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Erster Band.
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Canariensekt

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Candareen

Eanarien grase«, Phalaris canariensis, das imsüdlichen Europa wild wächst und in Deutschland,Namentlich in Thüringen und in der Gegend von^amberg, angebaut wird. Die Körner haben dietrotze und auch fast die Form des Leinsamen« undenthalten unter der Schale ein außen graubraunes,Anen weißes, angenehm schmeckendes Kernchen.-man benutzt ihn hauptsächlich als Vogelfutter,nslßerdem besonders in Frankreich und Italien zumMünzen seidener und wollener Zeuge, auch PreßtNlan ein zum Speisen taugliches Oel daraus, daszuweilen in der Medizin gebraucht wird.

Canariensekt ist ein weißer, süßer Wein vonangenehmem Geschmack, der auf den meisten cana-Vischen Inseln wächst, aber auf den einzelnen Inselnvon verschiedener Qualität ist. Am besten ist dervon Teneriffa; dann folgt der von Palma (P alm-Iskt genannt), Canaria, Gomera (wo besondersviel davon erzeugt wird) und Ferro; geringer ist dervon Lancerota und Fortaventura. Außer dem Ca-Uariensekt wird auf den Inseln auch Malvasiererzeugt.

Canarienzucker, s. Zucker.

Canarische Inseln, Gruppe von 5 größerenund g kleineren Inseln an der Westküste von Afrika,zwischen 27" 39' und 29° 26' nördlicher Breite undV 2 ° westlicher und 4^" östlicher Länge, von 157y 2□äKeilett Flächeninhalt mit 260,000 Einw. Sieund eine Besitzung Spaniens, doch gehören Lan-oerota, Fortaventura, Gomera und Ferro dem Na-men nach Privatpersonen und werden deshalb herr-schaftliche genannt. Sie sind sämmtlich gebirgigund vulkanisch, doch gibt es nur auf Teneriffa undLancerota noch thätige Lulkane. Die Berge sindmeist kahle Felsen, zum Theil mit Schlacken bedeckt;die niederen Bergabhänge sind jedoch meist sehrschön bewaldet und haben, wie die Thäler, frucht-baren Boden. Das Klima ist sehr gesund, nicht zuheiß und mehr trocken als feucht, so daß zuweilensogar Wassermangel entsteht. Oft konimt aus derSahara herüber der glühend heiße Harmattan, derMcht selten zum verheerenden Sturme wird oderHeuschreckenschwärme auf dem Wasser herüber treibt.>"n Winter sind sie heftigen Orkanen und Wolken-vrüchen ausgesetzt. Sie erzeugen alle afrikanischenWanzen, namentlich Wein (Canariensekt), Zucker,Südfrüchte aller Art, Orseille, Drachenblut, etwasBaumwolle, Oel, Datteln und europäische Getreide-lten; ferner Seide, Honig, Wachs, Soda, Pech,^-ochenille, die erst in der neueren Zeit eingeführt?ovdxx, ist und deren Zucht so zugenommen hat, daß-t849 bereits 500,000 Psd., meist nach Frankreich"hd England, ausgeführt wurden. Das Mineral-reich liefert besonders Schwefel und Seesalz. DieEuropäischen Hausthiere sind meist eingeführt wor-sowie auch Dromedare, Kaninchen, Frett-sven rc.; Schweine, Ziegen, Schafe und Hundeicheinen jedoch einheimisch zu sein. Die Industrievesteht hauptsächlich in der Gewinnung der Boden-"zeugnisfe, die zugleich Gegenstand eines lebhaftenHandelsverkehrs sind, welcher durch die nach denMkanische^ Küsten und nach Südamerika segelndend-chrffe, die meist hier anlegen, noch vermehrt wird.^>e 7 bewohnten Inseln nebst den wichtigstenStadien sind: l> Teneriffa, die größte undbedeu-«ndste, 63 (n. A. 41) ^Meilen, 100,000 (n. A.c 90,000 Einw., hier: Santa-Cruz, dieMuptstadt .sämmtlicher Inseln, mit 10,000 (n. A.>j 00 ) Einw., an einer sichern Bucht der Ostküste,

treibt lebhaften Handel. Orotava an der Nord-küste, mit 8000 Einw. und der 1 Stunde entferntenHafenstadt Port Orotava mit 6500 Einw. La-guna, frühere Hauptstadt, mit 9000 Einw. undverschüttetem Hasen. Tocoront e, 4000 Einw. rc.— 2)Canaria oder G roßc an a ri a , 34 (n. A.51)lUMeilen, mit 70,000 Einw., die fruchtbarste vonallen, mit felsiger Küste, aber vielen sicheren Häfenund Ankerplätzen. Hauptstadt Palmas, 9000Einw., Sitz des obersten Gerichtshofes und des Bi-schofs, mit Fabriken von >L>eide und Hüten rc. DerHafen heißt Puerto de la Lu;. Außerdem:Texeda, 12,000 Einw.; Telele, 6000 Einw.;Atalayas, 2000 Einw., die sämmtlich in künst-lichen Felsenhöhlen wohnen rc. — 3) Fortaven-tura, 45 (n. A. 36) ^Meilen, 14,000 Einw., istwasserarm und oft Jahre lang ohne Regen; auf der-selben nur-die Stadt Santa Maria de Beten-curia mit 600 Einw. — 4) Lancerota, 25fit. A. 14) (^Meilen, 17,000 Einw., wasserarm undoft von schrecklichen Erdbeben heimgesucht, mit derStadt Teguise mit 2000 Einw. In der Nähe dieunbewohnten Inseln Lobes, Graciös«, Ro-quette und Allegranza. — 5) Palma, 24(n. A. 15) smMeilen, 33,000 (u. A. 24,000) Einw.,mit der Stadt Santa-Cruz, 4000 Einw. —6) Gomera, 7 dsMeilen, 9000 Einw., mit derSladt San Sebastian. — 7) Ferro oderHierro, 5 ^Meilen, 5000 Einw., mit der StadtB a l v e r d e.

Rechnungsart. Die hiesige Geldwährungist eigentlich die spanische, doch rechnet man nachzweierlei Pesos oder Piastern, nämlich nach demPeso duro zu 20 Reales de Bellou ü34 Ma-ravedis, und nach dem Peso corriente oderCourantpiaster zu 15 Reales d B., welcher letztereim gemeinen Leben gebräuchlich ist und auch in10 Reales corrientes oder 8 Reales de Plata ge-theilt wird. Die Kaufleute führen ihre Rechnungenmeist in Reales de Bellon.

Maße und Gewichte sind eigentlich ebenfallsdie spanisch-kastilischen, doch finden folgende Abwei-chungen davon statt: Die Bar a oder Elle ist —0 ,r 407 Meter, 11 werden gewöhnlich = 10 engt.Aards gerechnet. Die F a n e g a (Getreidemaß) à 12Almudes à 4 Cuartillos ist — 62, G44 Liter — 1,, 431kastilische Fanegas; man mißt jedoch alle Getreide-arten, mit alleiniger Ausnahme des Weizens , sowieauch das Salz, gehäuft, was einen Unterschied von20—30 °/o ausmacht. Die P i P a (Flüssigkeitsmaß)hat 12 Bariles à 40 Cuartillos à 4 Cuartos undder Cuartillo ist = 0, 946 5 Liter. Der Quintal(Centner) hat 4 Arrobas à 25 Libras à 16 Onzasà 16 Adarmes à 24 Granos und die Libra ist, wiedie kastilische, — 450, 5 Grammen; Fleisch, gesalzeneund getrocknete Fische, Talg u. dgl. werden jedochnach einem doppelt so schweren Pfunde verkauft.

Canaris nennt man die gelben und weißgetupf-ten ostindischen seidenen Taschentücher oder Fou-lards.

Canaster, s. Tabak.

Canatte courondou, s. Z i m m t.

Canawouw wird in Holland eine geringe SorteBarinascanaster genannt.

Cancho, s. Thee.

Candareen, Candarihn, Condorin, Fan,Fen oder Fun, 1 ) Rechnungsmünze, Gold-undSilbergewicht in China, Japan, Tunkin rc. ; 2) einchinesisches Längenmaß.