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Erster Band.
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Canada

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Canada

Untercanada, 9500 □'Keilen, wovon jedochwum 950 colonisirt sind, mit 970,000 Einw.Quebec, Hauptstadt des ganzen britischen Nord-anierika und alte Hauptstadt Canadas, am St.Lorenz und an der großen canadischen Eisenbahn,niit 62,000 Einw., wichtige Festung, mit säst ^durch-gängig steinernen, zum Theil großartigen Häusern,schönem und geräumigem Hafen und lebhaftemHandel, in welchem ste jedoch von Montreal zum Theilschon überflügelt worden ist. Es befinden sich hier,wie in Montreal, Kingston rc. mehrere Privatbanken,welche Noten von 1 Psd. Sterl. an bis zu jeder be-liebigen Größe ausgeben dürfen und zu deren Ein-lösung ste immer den dritten Theil ihres Werthesbaar vorrärhig haben müssen. Sie sind in regel-mäßigem Betriebe und ihre Geschäfte in gutemGange. Montreal auf einer Insel des St. Lorenz,Mit mehr als 101,000 Einw., zum Theil schön ge-baut, mit schönen öffentlichen Gebäuden, großer,prächtiger Kathedralkirche und mehreren anderenKirchen, Klöstern, Wohlthätigkeitsanstalten rc. DerHasen ist nicht sehr geräumig, aber sicher und tief,der sehr bedeutende Handel übertrifft schon den vanQuebec, da Montreal wegen der größeren Nähe desrasch aufblühenden Obercanada das Hauptdepot fürdie Erzeugnisse dieses Landestheiles ist. Es gibthier mehrere Privatbanken, Eisengießereien, Seife-,Licht-, Tabaks- und Dampfmaschinenfabriken,Schiffswerfte rc. Three Rivers oder TroisRivières an der Mündung des St. Maurice inden St. Lorenz, mit 4000 Einw., bedeutenden Eisen-werken in der Nähe und ziemlichem Handelsverkehr.Wegen der Nabe, der gemeinschaftlichen Regierungund der Gleichheit der Handelseinrichtungen ver-binden wir noch die Provinzen N en -Braun -schweig, Neu-Schottland mit Cap Breton,Prinz Edwards Insel und Neusnndland,indem wir nachstehend die wichtigsten Städte der-selben ebensalls anführen.

Neu-Braunschweig ist der östliche Theil desfesten Landes auf dem rechten Ufer des St. Lorenz;es ist gegen Osten und Süden vom Meere umgeben,Mit Ausnahme der Halbinsel Neu-Schottland, mitwelcher es im Südosten durch eine Landenge zu-sammenhängt und von der es übrigens durch dieFundybai getrennt ist, und grenzt gegen Westen anben Nordamerikanischen Staat Maine und an Ca-nada und gegen Norden ebenfalls an Canada und»n die Bai des Chaleurs. Der Flächen Inhalt be-sagt ca. 1500 ^Meilen und die Einwohnerzahl,me sich in 25 Jahren fast verdreifacht hat, >95,000.Der bedeutendste Fluß ist der St. John, der in dieFundybai fließt. Die Hauptauvfuhrarlikel sindHolz, die Erzeugnisse der in den Flüssen und imRieere sehr lebhaft betriebenen Fischerei (Salmen,Kabliau, Heringe, Makrelen, Thran rc.) und etwasPelzwerk; die Einfuhr ist wie in Canada. ImZähre 1859 belief sich ihr Werth auf 1,4 >6,034Psd.Sterl., die Ausfuhr dagegen betrug 1,073,422 Pfd.Sterl. Die ein- und ausgelaufenen Sechiffe hatteneinen Tonnengehalt von 1,482,928 Tons. DurchMe Beschränkung der Begünstigungen, welche dieEinfuhr tes Holzes früher in England genoß, ist dieAusfuhr desselben in der neueren Zeit sehr inStocten gerathen. Die Provinz wird durch diegroße Straße von Halifax nach Quebec durchschnit-wn, die jedoch in schlechtem Zustande und durch eineEisenbahn ersetzt worden ist. Auch nach dem nord-nnierikansichen Staate Maine ist eine Eisenbahn ge-

baut worden. Zwischen dem Vorgebirge Tormen-tine in Neubraunschweig und Carltonhead auf PrinzEdwards Insel ist ein unterseeischer Telegraph ge-legt worden, der mit Charlottetown auf letzterer undmit der großen Neusundlandlinie in Verbindungsteht. — Die Hauptstadt der Provinz istFrederic -town am St. John, der bis hierher für größereFahrzeuge schiffbar ist. Sie ist der Sitz der Regie-rung, steht aber in Bezug auf den Handel St. Johnweit nach und hat nur wenig über 4000 Einw.Mit der genannten Stadt steht sie durch Dampf-schiffe in Verbindung. St. John an der Mün-dung des gleichnamigen Flusses, mit 30,000 Einw.,sicherem und geräumigem Hasen und erster Handels-platz der Provinz. Die Stadt hat bedeutendeSchiffswerfte, Dampfjägemühlen rc. Nichibuctoan der Mündung des gleichnamigen Flusses, hatbedeutenden Holzhandel. Chatham am Mira-michi, mit 3500 Einw. und ebenfalls starkem Holz-handel. Bathurst an der Mündung des Nipi-signit, mit bedeutender Seefischerei und Holzhandel.Dalhousie, Stadt mit Hafen an der Bai desChaleurs.

Neu-Schottland, Halbinsel, mit der nord-westlich von derselben gelegenen Insel Cap Bre-ton; die erstere hat ca. 760 HIMeilen mit 277,000Einw., die letztere 140 HsMeilen mit 50,000 Einw.Die wichtigsten Ausfuhrartikel sind Stockfische, Ma-krelen, Thran, Holz und Steinkohlen; auch wirdviel Salz gewonnen, das aber für den Bedarf derFischerei nicht ausreicht; die Einfuhr besteht inManufakturwaaren, Eisen und Eisenwaaren, Ge-treide und Mehl, Wein und Branntwein, Colonial-waaren rc., und betrug im Jahre 1859: 1,620,l91Pfd. Sterl.; die Ausfuhr 1,377,826 Pfd. Sterl.Tonnengehalt der ein- und ausgelaufenen Schiffeim Ganzen 1,295,134 Tons. Der Steinkohlenbauist im Verhältniß zum Reichthum der Provinz nochunbedeutend. Die Hauptstadt ist Halifax amatlantischen Meere, mit einem der schönsten HäfenNordamerikas und 25,000 Einw. Die Stadt istziemlich gut gebaut, hat aber größtentbeils hölzerneHäuser, doch sind die Straßen meist breit; sie hatbedeutende Schiffswerfte, viele große Speicherund große Docks. Sehr wichtig ist der Han-del und die Nhederei. Durch die regelmäßigeDampfschiffverbindung mit England und denBereinigten Staaten wirb der Verkehr noch niehrbelebt; auch wird die canadische Post nach Quebecüber Halifax befördert. Der Hasen, welcher kaumjemals durch Eis gesperrt wird, ist zugleich derwichtigste britische Kriegshafen in Nordamerika undkönnte die ganze britische Flotte aufnehmen. Es be-finden sich hier zwei Privatbanken, welche Notenausgeben. Die Unigegend ist fast ganz unfruchtbarund hat nur mit den größten Anstrengungen soweitangebaut werden können, um der Stadt die noth-wendigsten Lebensbevürfnisse zu liefern. Ehesteran der Mahonbai, blühender Ort mit 2200 Einw.,Seefahrt und Holzhandel. Liverpool am Ros-signolflusse, gut gebaut und wohlhabend, mit bedeu-tender Rhederei, Holzausfuhr und Fischerei. Lu-nenburg an der Mahonbai, von Deutschen ge-gründet und bewohnt. Die gen-nuten Seavie liegenlämmtlich am atlantischen Meere. Windsor, aus-blühende Stadt an der Fundybai mit 1500 Einw.und lebhaftem Verkehr mit Neuschottland. Digbhmir gutem Hafen und starker Heringtzfischerei.Pictou an der Northumberlandstraße, mit 4000