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Erster Band.
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Carbo Tiliao

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Cargaison

Carbo Tiliae, f. StubeCarcajoux nennt man in Frankreich die ameri-kanischen Dachsfelle.

Carcami heißen in Italien die Abfalle bei derSeidenerzengung.

Carcassonnetücher smd die in Earcassonne imfranzösischen Departement Aude und dessen Um-gegend verfertigten Tücher nnd namentlich verschie-dene leichte Sorten, für den Handel nach der Le-dante, den afrikanischen Küsten nnd den Colonien,weist von hellen Farben. Die feinsten Gattungenaus spanischer Wolle heißen Mahouts premiers und8e conds, die ersten von 3600 Kettenfäden bei 1 1 / 3Stab Breite, mit dnnkelrother, brauner und weißerSahlleiste, die letzteren mit 3000 Kettenfäden undichwarz und weißer Sahlleiste. Etwas geringer sindIte Goudrius, die ebenfalls in Premiers und seconds,iarx-es und ordinaires zerfallen. Eine geringe Gat-tung von 1 Stab Breite heißen Leraius. Außerdem^(fertigt man auch noch mehrere andere SortenTuche und Halbtnche, die nach Spanien, Italien rc.gehen. Die hier verfertigten Tuche werden voneiner öffentlichen Schananstalt untersucht, nur dietadelfreien mit einem Stempel versehen, _bie fehler-freien aber mit weißen Fäden an den (sahlleistenbezeichnet.

Kardamomen sind die Samenfrüchte mehrererArten der Pflanzeugattung Amomum, besonders vonAmomum Cardamomum und der verschiedenen Va-rietäten derselben, welche in Ostindien und auf Ma-wbar in schattigen Wäldern wachsen; doch sind dieMutterpflanzen der verschiedenen Arten noch nichtmit Gewißheit bestimmt. Es sind dünne, papier-artige Kapseln von verschiedener Länge, mit erhabe-nen Längsstreifen und 3 mehr oder weniger deut-lichen Kanten, die mit kleinen eckigen, graubraunenSamenkörnern, ohngefähr von der Größe einesStecknadelkopfes, welche einen starken, feurig aro-matischen Geschmack und angenehmen Geruch haben,gefüllt sind. Die Körner werden gewöhnlich erstium Eiuzelverkauf aus den Schalen genommen.Sie werden als Gewürz an Speisen, in der Coudi-wrei und zu Likören, sowie auch als magenstärken-°es Mittel in der Medizin gebraucht und enthalten?t> blaßgelbes, ätherisches Oel, Oleurn Cardamomi,wsb ebenfalls besonders zur Likörbereitung benutztwird. J,n Handel kommen hauptsächlich folgendeSorten vor, von denen die drei ersten am häufigsten»muhrt werden: 1) Kleine malabarische Car-UMornen, Gardamomuiu minus s. malabarionm,bugefähr y 2 Zoll lang, gelbbräunlich von Farbe,- " röihllch oder gelblichbraunen, sehr gewürzhasten,.. WPHerartig riechenden, uneben gefurchten, runz-gen Samenkörnern, von denen das Pfund 5—6Quentchen ätherisches Oel gibt. Die Schalen be-fugen 26% des Gewichts. Es ist die beste undMuerste Sorte, welche besonders in der Medizingsdraucht wird. 2) Halblange malabarische,- ar äomomum medium, bis 8' laug, 4"' dick, vonetwas grünlich, sonst der vorigen ähnlich, aberZ^us weniger gehaltreich, daher auch etwas billiger,^ange ceytonische, Gardauiouiuni longum s.Qpn,i°2. icuin ’ 1—2 Zoll lang, 3—5"' dick, dreiseitigriv,/^ürau oder graubraun und stark gefurcht, ge-rn^' ^erig, bedeutend schwächer als die vorigen,«jv,» sie gewöhnlich weniger als die Hälfte kosten.4s Gewicht der Schalen beträgt gegen 30%..e munde Cardamomen, Cardamomira rotun-m vfficinell, von der Größe der Bogelkirschen,

i rundlich mit undeutlichen 3 Kanten. Der haarigeUeberzug, den sie frisch haben, ist großentheils ver-wischt und nur wenig sichtbar. Sie sind hellgelb vonFarbe und haben große Körner von schwachem Ge-; ruch und Geschmack. 5) Javanische oder diegroßen Earvamomen, Oarclamoinui» majus,

! 1—2 Zoll laug und halb so breit, unmerklich drei-kantig , schmutzigbrann von Farbe mit rundlichen,rnnzlichen Samen, Geschmack gewürzhaft, aber we-niger angenehm. 6) Band»-Cardamomen,(lardamomum maxiiuuin, die größte Art, von derGröße der Feigen, mit röthlichbrannen. schwach ge-streiften Kapseln. Sie sollen die reifen Früchte vonAmomum Granum paradisi sein, die im unreifenZustande die Paradieskörner (s. d.) enthalten.Tie kommen am seltensten und auch die beiden vor-\ hergehenden Arten nicht häufig vor.

' Cardobenedicte, gesegnete Distel oderBvrnkraut, Carduus oder Cnicus bene-dictus, Cent.aurea benedicta, eine einjäh-i rige Pflanze, die im südlichen Europa, besonders in| Spanien, aus den griechischen Inseln rc. wild wächst. und in Deutschland in Arzneigärten gezogen wird.Die fiederfpaltigen, ziemlich breiten, am Randestacheligen, bnchlig gezähnten und behaarten Blätterhaben einen sehr bitteren, unangenehmen Geschmackund werden unter dem Namen Herba Cardui bene-di«ti in der Medizin, als Thierarznei und auch zubitteren Likören gebraucht. Frisch hat die Pflanzeeinen unangenehmen Geruch, trocken ist sie geruch-los; sie enthält viel bitteren Extractivstofs, Gummi,Kali und Kalk. Häufig sind die in den Handel kom-menden mit den vierkantigen wolligen Stengeln undden gelben feinwolligen Blüthen vermischt und siekosten dann bedeutend weniger als die reinen Blät-ter; auch sind die umgekehrt kegelförmigen, gekrümm-ten, länglichen, gelbgrauen, oben mit Borsten be-setzten Samen, welche man auch Stechkörner nennt,als schweißtreibendes Büttel jetzt wieder in Gebrauch.Das aus der Pflanze bereitete Extract ist osficinell.Die Cardobenedicte enthält einen eigenthümlichenbitteren Stosi, Cnicin genannt, der rein weiße,seidcnglänzende Nadeln bildet.

Carbol, s. Aeajonnüsse.

Cardonen sind eine Art Artischocken, welcheim nördlichen Afrika, auf Kandia rc. einheimisch istund auch zuweilen in Deutschland angebaut wird,von der man aber nur die Blattrippcn und starkenStengel genießt.

Cardoucille heißt eine Art ordinairer wollenerRasch.

Carduus benedictus, s. Cardobenedicte.

Carduus marianus, s. Mariendistel.

Caredaris oder Carradaris heißen bunt-gestreifte baumwollene Zeuge, den Ginghams ähn-lich, die früher aus Ostindien kamen.

Carelles oder Garolös, gemischte französischeZeuge, aus Seide mit Baumwolle oder Kameel-garn, theils einfarbig, besonders schwarz, theils ge-mustert, die früher in Frankreich verfertigt wurden,jetzt aber unter diesem Namen nicht mehr vor-kommen.

Carex arenaria, s. Sandriedgras.

Carga, ein ehemaliges spanisches Maß für Ge-treide. Oel und Wem, von verschiedener Größe.

Cargadeur, s. Supercargo

Cargaisou heißt in Frankreich die Ladung einesSeeschiffes, auch die Factnra oder der Ladnngsscheindarüber, und die Handlung des Berladens. In