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Erster Band.
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Lapillarskrup

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Copland

Früchten eines Baumes, Nottlora tinetoria, ge-wonnen wird und den man benutzt, um die Seidehell orangcgelbzu färben.

Capillarsirup, s. Frauenhaar.

Capiresti heißen in Italien die auserlesenengroßen Korallen.

Capita Papaveris, s. Mohn.

Capiton, wird in Frankreich die Abfall- oderFlockseide, sowie auch die Hüllen der Seidenkokonsgenannt.

Copland, Capcolonie oder das Vorge-birgeder guten Hoffnung, heißt die britischeColonie, welche die südliche Spitze von Afrika ein-nimmt , jetzt gegen 12,000 □ Meilen groß, mit ca.268,000 Einw., die sich bisher rasch vermehrt haben,unter denen aber die durch die Emancipation gänz-lich demoralisirten Hottentotten und Neger nach undnach aussterben. Die Grenze der Colonie an derOstküste ist unter 29" 40', an der Westküste unter38" 40' südlicher Breite, erstreckt sich jedoch im Innernetwas weiter nördlich. Das Land ist meist gebirgigmit Hochebenen und Steppen; an mehreren Stellenreichen die Berge bis aus Meer und bilden steileVorgebirge, von denen das Cap der gutenHoffnung im Südosten und weiter östlich dasCapAgulhas (Nadelkap), welches die südlichsteSpitze des Welttheils bildet, die bemerkenswerthestensind. Es ist von mehreren Flüssen bewässert, unterdenen der Oranj efloß, der im Norden meist dieGrenzen gegen das Kaffernland bildet und imInnern mehrere große Flüsse aufnimmt, der bedeu-tendste ist; außerdem der Elephantensluß imWesten, der Kamtki- oder große Fischfluß imSüden u. m. a. Die Hochflächen sind jedoch meisttrocken und dürr, daher auch nur wenig angebaut;dagegen sind die Thäler und das Küstenland frucht-bar und sehr kultivirt, mit mehreren Städten undDörfern. Das Klima ist in den Thälern und Kiisten-gegenden sehr warm, auf den Hochebenen und Ge-birgen aber ziemlich rauh und selbst kalt, so daßSchnee und Eis nicht unbekannt sind. Ursprünglichbrachte das Land fast keine anderen Produkte alswilden Wein und einige andere Beerenarten hervor;aber die aus Europa und dem südlichen Asien hier-her verpflanzten Getreide- und Obstarten, Südfrüchte,Wein und viele andere nützliche Vegetabilien gedeihenin den warmen und fruchtbaren Landstrichen inüppiger Vollkommenheit; nur mit den Zwetschgen istdies nicht der Fall, dagegen sind Pfirsichen , die mantrocknet oder bäckt, in mehreren Gegenden ein Haupt-nahrungsmittel des Volks. Getreide, besondersWeizen und Wein, sind die wichtigsten Gegenständeder Kultur. Von anderen Vegetabilien sind beson-ders Bambusrohr, Palmen, der Brotbaum, Wachs-baum, das Eisenhol;, die Aloe und sehr viele vor-züglich schöne Zierblumen zu bemerken. In neuererZeit hat man auch Kaffee, Thee und Baumwolleangepflanzt, von denen jedoch nur die letztere einenerheblichen Ertrag geliefert zu haben scheint. Wäldersind nicht hinlänglich vorhanden. Von Hauslhicrensind Rinder und Schafe, auch mit Fettschwänzen, diewichtigsten, und Wolle ist eine der bedentendsteu Aus-fuhrartikel. Weniger gut gedeihen Pferde und Esel.Noch giebt es viele einheimische wilde Thiere, ob-leich ihre Zahl sich durch die sich immer weiter ver-reitende Kultur vermindert, namentlich Elephanten,die jedoch schon selten sind, Löwen, Panther, Hyänen,Zebras, Wölfe, Giraffen, Nashorne, Büffel, Affen,Antilopen u. v.a.Säugethiere; Strauße, Flamingos,

Löffelgänse, Schildkröten, viele und giftige Schlangen,Termiten, die oft zur Plage werden, Heuschrecken rc.An der Küste werben Robben und Wallfiscbe ge-fangen; auch hat man vor etwa 2o Jahren die Coche-nille hierher verpflanzt, welche sehr gut gediehen ist.Das Mineralreich ist noch wenig ober gar nicht aus-gebeutet, da schon der Mangel an Holz die Anlegungvon Bergwerken verhindert; indessen hat manSpuren von Eisen, Kupfer und Blei entdeckt undaus den kleinen Landseen und dem Meere wird vielSalz gewonnen. Die Industrie ist noch auf die ge-wöhnlichen Handwerke beschränkt. Die wichtigstenAusfubrartikel sind Weizen, Wolle, Häute, Hörner,Talg, Fleisch, Wein, Butter, Thran, Elfenbein,Straußfedern, Schildkrot, Tiger-, Panther- undLeopardenfelle, Aloe rc. Die frühere Wichtigkeit derColonie als Hauptstation des Caps für die nachOstindien und Australien segelnden Schiffe hat sichzwar seit der häufigeren Benutzung des viel kürzerenWeges durch das rothe Meee sehr vermindert, in-dessen ist sie wegen ihres Produktenreichthums nochimmer von Bedeutung und auch seit der englischenBesitznahme im I. 1806 sehr aufgeblüht. Laut dendem englischen Parlamente vorgelegten Tabellen be-trug der gesammte Tonnengehalt der iin Jahre 1859ein- und ausgelaufenen Schiffe 736,406 Tons; dieW aareneinfnhr belief sich auf 2.579,359 Pfd.«terling,dieAusfuhr 2,021,371 Pfd.Sterling. —Die Hauptstadt heißt C a p st a d t, engl. Capetown,an der Tafel - und der falschen Bai, welche 2 Häfenbilden, einige Meilen nördlich vom Cap der gutenHoffnung mit 30,000 Einw. Sie ist gut unb regel-mäßig gebaut, mit breiten aber meist ungepflastertenStraßen, die zum Theil von Kanälen durchschnittensind, freundlichen Häusern, von denen aber vielewegen der Stürme nur mit Stroh gedeckt sind,mehreren großen öffentlichen Gebäuden und Plätzen,Magazinen, Kasernen, Börse und großen Schiffs-werften. Bei dem Landgute Constantia imSüden der Stadt wird der berühmte Cap-Constan-tiawein erbaut. Der Handel ist bedeutend, da dieStadt als Freihafen allen Nationen geöffnet ist, auchlegen viele schiffe aus dem Wege nach Australien,Südaiiterika rc. hier an, um sich nach einer langenSeereise mit frischen Lebensmiiteln zu versehen.Seit 1850 ist eine regelmäßige Dampfschifsfahrt, nachEngland eingerichtet. Der eigentliche Hafen in derTaselbai ist gegen die Nordwestwinde und der inder falschen Bai gegen die Südostwinbe nicht ge-sichert, daher die schiffe in deujenigeu einlaufenmüssen, in welchem sie gegen den eben herrschendenWind Schutz finden; überhaupt ist aber das ganzeMeer um das Cap fast das ganze Jahr über sehrstürmisch. Es befinden sich hier mehrere Banken,namentlich die Capsche Bank, im Jahre 1837mit 1500 Aetien ä 50 Pfd. Sterl. gegründet; dieSüdafrikanische Bank, seit 1838 mit 2000Actien ä 50 Pfd. Sterl. u. a.; ferner mehrere Ver-sicherungs- und Handelsgesellschaften. — Andere be-merkenswerthe Städte sinb: Simonsstadt an derfalschen Bai, Freihafen, mir sicherem Ankerplätze,daher Station der Kriegsschiffe. Stellenbosch,5 Meilen östlich von der Capsladt, mit 1800 Einw.Paarl, 2000 Einw. Zwellendam am Fußeder schwarzen Berge, 1500 Einw. George-town, freundliche Stadt, 2 Meilen von der Küste1811 erst angelegt, mit.200 Fuß breiten mit Bäumenbesetzten Straßen, 1200 Einw. Uitenhage ander Ostküste. O st l o n d o n, wichtiger Hafen an der