,400,000 Psd., in anderenDistricten 3,000,000 Psd. Schweinefleisch gesalzen,berpackt und zum Theil nach auswärts versendet,llebrigens müssen die meisten Lebensbedürfnisse ausden Vereinigten Staaten und aus Europa einge-

führt werden und stehen in sehr hohen Preisen.Unter den Einfuhrartikeln dieses Landes sindvornehmlich zu nennen: Holz, Steinkohlen, Mehl,Zucker, Butter, Schmalz, Kaffee, Gewürze, Häute,Eisenwaaren, Wein, Opium, Cigarren, Thee,Schuhe und Stiefeln, Fensterglas; unter den Aus-fuhrartikeln: Mehl, Getreide, Wolle, Häute,Hörner, Talg, Senfsamen. — Die Ausdehnungdes ganzen Staats beträgt von Norden nach Süden700, von Osten nach Westen 650 englische Meilenund der Flächeninhalt 450,000 englische ^Meilen.Der westliche Theil, zwischen der Küste und dem vonNorden nach Süden sich erstreckenden Gebirge,Sierra Nevada genannt, ist von zahlreichenFlüffeir bewässert, unter denen der S a c r a m e n t oder wichtigste ist, in den sich von beiden Seiten meh-rere bedeutende Nebenflüsse ergießen. In dem Thaledes Sacramento und des Sän Joaqnin, der, vonSüden kommend, sich mit jenem vereinigt, sowie ineinigen anderen damit zusammenhängenden Fluß-thälern befindet sich der Golddistrikt, wo das Goldsich theils im Flußsande, theils im aufgeschwemmtenLande findet. — Hauptstadt ist Sau Francisco(s. d.). — Die frühere Hauptstadt warMonterey,südlich von Sän Francisco am gleichnamigen Meer-busen. Andere Städte sind: Sonera, Colum-bia, Benicia, Sacramento, Stockten,Sansalito, Suttersville, Martine; rc.

Rechnung, Münzen und Zahlwerth,s. Vereinigte Staaten. — Da das vorhandenegeprägte Geld für den bedeutenden Handelsverkehrmeist nicht ausreicht, so wird auch der Goldstaub alsZahlungsmittel benutzt und der Preis desselben fürdie Unze festgesetzt; er schwankt zwischen 16 u. 17^Dollars pr. Unze.

Papiergeld. Es gibt kein Papiergeld, wohlaber Ttaatsschnldscheine des Staates Caiisornien inAbschnitten von 500 Dollars, des Bezirks und derStadt Sän Francisco.

Maße 'und Gewichte, s. BereinigteStaaten.

Calin heißt eine Mischung von Zinn und Blei,die aus Sumatra und Malakka nach China geht,wo viel davon verbraucht wird,

Calisayachina oder Calisaya rinde, s.Chinarinde.

Callamancoes , eine Art seiner gekorpeter Kal-mank aus Kammgarn, welcher einfarbig, changi-rend, gemustert rc. in England, besonders in Iork-shire verfertigt wird.

Callamangis, s. Calamangis.

Callapattr, eine Art Bassetas, die früher ausOstindien nach Europa kamen.

Callse heißt eine Art Leder aus den Barbares-kenstaaten, das häufig nach Spanien geht.

Callewappen, s. Calwap.

Callicos, s. Kattun.

Callutansäure wird aus dem gewöhnlichenHaidekraute, Calluna vulgaris, gewonnen. Es isteine Bernsteingelbe, geruchlose Gerbsäure, welche mitEisenchlorid grüne, mit Bleisalzen gelbe, mit Zinn-chlorid eigelbe Niederschlage macht. 5Diit letzteremgibt sie auf wollenen Zeugen, die vorher auf Alaungebeizt waren, eine sehr schöne gelbe Färbung. Wirdsie mit mineralischen Säuren erwärmt, so entstehtein neuer rothgelber Farbestoff, Calluxanthin,der in Alkohol und heißem Wasser sich löst.

Calmande nannte man früher in Frankreich diewollenen Lastings und ähnliche Kammgarnstoffe.

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